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Klinik für Innere Medizin IHämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation

Supportive Therapien und Betreuungsangebote

Fast alle Patienten reagieren auf die Diagnose einer Krebserkrankung mit Schock, Angst, Hilflosigkeit und sozialem Rückzug. Diese psychischen Reaktionen klingen bei vielen Patienten nach einigen Tagen und Wochen dank ihrer vorübergehenden stabilen psychischen Verfassung, guter Bewältigungsstrategien und sozialer Unterstützung wieder ab. Ca. 30 % der Patienten leiden jedoch weiterhin unter psychischen Störungen, hauptsächlich Angst und Depression, die noch Wochen und Monate anhalten können. Nichts ist mehr selbstverständlich.
Oft tauchen Fragen auf wie z. B.:

  • Warum trifft es mich?
  • Wie komme ich mit dieser Situation zurecht?
  • Wie soll es weitergehen?

Die mit der neuen Situation verbundenen Veränderungen sind für viele Betroffene und Angehörige sehr belastend und mit professioneller Hilfe leichter zu bewältigen. Die Psychotherapeuten des psychoonkologischen Dienstes suchen mit Ihnen gemeinsam nach Lösungen und Perspektiven.
Wir verstehen uns als therapeutische Begleiter, die für Ihre Fragen und Sorgen offen sind und Sie mit dieser Situation ergänzend zur medizinischen Therapie unterstützen können.

Angebote für Patienten

  • Emotionale Unterstützung nach der Diagnosemitteilung
  • Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung
  • Krisenintervention
  • Unterstützung bei der Bewältigung krankheitsbedingter Einschränkungen,
    z.B. veränderte Körperwahrnehmung, Sexualität
  • Behandlung von Ängsten und Depressionen
  • Hilfestellungen bei Schlafstörungen
  • Psychologische Strategien zum Umgang mit Schmerz
  • Beratung bei familiären Schwierigkeiten und Konflikten
  • Entlastung durch Entspannungs- und Imaginationsverfahren
  • Begleitung während der letzten Lebensphase

Angebote für Angehörige

  • Einzel-, Paar- oder Familiengespräche
  • Hilfe zur emotionalen Entlastung
  • Umgang mit Belastungen durch Erkrankung eines nahestehenden Menschen
  • Beratung und Unterstützung bei krankheitsbedingten Problemen

Weitervermittlung an

  • Psychosoziale Beratungsstellen vor Ort
  • auf Krebserkrankung spezialisierte Telefon-Beratungsstellen
  • ambulante Psychotherapeuten
  • Gesprächsgruppen, Entspannungsgruppen, Brückenpflege des Tumorzentrums
  • Seelsorger
  • Selbsthilfegruppen
Psychosomatischer KonsildienstTel.: 07 61
27 0 - 6878 0
Fax 07 61
27 0 - 6918 0

Bei allen in der Klinik für Innere Medizin I stationär behandelten Patienten wird besonderes Augenmerk auf eine befriedigende Ernährungssituation gerichtet.
Manche Patienten dürfen aufgrund ihrer Erkrankungen bestimmte Nahrungsmittel nur in begrenztem Ausmaß oder gar nicht zu sich nehmen. Andere können dauerhaft oder vorübergehend krankheits- oder therapiebedingt nur wenig oder gar keine feste Nahrung aufnehmen. In jedem Fall findet in solchen Situationen eine durch ein ärztlich geleitetes, spezialisiertes Ernährungsteam eine ausführliche Ernährungsberatung statt. Diese soll den Kranken im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten eine optimale und möglichst befriedigende Ernährung ermöglichen.

Für den Fall, dass vorübergehend gar keine Nahrungsaufnahme möglich ist, erstellt das Team ein auf die individuelle Situation zugeschnittenens Infusionsernährungsprogramm (parenterale Ernährung). Den Anpassungsbedarf der parenteralen Ernährung an eventuelle Änderungen der Situation wird in engmaschigen Abständen überwacht und umgesetzt.

Sektion Ernährungsmedizin und Diätetik  

Manche Tumorerkrankungen können bei den betroffenen Patienten starke Schmerzen verursachen, die oft das einzige und belastendste Symptom der Erkrankung sind, und auf diese Weise das Leben erheblich beeinträchtigen können. Die ärztlichen Mitarbeiter der Klinik für Innere Medizin I (Hämatologie und Onkologie) sind geschult, bestehende Schmerzen nach dem neuesten Kenntnisstand der Medizin zu behandeln und zu beseitigen.

Wenn dies durch die Behandlung der Tumorerkrankung nicht in ausreichender Weise möglich ist, kann man zusätzlich durch sorgfältig ausgearbeitete Therapieprinzipien mit modernen, sehr effektiven Schmerzmitteln die Beschwerden beherrschen. Dabei werden oft mehrere Medikamente kombiniert, so dass die Schmerzsymptome beseitigt werden können. Nur ein Mindestmaß an Nebenwirkungen muß unter Umständen in Kauf genommen werden. Schmerztherapien werden auch regelmäßig in Zusammenarbeit mit den auf die Behandlung schwerer Schmerzen spezialisierten Kollegen der Abteilung für Anästhesie und für Neurochirurgie des Universitätsklinikums vorgenommen.

Sport hilft mit, den ausgeprägten Zustand körperlicher und seelischer Ermüdung nach oder während einer Krebsbehandlung zu beseitigen. Mit dem Erarbeiten eines neuen, besseren Körpergefühls vergrößert sich die Bewegungsfreiheit und das Selbstvertrauen wird gestärkt. Zudem kann ein Erfahrungsaustausch unter Betroffenen helfen, das Erlebte zu bewältigen, und es können Kontakte zu mitbetroffenen Menschen geknüpft werden.

Bewegungs- und Sportangebot für Krebspatienten

Leitung für den Bereich Supportive Medizin
Prof. Dr. Hartmut Bertz

Prof. Dr. Hartmut Bertz

Telefon+49 (0) 761 270-33350
Telefax+49 (0) 761 270-32330
hartmut.bertz@uniklinik-freiburg.de