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Wir überwinden Grenzen

Freiburg, 28.01.2019

Sicherheit von Patientendaten hat höchste Priorität

Universitätsklinikum Freiburg nimmt zweites Rechenzentrum in Betrieb

Laborergebnisse, CT- und MRT-Aufnahmen, Therapiedokumentation: Die Patientendaten an einem Klinikum sind hochsensibel. Sie müssen bestmöglich geschützt werden – und für laufende Behandlungen rund um die Uhr verfügbar sein. Um Datenschutz und Datensicherheit weiter auszubauen und den Schutz vor Ausfällen zu erhöhen, hat das Universitätsklinikum Freiburg im Januar 2019 ein zweites Rechenzentrum in Betrieb genommen. Somit werden sämtliche versorgungskritische Daten parallel an zwei voneinander unabhängigen Rechenzentrumsstandorten gespeichert, die das Universitätsklinikum Freiburg betreibt. Beide Rechenzentren verfügen neben einer hohen internen Absicherung über eine unabhängige Versorgung mit Strom und Notstrom, so dass selbst beim kompletten Ausfall eines Standorts ein sicherer und weitgehend unterbrechungsfreier Klinikumsbetrieb gewährleistet ist.

„Digitalisierung und Vernetzung sind zu wesentlichen Innovationstreibern in der Krankenversorgung geworden. Wir freuen uns, mit dem optimierten Datenmanagement die Entwicklungen der Informationstechnologie in vollem Umfang für die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten einzusetzen“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg.

Um technologisch und betriebswirtschaftlich die optimalen Rahmenbedingungen zu schaffen, nutzt das Universitätsklinikum Freiburg die neu erstellte Rechenzentrums-Infrastruktur der badenIT. Dabei stellt die badenIT den Betrieb der Infrastruktur sicher – dazu zählen Gebäude, Strom, Klimatisierung, unabhängige Stromversorgung und die Netzersatzanlage. Der Betrieb der Server, Datenspeicher und Netzwerkkomponenten liegt jedoch komplett in der Hand des Universitätsklinikums Freiburg.

„Für klinische Rechenzentren gelten nach dem IT-Sicherheitsgesetz besonders strenge Auflagen, die wir mit unseren zwei Rechenzentren bestens erfüllen“, sagt Dr. Michael Kraus, Leiter des Klinikrechenzentrums am Universitätsklinikum Freiburg. Das Rechenzentrum der badenIT wurde dafür in einzelne, abgetrennte Bereiche unterteilt, sogenannte Suiten. „Zu der Suite, die das Universitätsklinikum Freiburg angemietet hat, haben ausschließlich die Mitarbeiter des Klinikrechenzentrums Zutritt“, erläutert der Geschäftsführer der badenIT Peter Lais.

Technische Fakten zum neuen Rechenzentrum:

  • Die Suite des Universitätsklinikums Freiburg im Rechenzentrum der badenIT ist 75 Quadratmeter groß.
  • Die Server sind an das Netz des Universitätsklinikums Freiburg über zwei unabhängige Glasfaserstrecken angebunden. Dieses exklusive Glasfasernetz („dark fiber“) wird ausschließlich vom Universitätsklinikum Freiburg genutzt. Das sichert hohe Übertragungsraten, verschlüsselte Datenübertragung und eine direkte Kontrolle über den Datenfluss.
  • Die Suite besteht aus 16 Server-Türmen, sogenannten Racks, die jeweils 47 Höheneinheiten umfassen und fünf Kilowatt elektrischer Leistung aufnehmen. Die Racks werden über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) mit Strom versorgt. Eine Erweiterung um weitere acht Racks ist möglich. Untergebracht sind Speichersysteme für fast ein Petabyte Daten.
  • Das Rechenzentrum verfügt über einen hochverfügbaren Stromanschluss der über zwei getrennte Umspannwerke an das Mittelspannungsnetz der badenova angebunden ist. Als zusätzliche Rückfallebene steht eine stationäre Netzersatzanlage zur Verfügung.
  • Das Rechenzentrum wird mit Ökostrom aus 100 Prozent regenerativen Quellen betrieben.

Bildunterschriften:
Bild 1: Bestens gesichert: Die Rechenzentrums-Suite des Universitätsklinikums Freiburg.
Bild 2: Eröffnen das neue Rechenzentrum des Universitätsklinikums Freiburg: Dr. Michael Kraus, Leiter des Klinikrechenzentrums am Universitätsklinikum Freiburg, Peter Lais, Geschäftsführer der badenIT, und Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg (v.l.n.r.)
Bildrechte: Universitätsklinikum Freiburg

Kontakt:
Dr. Michael Kraus
Leiter Klinikrechenzentrum
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-22050
michael.kraus@uniklinik-freiburg.de


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