Zu den Inhalten springen

Wir überwinden Grenzen

Freiburg, 15.01.2018

Festakt anlässlich der Gründung der Cochrane Deutschland Stiftung

Seit November 2017 existiert die vom Universitätsklinikum Freiburg gestiftete ‚Cochrane Deutschland Stiftung’. Die Stiftung wird durch die nachhaltige institutionelle Förderung des Bundesministeriums für Gesundheit in die Lage versetzt, die Aufgaben einer nationalen Cochrane Repräsentanz wahrzunehmen sowie durch systematischen, evaluierenden Wissenstransfer zu einer evidenzbasierten Gesundheitsversorgung in Deutschland beizutragen.  

Die offizielle Eröffnungsfeier, zur der Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen sind, findet statt
am Dienstag, 23. Januar 2018
von 17.30 Uhr bis 19 Uhr und anschließendem Empfang
im Hörsaal der Klinik für Frauenheilkunde
des Universitätsklinikums Freiburg
Hugstetter Str. 55, in Freiburg.
 

Die Feier wird ausgerichtet von der Stifterin, vertreten durch Prof. Dr. Dr. J. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, sowie der Cochrane Deutschland Stiftung, vertreten durch den Vorstand Prof. Dr. Gerd Antes (Wissenschaftlicher Vorstand) und Dr. Britta Lang (Geschäftsführender Vorstand). Das Programm finden Sie unten. Zur besseren Planung bitten wir um formlose Anmeldung unter u.kszuk@cochrane.de.  

Mit der Gründung der Stiftung und der parallelen Entwicklung eines universitären Instituts „Evidenz in der Medizin (für Cochrane Deutschland Stiftung)“ wird ein 25 Jahre währender Prozess in Deutschland abgeschlossen. Nach Archie Cochrane’s bahnbrechendem Buch „Effectivenes and Efficiency“ (1972), in dem er die Untersuchung aller medizinischen Maßnahmen durch vergleichende randomisierte Studien forderte, dauerten die Entwicklungsarbeiten der dafür nötigen Methodik bis Ende der 1980er Jahre. Nach dem notwendigen politischen Meinungsbildungsprozess wurde 1992 in Oxford, durch Großbritanniens Vorreiterrolle, ein nationales Cochrane Zentrum eingerichtet und eine breite unterstützende Struktur entwickelt.  

Die weitere Entwicklung verlief dann relativ rasch. Im folgenden Jahr wurden in sechs weiteren Ländern nationale Cochrane Zentren und damit die internationale Cochrane Collaboration gegründet. Deutschland war in dieser ersten Generation noch nicht vertreten, aber in dieser Zeit kam das zugrundeliegende Gedankengut auch nach Deutschland. Die Ausbreitung und die Einsicht, dass die Wissensakkumulation durch die Zusammenfassung der international durchgeführten Studien ein entscheidender und unverzichtbarer Schritt für Entscheidungen in der Medizin ist, benötigte dann jedoch noch ein paar Jahre, um schließlich 1998 zur Einrichtung des Deutschen Cochrane Zentrums in Freiburg zu führen. Im Folgejahr schloss sich die Gründung des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) an.  

Die folgenden zwei Jahrzehnte haben die Notwendigkeit, in der Welt des medizinischen Wissens global geeignete Strukturen für Studiendurchführung und -nutzung zu schaffen, immer klarer hervortreten lassen. Deutlich wurde auch, dass dieser globale Wissensaustausch nicht im Rahmen von Projektförderungen, sondern nur durch eine nachhaltige Finanzierung und die Schaffung tragender Strukturen etabliert werden kann. Das Universitätsklinikum Freiburg und das Bundesministerium für Gesundheit haben diesen Prozess nun mit der Gründung der Cochrane Deutschland Stiftung und der Bewilligung einer institutionellen Förderung abgeschlossen.     

Programm  
Grußworte
Prof. Dr. Dr. J. Rüdiger Siewert, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg
Prof. Dr. Dr. Hans-Jochen Schiewer, Rektor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Prof. Dr. Kerstin Krieglstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät
NN, Bundesministerium für Gesundheit
Mark Wilson, Chief Executive Officer, Cochrane International, London    

Keynote Lecture  
Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig
Erster Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft  

„Forschung, Entwicklung und Nutzenbewertung neuer Arzneimittel benötigen Fördermittel aus öffentlicher Hand und unverzerrte Evidenz aus klinischen Studien“    

Anschließend laden wir Sie zu einem Empfang ein.

zurück

Universitätsklinikum Freiburg

Zentrale Information
Telefon: 0761 270-0
info@uniklinik-freiburg.de

 

Für Presseanfragen:
Unternehmenskommunikation

Breisacher Straße 153
79110 Freiburg
Telefon: 0761 270-84830
Telefax: 0761 270-9619030
kommunikation@uniklinik-freiburg.de