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Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg - ZGGF

Frontotemporale Demenz (FTD)

Die FTD ist wie alle Demenzerkrankungen eine fortschreitend verlaufende Erkrankung, bei der v.a., aber nicht nur, das Stirnhirn betroffen ist.

Der Krankheitsbeginn liegt meist vor dem 65. Lebensjahr, also deutlich früher als bei der Alzheimer-Demenz.

Die Symptome bei der FTD variieren stark, je nach Unterform können entweder Sprachstörungen, Störungen des allgemeinen Wissens oder Persönlichkeitsveränderungen im Vordergrund stehen. Die Persönlichkeitsveränderungen können aufgrund der komplexen Struktur des Stirnhirns sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei manchen Betroffenen kann beispielsweise eine Antriebsstörung auftreten, die sie wortkarg, wenig engagiert und zurückgezogen erscheinen lässt. Andererseits kann es auch zu emotionalen Störungen wie Gereiztheit und Aggressivität oder aber Gleichgültigkeit und Desinteresse kommen, die für den Betroffenen bislang untypisch waren. Oftmals tritt auch eine gewisse Enthemmtheit auf. Der Betroffene verhält sich in sozialen Situationen nicht mehr adäquat, lacht und scherzt z.B. in unangemessener oder anzüglicher Weise.

Die Störung der geistigen Leistungsfähigkeit betrifft vor allem die Planungsfähigkeit und die geistige Flexibilität, während das Gedächtnis zunächst kaum beeinträchtigt ist.

Bisher gibt es keine wirksame medikamentöse Behandlung für die FTD. Auch für die Acetylcholinesterasehemmer gibt es keine Wirksamkeitsbelege. Psychische Begleitsymptome wie Depression, Wahnsymptome, Reizbarkeit und Unruhe können jedoch mit geeigneten Medikamenten reduziert werden.

Zentrum für Geriatrie und Gerontologie Freiburg

Lehener Strasse 88
79106 Freiburg

Sekretariat
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Tel:  0761-270-70980
Fax: 0761-270-70890
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Wissenschaftliche Leitung des ZGGF

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