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Gesunde Zähne - Teil II

Zahnheilkunde
Bild eines Zahns

Fluoridhaltige Zahnpasta hilft den natürlichen Zahnschmelz zu erhalten, damit die Zähne lange gesund bleiben (Foto: ponsulak/Fotolia)

Nachdem in Teil I über die richtigen Zahn-Putz-Techniken und Zahnpflegeprodukte informiert wurde, beantwortet Professor Dr. Petra Ratka-Krüger, Leiterin der Sektion Parodontologie in der Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie des Universitätsklinikums Freiburg, im Interview Teil II spannende Fragen zur Ernährung und zum Zahnschmelzabbau.

Im Fokus: Was halten Sie von elektrischen Zahnbürsten? Oder anders gefragt, bevorzugen Sie die Handzahnbürste oder die Elektrische?

Prof. Dr. Ratka-Krüger: Ich selber benutze beides. Wer aber Probleme mit der Zahnputztechnik hat und in kürzerer Zeit mehr Plaquebeseitigung möchte, dem würde ich eine elektrische Zahnbürste empfehlen. Derjenige, der mit einer Handzahnbürste gut klar kommt, der braucht nicht zwingend umzusteigen.

Im Fokus: Wie sind die beliebten bunten und süßen Zahnpasten für Kinder zu bewerten?

Prof. Dr. Ratka-Krüger: Der Geschmack einer Zahnpasta sollte Kinder prinzipiell nicht vom Zähneputzen abhalten. Jedoch sollte Zahnpasta nicht so gut schmecken, dass sie vom Kind geschluckt wird. Die gängigen Zahnpastahersteller bemühen sich hier um einen guten Mittelweg. Wichtig ist bei Kinderzahnpasta, dass sie Fluorid enthält und dass nur eine etwa erbsengroße Menge auf die Zahnbürste gegeben wird.

Im Fokus: Helfen Zahnpasten mit regenerierenden Eigenschaften wirklich, den Zahnschmelzabbau zu beeinflussen oder handelt es sich bei diesen vielversprechenden Pasten um überteuerte Normalprodukte?

Prof. Dr. Ratka-Krüger: Neben Fluoriden kommen heute auch alternative Wirkstoffe in Zahnpasten zum Einsatz. Sie sollen eine Schutzschicht, ähnlich dem Schmelz, auf dem Zahn bilden und diesen vor mechanischen und chemischen Einflüssen schützen. Auch sollen neuartige Wirkstoffe die Mineraleinlagerung in frühen Kariesschäden verbessern und so den Schmelz heilen. Erste wissenschaftliche Studien zeigen das große Potential dieser neuen Therapieoptionen. Eine abschließende klinische Bewertung dieser Produkte ist jedoch auf Grund der niedrigen Anzahl an klinischen Studien noch nicht möglich.

Im Fokus: Wie gefährlich sind säurehaltige Produkte wie Cola und Rhabarber für die Zähne?

Prof. Dr. Ratka-Krüger: Wenn beides in Maßen genossen wird, gibt es kein Problem. Nur bei häufigem Genuss von säurehaltigen Speisen und Getränken kann es zu nicht kariesbedingten Zahnschädigungen, den sogenannten Säureerosionen, kommen. Unmittelbar nach dem Verzehr von Obst oder säurehaltigen Getränke, sollten die Zähne daher nicht gereinigt werden. Nach etwa einer halben Stunde ist der Säuregehalt durch den Speichel wieder ausgeglichen – und die Zähne können wieder geputzt werden.

Im Fokus: Sind Mundspülungen hilfreich und empfehlen Sie eine Fluoridierung bei Erwachsenen?

Prof. Dr. Ratka-Krüger: Der Einsatz von Spüllösungen wird bei Erkrankungen des Zahnfleischs zur vorübergehenden Unterstützung der Therapie empfohlen. Auch bei hohem Kariesrisiko oder empfindlichen Zahnhälsen sind spezielle Mundspüllösungen hilfreich. Die zusätzliche Pflege der Zähne mit Fluoridgel ist eine wirksame kariesvorbeugende Maßnahme und sollte wöchentlich durchgeführt werden.

Kontakt:
Klinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie
Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg
Telefon: 0761 270-48850
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