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Freiburg, 17.07.2017

Adolf-Kußmaul-Preis für Freiburger Mediziner

Neuer Leiter der Interdisziplinären Gastrointestinalen Endoskopie am Universitätsklinikum Freiburg, Dr. Arthur Schmidt, wird für seine Studie zur endoskopischen Vollwandresektion geehrt

Dr. Arthur Schmidt, der seit Anfang Mai die Gesamtleitung der Interdisziplinären Gastrointestinalen Endoskopie (IGE) in der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg (Schwerpunkt: Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) angetreten hat, ist mit dem diesjährigen renommierten Adolf-Kußmaul-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde ihm auf der Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie Anfang Juli 2017 in Ludwigsburg überreicht. Die Auszeichnung erhält er für seine Studie zu endoskopischen Vollwandresektionen im unteren Teil des Verdauungstraktes, dem sogenannten Gastrointestinaltrakt. Bei der Vollwandresektion werden beispielsweise Tumore mit Hilfe eines Endoskops minimalinvasiv aus der Wand des Dickdarms entfernt. Die Studie wird in der gastroenterologischen Fachzeitschrift GUT erscheinen. Der Preis, der seit 1991 jährlich anlässlich der Tagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie verliehen wird, ist nach dem Gastroenterologen Adolf Kußmaul (1822-1902) benannt. Er wird speziell an junge Wissenschaftler verliehen.

„Mit Dr. Schmidt haben wir einen exzellenten interventionellen Endoskopiker für Freiburg gewinnen können, der das Methodenspektrum unserer Endoskopie mit neuen Verfahren erweitern und die Akademisierung der Endoskopie voranbringen wird“, sagt Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik II am Universitätsklinikum Freiburg. Sein Schwerpunkt liegt in der Etablierung und klinischen Untersuchung neuer endoskopischer Verfahren, wie beispielsweise der Vollwandresektion von gutartigen Hautgeschwülsten im Darm, sogenannten Adenomen und Polypen. Weiterhin liegt ein Schwerpunkt in der Anwendung neuer Verfahren zur Blutstillung, wie zum Beispiel OTSC-Clips. Diese Verschlüsse werden nach einer endoskopischen Vollwandresektion in das Gewebe eingesetzt, um die Blutung nach dem Eingriff zu stillen. „Ich freue mich auf meine  Aufgabe in Freiburg in einer hochmodern ausgestatteten Endoskopie, um dort gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen neue endoskopische Verfahren zu etablieren“, sagt Dr. Schmidt. Seine Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der operativen Endoskopie wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Zuletzt war Dr. Schmidt Ärztlicher Leiter der Endoskopie am Klinikum Ludwigsburg im Bereich von Prof. Dr. Karel Caca, einem in Deutschland führenden Experten für interventionelle Endoskopie. Neben der Endoskopie befasst er sich ausführlich mit dem Bereich der Gastrointestinalen Onkologie, in dem ihn die Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen zertifiziert hat. Seine Habilitation hat er diesen Monat in Heidelberg erfolgreich abgeschlossen.

Kontakt:
Dr. Arthur Schmidt
Leiter der Interdisziplinären Gastrointestinalen Endoskopie (IGE)
Klinik für Innere Medizin II
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-25424
arthur.schmidt@uniklinik-freiburg.de

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