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Klinik für Innere Medizin IIGastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie

Presseberichte und Aktuelles aus der Klinik für Innere Medizin II

Freiburg, 05.04.2017

Karrierestart in Klinik und Forschung

Neues Forschungskolleg am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht jungen Ärztinnen und Ärzten die Weiterbildung zu Krebsforschern / Eine Million Euro Förderung durch Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Warum bekämpft das Immunsystem Krebszellen nicht immer und wie lässt sich die körpereigene Immunabwehr stimulieren, um Tumore anzugreifen? Dies sind Fragen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit intensiv im Bereich Tumor-Immunologie untersuchen. Um jungen Ärzten den Einstieg in diese Forschung zu ermöglichen, richtet das Universitätsklinikum Freiburg nun ein neues Forschungskolleg mit dem Titel „Excellent Clinician Scientists in Freiburg – Education for Leadership: Immunological Causes and Therapies of Cancer“ (EXCEL) ein. Die Teilnehmer werden zeitweise vom Klinikbetrieb freigestellt und führen eigenverantwortlich Projekte im Bereich Tumor-Immunologie durch. Insgesamt werden sechs Ärzte für jeweils drei Jahre in das Forschungskolleg EXCEL aufgenommen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung fördert das Programm mit einer Million Euro für drei Jahre.  

„Mit dem Forschungskolleg möchten wir jungen Medizinerinnen und Medizinern eine nachhaltige akademische Karriere im Spannungsfeld zwischen Klinik und Forschung ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Heike Pahl, Sprecherin des Forschungskollegs und Sektionsleiterin in der Klinik für Innere Medizin I (Schwerpunkt: Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation) des Universitätsklinikums Freiburg. Die Mitglieder des Forschungskollegs arbeiten von Anfang an mit verschiedensten Fachbereichen zusammen und profitieren dadurch schneller von neuen Forschungserkenntnissen. „Eine solche Bündelung der Kräfte, beschleunigt die Forschung und kommt letztlich unseren Patienten zugute“, sagt Ko-Sprecher Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Schwerpunkt: Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) des Universitätsklinikums Freiburg. Am Universitätsklinikum Freiburg werden die Klinik für Innere Medizin I und II, die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, die Klinik für Strahlenheilkunde sowie das Tumorzentrum Freiburg – CCCF beteiligt sein. Auch das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg ist mit einem Projekt eingebunden.  

Darüber hinaus ist eine enge Zusammenarbeit mit dem im Herbst 2016 gestarteten Berta-Ottenstein-Programm der Medizinischen Fakultät geplant, das die Förderung wissenschaftlich aktiver Mediziner aller Fachbereiche am Universitätsklinikum Freiburg zum Ziel hat.  

Für Prof. Pahl und Prof. Thimme ist EXCEL das zweite Verbundprojekt, das sie erfolgreich bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung einwerben konnten. Seit 2012 läuft das Else Kröner-Fresenius-Promotionskolleg MOTI-VATE, das exzellenten und ausgewählten Medizinstudierenden optimale Rahmenbedingungen zur Durchführung einer wissenschaftlichen Doktorarbeit bietet. Ziel ist es, die Teilnehmer für eine akademische Laufbahn zu motivieren und sie auf diesem Weg auch über die medizinische Doktorarbeit hinaus in den Berufseinstieg zu begleiten. „Somit bieten wir in Freiburg interessierten Nachwuchswissenschaftlern in allen Stufen ihrer frühen akademischen Ausbildung Freiräume und akademisches Mentoring auf höchstem Niveau an“, freut sich Prof. Thimme.  

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung wurde 1983 von Else Kröner geründet. Sie hat der Stiftung testamentarisch ihr gesamtes Vermögen vermacht. Die gemeinnützige Stiftung widmet sich der Förderung klinisch-orientierter biomedizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte.  

Kontakt:
Prof. Dr. Heike L. Pahl
Leiterin: Sektion Molekulare Hämatologie
Klinik für Innere Medizin I
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-63400  
heike.pahl@uniklinik-freiburg.de

Prof. Dr. Robert Thimme
Ärztlicher Direktor
Klinik für Innere Medizin II
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-34030
robert.thimme@uniklinik-freiburg.de 

Freiburg, 07.07.2016

Leberzentrum des Universitätsklinikums Freiburg mit neuem Namen

Feierliche Umbenennung der interdisziplinären Einrichtung in "Gerok-Leberzentrum“

Das Leberzentrum des Universitätsklinikums Freiburg heißt ab sofort Gerok-Leberzentrum. Anlässlich des 90. Geburtstags von Prof. Dr. Wolfgang Gerok versammelten sich Kollegen, Freunde und Studierende gemeinsam mit dem Namensgeber im Hörsaal der Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Freiburg. Prof. Gerok war von 1987 bis Anfang 1993 Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg. Mit seinem Namen und seiner Person steht er für das Universitätsklinikum Freiburg sowie für die Hepatologie am Standort Freiburg. Deswegen fiel die Wahl bei der Benennung des Gerok-Leberzentrums auf ihn.

Das Leberzentrum am Universitätsklinikum Freiburg ist schon seit vielen Jahren eine interdisziplinäre Einrichtung, in der Hepatologen, Gastroenterologen, Radiologen, Nuklearmedizinern und Chirurgen zusammenarbeiten. „Weil im Leberzentrum viele Spezialisten aus unterschiedlichen Fachbereichen mit dem gemeinsamen Ziel Lebererkrankungen zu heilen, zusammenarbeiten, ist eine rasche und umfassende Diagnostik und Therapie verschiedener Lebererkrankungen gewährleistet“, erläutert Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Schwerpunkt: Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) am Universitätsklinikum Freiburg. „Mit Wolfgang Gerok haben wir einen Namensgeber für das Leberzentrum gefunden, der nicht nur mit seiner wissenschaftlichen und klinischen Forschung auf dem Gebiet der Hepatologie neue Maßstäbe setzte, sondern insbesondere auch mit seiner freundlichen und bescheidenen Persönlichkeit, die stets den Patienten in den Mittelpunkt gestellt hat, ganze Ärztegenerationen geprägt hat“, so Thimme weiter.

Prof. Dr. Wolfgang Gerok war unter anderem auch Initiator verschiedener, renommierter Forschungs-Symposien und -Programme, wie zum Beispiel dem wichtigsten internationalen Treffen von Leberforschern zum Thema Gallensäure, dem „Bile Acid Meeting“. Seit 1970 findet dieses Treffen regelmäßig alle zwei Jahre statt. Auch in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ist der Name Gerok fest verankert. Die sogenannten „Gerok-Stellen“, die nach dem ehemaligen Vize-Präsidenten benannt sind, stellen von der DFG geförderte Personalmittel zur Verfügung. Mit diesen Mitteln können Ärztinnen und Ärzten eine befristete Freistellung von ihrem Dienst im Klinikum erhalten, mehr Zeit im Labor verbringen und sich voll und ganz auf die Forschung konzentrieren.

Freiburg, 27.05.2016

SFB/TRR 179 “Ursachen der Ausheilung bzw. Chronifizierung von Infektionen mit Hepatitisviren“, Fördersumme inklusive Programmpauschale: circa 12,1 Millionen Euro

EU fördert Verbundprojekt zum Thema Hepatitis

Ein Team um Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) des Universitätsklinikums Freiburg, beteiligt sich an dem neuen SFB/TRR 179. Das Projekt geht am Beispiel der verschiedenen Hepatitis-Viren der Frage nach, was darüber entscheidet, dass Infektionen zwar bei einigen Patientinnen und Patienten ausheilen, bei den meisten hingegen einen chronischen Verlauf nehmen. Außerdem wollen die Wissenschaftler ergründen, wie dieses Wissen für neue Therapieansätze genutzt werden kann – was angesichts von mehr als 500.000 chronisch Hepatitis infizierten Personen in Deutschland von großer klinischer Bedeutung ist. Sprecher des SFB/TRR ist Prof. Dr. Ralf Bartenschlager vom Universitätsklinikum Heidelberg und vom Deutschen Krebsforschungszentrum, weitere beteiligte Hochschulen sind die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München. Der SFB/TRR ist eine Weiterentwicklung einer DFG-Forschergruppe, die an den Universitäten Freiburg und Heidelberg etabliert war.    

„Die Bewilligung dieses SFB/TRR unterstreicht die Exzellenz und Tradition auf dem Gebiet der Hepatologie sowie Infektiologie und Immunologie am Standort Freiburg“, erklärt Thimme. „Es ist eine große Motivation, die enge und sehr gut etablierte Zusammenarbeit zwischen Grundlagenforschung und Klinik zum Wohle unserer Patienten fortzusetzen und auszubauen.“

Pressemitteilung des Universitätsklinikums Heidelberg zum SFB/TRR 179

Pressemitteilung der DFG 

 

Kontakt:
Prof. Dr. Robert Thimme
Ärztlicher Direktor
Klinik für Innere Medizin II
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-34040
robert.thimme@uniklinik-freiburg.de 

Freiburg, 14.09.2015

5,7 Millionen Euro Förderung für Leberkrebs-Forschung

EU fördert Verbundprojekt unter Freiburger Führung

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC), auch Leberkrebs genannt, ist eine häufige Tumorerkrankung, gegen die dringend neue Therapien benötigt werden, da bisher nur jedem fünften Betroffenen geholfen werden kann. Heilkräftige Therapien wie die Resektion, Radiofrequenzthermoablation oder Lebertransplantation können nur bei wenigen Patienten durchgeführt werden. Dies liegt vor allem daran, dass die Tumorerkrankung häufig erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird und die zugrundeliegende Lebererkrankung (die Leberzirrhose) die Therapiemöglichkeiten einschränkt.
 
Für die Entwicklung effektiver Therapieansätze ist ein tiefergehendes Verständnis der molekularen und immunologischen Mechanismen, die zum Tumorwachstum führen, von entscheidender Bedeutung. Um dies zu erreichen wird im Rahmen des Horizon 2020-Programms das Verbundprojekt HEP-CAR unter Leitung von Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, mit 5,7 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren unterstützt.
 
„Es ist uns gelungen, die führenden Forscher auf dem Gebiet des hepatozellulären Karzinoms in Europa zusammenzubringen“, erklärt Prof. Thimme. Am Ende der Förderung solle die direkte Translation von neuen Erkenntnissen in die Klinik stehen. „Neben direkten molekularen Therapien, die in veränderte Tumorsignalwege eingreifen, ist auch die Induktion der tumoreigenen Immunantwort gegen das HCC ein Ziel“, sagt Prof. Thimme. Zu dem HEP-CAR-Konsortium gehören sieben Wissenschaftler aus Spanien, England, Italien und Deutschland. Es wird zusätzlich von der führenden europäischen Lebergesellschaft (EASL) unterstützt.
 
Horizon 2020 ist das größte Förderprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Seit Beginn des Programms im Jahr 2014 sollen bis 2020 rund 80 Milliarden Euro für Wissenschaftler zur Verfügung gestellt werden – hinzu kommen weitere private Investoren. Horizon 2020 will Durchbrüche, Entdeckungen und Weltneuheiten zu Tage fördern – vom Labor bis zur Anwendung. Das Auswahlverfahren ist hochkompetitiv, so wurden zuletzt in einem zweistufigen Verfahren aus 200 Bewerbungen sechs Verbundprojekte ausgewählt.
 
Weitere Informationen:
Machtlose Immunzellen bei Leberkrebs

Freiburg, 15.06.2015

750.000 Euro für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Freiburger Else Kröner-Promotionskolleg MOTI-VATE wird bis 2018 gefördert

Das Else Kröner-Promotionskolleg MOTI-VATE am Universitätsklinikum Freiburg wird ab Oktober für weitere drei Jahre mit insgesamt 750.000 Euro gefördert. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt damit die Ausbildung von medizinischen Doktorandinnen und Doktoranden, die sich in ihrem Promotionsprojekt ganz auf die Wissenschaft konzentrieren.

Das MOTI-VATE Promotionskolleg trägt ausgeschrieben den langen Titel „Molekulare und translationale Forschung in Freiburg, Verantwortungsvolle Ausbildung, Tatkräftige Ermutigung“. Der Name ist Programm: Unter der Leitung von Prof. Dr. Heike Pahl und Prof. Dr. Robert Thimme können Medizinstudenten dort seit 2012 anspruchsvolle wissenschaftlich-klinische oder experimentelle Doktorarbeiten durchführen. Neben finanzieller Unterstützung und ständiger Weiterbildung profitieren die Nachwuchsforscher von individueller Begleitung: Ihnen steht nicht nur ein Doktorvater zur Seite, sondern auch ein aus drei erfahrenen Forschern bestehendes „Thesis Committee“. Als Betreuer werden nur diejenigen Professoren angenommen, bei denen in den letzten Jahren ein Doktorand seine Arbeit mit der Bestnote „summa cum laude“ abgeschlossen hat.

Das MOTI-VATE Programm, das von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) sowie der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gefördert wird, soll herausragende Studierende schon früh für die Forschung begeistern. Auch nach dem Abschluss der Doktorarbeit werden die Teilnehmer für den Rest des Studiums von persönlichen Beratern begleitet. Sie beenden ihr Studium als Ärztinnen und Ärzte, die gleichermaßen Mediziner wie Wissenschaftler sind und ganz nah am Patienten forschen können. Der Erfolg des Programms spiegelt sich in zahlreichen bereits abgeschlossenen exzellenten Doktorarbeiten wider, die zu Erstveröffentlichungen in führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften und zahlreichen Preisen geführt haben.

Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS) wurde 1983 von Else Kröner gegründet. Sie hat der Stiftung testamentarisch ihr gesamtes Vermögen vermacht. Die gemeinnützige EKFS widmet sich der Förderung klinisch orientierter biomedizinischer Forschung und unterstützt medizinisch-humanitäre Hilfsprojekte.

Weitere Informationen finden Sie unter:
MOTI-VATE Promotionskolleg
Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Freiburg, 28.05.2015

Neun Millionen Euro für immunologische Forschung in Freiburg

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab 1. Juli 2015 den Sonderforschungsbereich SFB 1160 „IMPATH – Immunpathologie aufgrund eingeschränkter Immunreaktionen“. IMPATH wird zunächst für vier Jahre mit rund neun Millionen Euro gefördert. Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Stephan Ehl, Medizinscher Direktor des Zentrums für Chronische Immundefizienz (CCI) am Universitätsklinikum Freiburg. Die beteiligten Forschungsgruppen gehören dem Universitätsklinikum Freiburg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie dem Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik an. Zwei Teilprojekte dieses SFBs werden von der Klinik für Innere Medizin II geleitet.

Gastroenterologie, Hepatologie,
Endokrinologie und Infektiologie
Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg
Info Medizin: 0761 270-34010
 

Ärztlicher Direktor

Prof. Dr. Robert Thimme

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