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Abteilung Epileptologie - EpilepsiezentrumKlinik für Neurochirurgie

Flashbulb Memories

Untersuchung von Flashbulb Memories mittels fMRT

Diese Untersuchung befasst sich mit einem Spezialfall des autobiographischen Gedächtbnisses, den so genannten „Flashbulb Memories“. Hierbei handelt es sich um eine leb- und häufig bildhafte Erinnerung an die Umstände, unter denen man von einem emotional bedeutsamen Medienreignis, z.B. Mauerfall oder 11. September, erfahren hat. Es geht hierbei nicht um die Erinnerung an Fakten zu dem Medienereignis selbst, sondern nur um die Situation, in der man sich befand, als man davon erfuhr Typischerweise beinhalten Flashbulb Memories die Erinnerung an bestimmte Aspekte der Situation, in der man sich befand, als man von dem Ereignis erfuhr. Brown und Kulik (1977) beschrieben erstmals die „canonical categories“, d.h. diejenigen Situationsaspekte, die am häufigsten von Probanden genannt werden. Hierzu zählen: Informationsquelle, Aufenthaltsort, Aktivität, eigene emotionale Reaktion, emotionale Reaktion anderer Anwesender, nachfolgende Aktivität. Mithilfe einer fMRT-Untersuchung soll erstmalig geklärt werden, ob bei Temporal- bzw. Frontalllappenepilepsie bei Flashbulb Memories Aktivierungsunterschiede im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen bestehen. Weiterhin soll erstmalig untersucht werden, welche neuronalen Netzwerke beim Abruf von „Flashbulb Memories“ bei gesunden Probanden aktiv sind. Untersucht werden sollen prä- und postoperative Patienten mit Temporal- und Frontallappenepilepsie sowie eine gematchte Gruppe gesunder Kontrollpersonen.

Das Design dieser Studie orientiert sich an Untersuchungen zum autobiographischen Gedächtnis (Maguire, 2001, Addis et al., 2004, Addis et al., 2007). Um die Untersuchung von Flashbulb Memories zu ermöglichen, wurde auf der Basis solcher Studien ein neues Paradigma entwickelt.

Bei der Untersuchung sollen die Probanden, während sie im MRT-Scanner liegen, die Erinnerung an die Situation abzurufen, in der sie von bestimmten Medienereignissen erfahren haben. Als Erinnerungshilfen werden die „canonical categories“ eingeblendet. Die Fragen sollen die Probanden in Gedanken für sich beantworten. Auch zu weniger emotional bedeutsamen Kontrollereignissen werden dieselben Fragen gestellt. Darüber hinaus sollen die Probanden anhand bestimmter Definitionen Begriffe erraten. Auch diese Aufgabe sollen sie in Gedanken beantworten.

Ansprechpartner: Frau Dr. Dipl. Psych. B. Metternich

Abteilung Prächirurgische Epilepsiediagnostik

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