Zu den Inhalten springen

Wir überwinden Grenzen

Freiburg, 15.01.2016

Für immer? Nein! Medizinische Tattoo-Entfernung nimmt stark zu

Etwa jeder vierte Jugendliche in Deutschland ist tätowiert, Tendenz steigend. Auch eine große Tattoo-Messe am Wochenende in Freiburg spiegelt diese Entwicklung wider. Doch auch der Anteil derer, die die Nadelstiche später bereuen, nimmt zu – sei es aus gesundheitlichen oder ästhetischen Gründen. Heutzutage lassen sich mit hochmodernen Lasern viele Tattoos weitgehend rückstandsfrei und mit nur minimaler Verletzung der Haut entfernen. „Ein Tattoo ist schnell gestochen, aber mit den Konsequenzen kämpfen die Betroffenen oft sehr lange“, sagt der Dermatologe Dr. Hans Bayer, Oberarzt an der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg. Er ist Experte für die Behandlung und Laserentfernung von Tattoos.

Viele der Tätowierten möchte das Gestochene später aus persönlichen oder beruflichen Gründen wieder loswerden. Ob das vollständig gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Insbesonders farbige, beim Profi gestochene Tattoos, lassen sich schlechter entfernen. „Grundsätzlich kann man sagen: je dunkler die Farben, desto besser der Lasererfolg“, sagt Dr. Bayer. Die Laserbehandlung ist in der Regel relativ sicher und einfach, aber man benötigt mehrere Sitzungen und diese sind sehr schmerzhaft.

„Ich rate jedem, die Behandlung von einem Experten durchführen zu lassen und nicht bei einer Kosmetikerin oder im Tattoo-Studio. Denn wenn es zu Komplikationen wie Blasen- oder Narbenbildung kommt, braucht man einen Arzt, der damit umzugehen weiß“, sagt Dr. Bayer.

Darüber hinaus kann auch das Tattoo selbst gesundheitlich problematisch werden. Mangelnde Hygiene in der Nachsorge kann beispielsweise zu einer Entzündung der Hautstelle führen. Zudem können einzelne Bestandteile der Tätowierfarben Allergien auslösen. „Besonders bei der Farbe Rot kommt es immer wieder zu chronischen allergischen Entzündungsreaktionen. Im Extremfall muss ein solches Tattoo sogar operativ entfernt werden und der entstehende Hautdefekt durch eine Hautverpflanzung gedeckt werden“, erklärt Dr. Bayer.

Die Dauer einer Laserbehandlung und damit auch die Kosten hängen stark vom Tattoo ab und bewegen sich im Bereich weniger hundert bis mehrerer tausend Euro. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel weder Kosten bei der Behandlung von Komplikationen noch bei der Entfernung eines Tattoos.

Kontakt:
Dr. Dr. Hans Bayer
Oberarzt
Klinik für Dermatologie und Venerologie
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-67010
hans.bayer@uniklinik-freiburg.de 

zurück

Universitätsklinikum Freiburg

Zentrale Information
Telefon: 0761 270-0
info@uniklinik-freiburg.de

 

Für Presseanfragen:
Unternehmenskommunikation

Breisacher Straße 153
79110 Freiburg
Telefon: 0761 270-84830
Telefax: 0761 270-9619030
kommunikation@uniklinik-freiburg.de