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Klinik für Pneumologie

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Schlaflabor

Klinik für Pneumologie

Termine nach Vereinbarung

Kontakt

Das Schlaflabor der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg diagnostiziert und behandelt Schlafstörungen und schlafbezogene Erkrankungen aus innerer Ursache. Der Schwerpunkt liegt auf Atemstörungen während des Schlafes. Wir arbeiten dabei unter anderem mit der Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik, der HNO-Klinik und dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin interdisziplinär zusammen.

Sekretariat

F. Martens
F. Barhofer-Wunderle
8:30 - 12 Uhr         Telefon
0761 270-37110
Telefax0761 270-74090
E-Mailschlaflabor-pneumologie@uniklinik-freiburg.de
Arztzimmer          Telefon0761 270-37070

Anmeldung

Vor jedem Schlaflaboraufenthalt muss eine ambulante Voruntersuchung mit einem Schlafapnoe-Screening (Polygrafie) erfolgen. Je nach Ergebnis kann der behandelnde Arzt entscheiden, ob eine stationäre Abklärung in einem pneumologischen Schlaflabor notwendig ist. Ein solches Schlafapnoe-Screening wird in unserer Ambulanz (5. OG) und von vielen niedergelassenen Pneumologen (Lungenfachärzten), HNO-Ärzten, Neurologen und Kardiologen angeboten.

Aufnahme

Am Aufnahmetag finden Sie sich bitte zum vereinbarten Termin im Schlaflabor ein. Das Schlaflabor befindet sich im 3. Stockwerk der HNO- und Augenklinik auf Station Brehmer. Bitte bringen Sie einen stationären Einweisungsschein (rot), die Ergebnisse der Voruntersuchungen und Ihre Medikamenten für zwei bis drei Tage mit.

An Folgendes sollten Sie gegebenfalls denken:
Toilettenartikel, Bademantel, Handtücher / Waschlappen, Hausschuhe, Unterwäsche, Trainingsanzug, Schlafanzüge / Nachthemden, bequeme Hose.
Bitte bedenken Sie, dass Sie nur einen Nachttisch und einen schmalen Schrank zur Verfügung haben, und bringen Sie keine Wertsachen und keinen Fernseher mit. In unmittelbarer Nähe der HNO-Klinik gibt keine Dauerparkplätze aber in der näheren Umgebung gibt kostenpflichtige Parkplätze und Parkhäuser.

Sollten Sie den geplanten Aufnahmetermin nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns dies bitte frühzeitig mit. Wir können ihr Bett dann an einen anderen Patienten vergeben.

Die Untersuchung im Schlaflabor

Das Schlaflabor verfügt über 7 Messplätze in Einzelzimmern und ist seit 1993 bei der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin akkreditiert.

Bei der nächtlichen Messung im Schlaflabor, der Polysomnografie, werden verschiedene Körperfunktionen aufgezeichnet, die für den Schlaf von Bedeutung sind. Diese Messung führt das hierzu speziell ausgebildete Pflegepersonal durch. Mit Hilfe von Elektroden und anderen Messinstrumenten werden folgende Körpersignale aufgezeichnet und überwacht: Hirnströme (EEG), Herzströme (EKG), Augenbewegungen (EOG), Muskelbewegungen (EMG), Atemfluss an Mund und Nase, Sauerstoffgehalt des Blutes, Atembewegungen von Brustkorb und Zwerchfell sowie Schnarchgeräusche. Außerdem erfolgt eine Videoaufzeichnung.

Die computergestützte Auswertung und Befundung erfolgt am nächsten Morgen durch die Schlaflaborärzte in Zusammenarbeit mit der medizinisch-technischen Assistenz.

Schnarchen: Nur Lärmbelästigung oder Lebensbedrohung

Von Benjamin Waschow

Es passiert nachts, bis zu zwanzig Mal, oft mit einem lauten Geräusch und am nächsten Morgen wissen die Betroffenen meist von nichts; nur komisch müde sind sie, erschöpft und vergesslich: Längere Atemaussetzer, sogenannte obstruktive Schlafapnoen, sind weitaus verbreiteter als die meisten denken und sie sind vor allem eins: gefährlich. Etwa vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser oft unterschätzten Krankheit.

Bedeutet Schnarchen Gefahr?

 Die Ursache der nächtlichen Atemaussetzer, die häufig übergewichtige Menschen trifft, ist die Entspannung und Erschlaffung der Muskeln des weichen Gaumens. Werden die Atemwege eingeengt, oder im Extremfall sogar verschlossen, wird ein freier Luftfluss verhindert, was einem Atemstillstand gleichkommt. Der Körper reagiert darauf mit verstärkten Atembemühungen und kurzen Weckreaktionen, den sogenannten Arousals, was von den Betroffenen nicht wahr genommen wird. In der Folge werden die Atemwege wieder geöffnet, was akustisch wahrnehmbar ist: lautes Schnarchen. Doch nicht jedes Schnarchen, das vor allem andere Schlafende stört, bedeutet gleich Gefahr. Erst wenn die Atemaussetzer länger als zehn Sekunden dauern, spricht man von einer Apnoe.

Kontrolle im Schlaflabor

Die Folgen des gestörten Nachtschlafes können gravierend sein: zunehmende Tagesschläfrigkeit mit Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Zerstreutheit, Angstzuständen bis hin zu Depressionen. Besteht ein erhärteter Verdacht auf nächtliche Atemaussetzer, muss eine genaue Diagnostik in einem Schlaflabor erfolgen. Im Schlaflabor der Abteilung Pneumologie des Universitätsklinikums Freiburg, das über sieben Untersuchungsbetten verfügt, werden die Patienten für zwei Nächte aufgenommen. Dann erfolgt die sogenannte Polysomnographie. Das bedeutet, dass der schlafende Patient umfangreich und umfassend untersucht wird. Es werden die Hirnströme, der Herzrhythmus und der Sauerstoffgehalt des Blutes gemessen. Darüber hinaus werden die Atmungsbewegungen, Muskelspannungen, Beinbewegungen und die Körperlage aufgezeichnet. In dem vor kurzem mit neusten Geräten ausgestatteten Schlaflabor in Freiburg sind die Patienten nicht mehr wie Schwerstkranke ans Bett gefesselt sondern können sich relativ frei bewegen. Diese Erleichterung ist deshalb möglich, weil die Messdaten über ein drahtloses Signal an den Computer übertragen werden. Bestätigen die Ergebnisse die Diagnose einer Schlafapnoe muss der Patient meist noch eine weitere Nacht im Schlaflabor verbringen, damit die spezielle Therapie eingestellt werden kann.

Mit der Nasenmaske zu einem normalen Schlaf

Da eine Operation oft nur bei leichten Formen der obstruktiven Schlafapnoe oder bei physischen Anomalien, wie vergrößerten Mandeln und Polypen Hilfe verspricht, bleibt meist nur eine wirklich erfolgversprechende Therapie: Die Freihaltung der Atemwege durch eine kontinuierliche Überdruckbeatmung. Dabei bekommt der Patient eine individuell angepasste Nasenmaske aufgesetzt, mit deren Hilfe die Atemwege offen gehalten werden und sich Schlaf und Atmung wieder normalisieren können. Das Problem dieser Therapieform ist die Akzeptanz: Nur cirka 70 Prozent der Patienten ertragen im weiteren Verlauf Nacht für Nacht eine Beatmungsmaske in ihrem Gesicht. Egal ob mit oder ohne Maske sollten Schlafapnoe-Patienten auf jeden Fall dafür sorgen, dass sie ein Normalgewicht einhalten und das Schlafen auf dem Rücken vermeiden. Zusätzlich gilt ein Alkoholverbot mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen, da Alkohol die Atmungsaktivität dämmt und somit die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit von Apnoen erhöht. Alkohol kann daher bei Personen Apnoen auslösen, die sonst lediglich schnarchen würden.

Sekretariat

F. Horzig
8 - 12 Uhr               Telefon
0761 270-37110
Telefax0761 270-74090
E-Mailschlaflabor-pneumologie@uniklinik-freiburg.de
Arztzimmer          Telefon0761 270-37070