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Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Medikamenten induzierte Kiefernekrose

Antiresorptiva (Bisphosphonate und der RANK-L-Antagonist Denosumab) werden mit bedeutendem Therapieerfolg bei der Behandlung von katabolen Knochenerkrankungen wie Osteoporose, multiples Myelom und Knochenmetastasen solider Tumoren angewendet. Als Nebenwirkung können, insbesondere nach Zahnentfernungen, aber auch durch Prothesendruckstellen oder spontan z.B. bei Patienten mit Parodontalerkrankungen, Läsionen der Kieferknochen auftreten. Da Grunderkrankungen, Dauer und Art der antiresorptiven Therapie, Allgemeinzustand, Begleitmedikation und die intraorale Situation bei den Patienten sehr unterschiedlich sein können, ist eine individuelle Risikoabwägung von besonderer Bedeutung. Um das Auftreten von Kiefernekrosen zu vermeiden, empfehlen wir, Zahnextraktionen unter stationären Bedingungen unter intravenöser Antibiotikatherapie durchzuführen. Spezielle Operationstechniken reduzieren dabei die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Kiefernekrosen auf ein Minimum.

Sollten bereits Knochenarealen freiliegen, ermöglichen uns moderne Bildgebungs- und Diagnoseverfahren eine individuell angepasste Therapie.  Spezielle chirurgische Verfahren ermöglichen in der überwiegenden Zahl der Fälle eine Ausheilung der Defekte mit vollständiger Schleimhautbedeckung.

In unserer „Bisphosphonatsprechstunde“ werden Sie in enger Rücksprache mit den mitbehandelnden Kollegen anderer Fachdisziplinen von einem erfahrenen Team behandelt. Bitte bringen Sie uns zu Ihrem Termin einen aktuellen Brief Ihres Arztes und Ihre derzeitige Medikamentenliste mit. 

Dr. Dr. P. Voss
Oberarzt
pit.voss@uniklinik-freiburg.de

 

Dr. Dr. Philipp Poxleitner
Arzt
philipp.poxleitner@uniklinik-freiburg.de

 

Alexandra Schinzig
Med.-techn. Gehilfin
Telefon: 0761 270-49160
alexandra.schinzig@uniklinik-freiburg.de