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Wir überwinden Grenzen

Freiburg, 27.12.2016

Silvester: Experten warnen vor Böllern & Co

Besonders Augen, Ohren und Hände gefährdet

Viele Menschen freuen sich auf den Jahreswechsel und auf das damit verbundene Feuerwerk. Doch jährlich werden tausende Menschen durch Böller, Raketen und andere Artikel verletzt. Dabei kommt es immer wieder zu Verbrennungen an Händen und Gesicht, Verletzungen des Auges und der Augenlider, Gehörschäden und Knalltraumata. Mediziner des Universitätsklinikums Freiburg empfehlen daher große Vorsicht beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Insbesondere bei selbst gebauten oder nicht zugelassenen Sprengkörpern entstehen oft Verletzungen. Vor allem in schwereren Fällen sollten die Betroffenen möglichst schnell die Hilfe von Fachärzten in Anspruch nehmen.

Verletzungen der Augen in der Silvesternacht bedürfen meist einer zügigen Behandlung. „Versuchen Sie auf keinen Fall, selbst etwas am Auge zu behandeln, sondern begeben Sie sich sofort in eine augenärztliche Notfallzentrale. Schon geringer äußerer Druck kann in dieser Situation ernsthaft schaden“, rät Prof. Dr. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. „Betroffene sollten Augenverletzungen sofort behandeln lassen und nicht abwarten oder gar zuerst ihren Rausch ausschlafen. Denn dadurch sinken die Heilungsaussichten im Vergleich zu einer sofortigen Behandlung deutlich.“

Bei der Explosion eines Sprengkörpers wirkt eine extreme Belastung auf die Ohren. Teilnehmer eines Feuerwerks sollten sich daher durch Ohrstöpsel und ausreichenden Abstand schützen. Sind Symptome wie Ohrgeräusche oder Hörminderung auch noch am folgenden Tag vorhanden, empfiehlt Prof. Dr. Roland Laszig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, einen HNO-Arzt aufzusuchen: „Jedes Jahr erleiden etwa 8.000 Menschen in Deutschland an Silvester Schäden am Gehör, meist ein sogenanntes Knalltrauma. Die Symptome klingen zwar mit der Zeit oft wieder ab. Aber in vielen Fällen bleibt das Gehör für Monate, Jahre oder sogar ein ganzes Leben geschädigt.“

Beim Abbrennen von Sprengkörpern, insbesondere bei selbst gebauten oder nicht zugelassenen Artikeln, kommt es an Silvester immer wieder zu Verbrennungen an Händen und Gesicht. „Kühlen Sie größere Verbrennungen, aber versuchen Sie nicht, die Wunde zu reinigen oder Brandblasen zu öffnen. Das sollten Sie Spezialisten überlassen“, sagt Dr. Thorsten Hammer, Ärztlicher Leiter Chirurgie des Universitäts-Notfallzentrums am Universitätsklinikum Freiburg.

Der Augen- und HNO-Notdienst sowie das Universitäts-Notfallzentrum des Universitätsklinikums Freiburg sind zum Jahreswechsel 24 Stunden besetzt. Teams aus erfahrenen Spezialisten und Operateuren stehen in der Silvesternacht rund um die Uhr für Notfallverletzungen bereit.

Kontakt:

Augen-Notfallpraxis in der Klinik für Augenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
Anmeldung Hauptgeschoss
Telefon: 0761 270-40010

HNO-Ambulanz in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
Anmeldung Hauptgeschoss
Telefon: 0761 270-42010

Universitäts-Notfallzentrum
Universitätsklinikum Freiburg
Sir-Hans-A.-Krebs-Straße
Anmeldung Erdgeschoss
Telefon: 0761 270-33333

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