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Klinik für Innere Medizin IHämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Spinaliom

Was ist ein Spinaliom?

Das Spinaliom (Synonyme: Stachelzell- oder Plattenepithel-Karzinom der Haut) wird gemeinsam mit dem Basaliom als „weißer“ oder heller Hautkrebs bezeichnet. Das Spinaliom ist ein bösartiger Tumor, der von den Stachelzellen der Haut ausgeht. Männer sind häufiger als Frauen betroffen, das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren.

Beim Spinaliom gibt es eine Vorstufe einer Krebserkrankung (Präkanzerose), die als „solare oder aktinische Keratose“ bezeichnet wird. Diese entsteht v.a. an Hautpartien, die dem Sonnenlicht exponiert sind. Typisch ist ein lokal zerstörendes Wachstum. Lohnenswert ist eine Behandlung, um weiteres Wachstum bzw. Entartung zum Spinaliom zu verhindern.

Ursachen

Größter Risikofaktor ist eine chronische Schädigung der Haut durch z.B. UV-Strahlung, Verbrennungen oder vorherige Strahlentherapie. Daneben spielen Störungen des Immunsystems, z.B. durch Medikamente, und Umweltfaktoren, z.B. Exposition zu Arsen, Teer oder Paraffin, eine Rolle.

Diagnose

Eine solare Keratose entsteht als festhaftende Hornkruste, die ständig wächst und zu einem soliden Tumor wird. Schließlich kann die Hautveränderung kraterförmig mit einem Randwall imponieren und evtl. bluten. Zur Diagnosesicherung erfolgt eine Gewebeentnahme (Biopsie) zur Begutachtung beim Pathologen. Bei einer Tumordicke > 2 mm folgen ein Ultraschall der Lymphknoten sowie ggf. weitere Bildgebung durch Röntgen, Computer- oder Magnetresonanztomographie (CT/MRT).

Therapien

Therapie der Wahl ist die sofortige komplette operative Entfernung des Spinalioms. Bei Inoperabilität, z.B. aufgrund der Größe oder der Lokalisation, kann eine Bestrahlung durchgeführt werden. Weitere Optionen sind die Kryotherapie (Kältetherapie) mit flüssigem Stickstoff sowie die Chemotherapie, ggf. in Kombination mit einer Bestrahlung.

Für weiterführende Informationen bitten wir um Kontaktaufnahme mit Prof. Dr. Zeiser.

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