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Wir überwinden Grenzen

Freiburg, 27.12.2013

Ärzte warnen vor schlimmen Verletzungen in der Silvesternacht

Böller können Augen und Ohren nachhaltig schädigen

Experten des Universitätsklinikums Freiburg warnen vor schlimmen Verletzungen an Augen und Ohren durch Feuerwerkskörper in der Silvesternacht. Immer wieder verursachen Feuerwerkskörper Verbrennungen an den Lidern und der Augenoberfläche, stumpfe Verletzungen der Augen, Gehörschäden und Knalltraumata. Bei sehr schweren Verletzungen droht sogar der Seh- oder Hörverlust. Eine vom Universitätsklinikum Freiburg initiierte Umfrage an deutschen Universitätskliniken hat ergeben, dass es seit der neuen Sprengkraftverordnung zunehmend zu gravierenderen Verwundungen kommt. Die Sprengkraftverordnung aus dem Jahr 2010 erlaubt pro Feuerwerksbatterie eine Sprengmasse von 500 Gramm der sprengkräftigen Zutaten statt vormals 200 Gramm.

Sollte es Silvester zu einer Augenverletzung kommen, „suchen Sie umgehend eine augenärztliche Notfallzentrale auf. Und tun Sie möglichst wenig selbst am Auge. Schon geringer Druck kann das Auge nachhaltig beschädigen“, warnt Prof. Dr. Thomas Reinhard, Ärztlicher Direktor der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. „Die schlimmsten Verläufe“, sagt er, „haben wir, wenn Alkohol im Spiel ist“. Denn wer erst eine Nacht seinen Rausch ausschläft, hat schlechtere Heilungsaussichten als jemand, der sofort die Augen-Ambulanz aufsucht.

Schutz vor Gehörschäden bieten Ohrstöpsel und eine sichere Entfernung vom Sprengkörper. Sollten dennoch nach der Silvesternacht Symptome wie Ohrengeräusche oder Hörminderung auftreten, rät Prof. Dr. Roland Laszig, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, zum Besuch eines HNO-Arztes: „Etwa 8.000 Deutsche tragen jährlich zum Jahreswechsel Schädigungen ihres Gehörs davon. Die meisten in Form eines sogenannten Knalltraumas. Die Symptome klingen zwar häufig ab, doch in vielen Fällen bleibt das Gehör für Monate, Jahre oder sogar lebenslang geschädigt.“

Der Augen- und HNO-Notdienst des Universitätsklinikums Freiburg ist zum Jahreswechsel 24 Stunden besetzt. Prof. Reinhard und Prof. Laszig haben jeweils Teams aus erfahrenen Spezialisten und Operateuren zusammengestellt, die in der Silvesternacht rund um die Uhr für Notfallverletzungen bereit stehen.

Kontakt:

Augen-Notfallpraxis in der Klinik für Augenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
Anmeldung Erdgeschoss
Telefon: 0761 270-40010

HNO-Ambulanz in der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Universitätsklinikum Freiburg
Killianstraße 5
Anmeldung Hauptgeschoss
Telefon: 0761 270-42010

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