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Die Zwiebel: Schmackhaft und heilsam

Naturheilkunde

Die Zwiebel ist nicht nur ein bewährtes Hausmittel. Sie hilft auch gegen Narbenbildung. © azurita/Fotolia

Sie wirkt entzündungshemmend, hilft bei der Narbenrückbildung und ist ein bewährtes Hausmittel gegen Husten und Ohrenschmerzen: die Zwiebel. Sie ist die Heilpflanze des Jahres 2015, gekürt vom  Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim – besser bekannt als Paracelsus. Zwiebeln gibt es in verschiedenen Ausführungen: Weiße und rote Zwiebeln, Schalotten, Silberzwiebeln und Lauchzwiebeln.

Als Hausmittel ist die Zwiebel vielen bekannt. „Bei Husten und Bronchitis gilt Zwiebelsaft oder Zwiebelsirup zusammen mit Milch und Honig als bewährtes Hausmittel“, sagt Privatdozent Dr. Roman Huber, Leiter des Uni-Zentrums Naturheilkunde am Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Freiburg. „Der Zwiebelsaft ist mit der Einnahme mit Milch und Honig für Kinder angenehmer. Zudem wirkt Milch beziehungsweise Honig lindernd auf den Hustenreiz.“ Für den Zwiebelsaft werden ein oder zwei Zwiebeln in Scheiben geschnitten und in ein Glas mit Schraubverschluss gelegt. Dazu etwas Zucker geben, so dass die Zwiebeln gut abgedeckt sind. Auch bei einer Ohren- und Halsentzündung wird die Zwiebel eingesetzt. Für einen Zwiebelwickel  werden klein gehackte Stückchen scharfer Zwiebeln in eine Socke oder ein dünnes Baumwolltuch gepackt und mit dem Nudelholz gedrückt, bis Saft austritt. Das Säckchen wird dann auf das betroffene Ohr oder den Hals gelegt. Die Zwiebeldämpfe sollen Keime abtöten und die Scharfstoffe in der Zwiebel regen die örtliche Durchblutung an. Die Wirkstoffe in der Zwiebel helfen auch bei Wespenstichen. Durch das Auflegen einer Zwiebelhälfte auf den Wespenstich wird eine  Schwellung verhindert. In der Praxis hat sich diese Methode schon oft bewährt, Studien dazu gibt es dafür allerdings nicht.

Die Wirkung der Zwiebel auf den Cholesterinspiegel wurde hingegen schon getestet: Wer reichlich rote Zwiebeln isst, kann damit laut einer neuen klinischen Studie seinen Cholesterinspiegel senken. Wie das geschieht, ist aber noch nicht abschließend gesichert. Für die Studie haben Probanden täglich 100 Gramm rohe Zwiebeln gegessen. „Da der Zwiebelgeruch nicht nur über den Mund sondern auch über die Haut ausgeschieden wird, lässt sich wenig dagegen machen. Gegen Mundgeruch helfen am besten Pfefferminzbonbons“, sagt Dr. Huber. Eine weitere besondere Wirkung hat Zwiebelextrakt. Dieser hilft als Salbe aufgetragen gegen übermäßige Narbenbildung. Dass die Narben dadurch blasser werden und weniger erhaben wirken, ist in mehreren Studien gezeigt worden.

In der Zwiebel sind entzündungshemmende und antimikrobiell wirkende (gegen Krankheitserreger wirksame) Inhaltsstoffe enthalten. „Scharfe Zwiebeln haben einen besonders hohen Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäurenn, die in die entzündungshemmenden und antimikrobiellen Stoffe umgebaut werden“, sagt Dr. Huber. Besonders zu erwähnen ist das Alliin, das auch im Knoblauch vorkommt. Es ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die an der Luft rasch in verschiedene Bestandteile wie Allicin und andere Haut- und Tränenreizende Schwefelverbindungen umgebaut wird. „Diese verfügen auch über die antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften sind aber leider auch für die unangenehmen Ausdünstungen nach reichlich Konsum von Zwiebeln verantwortlich“, sagt Dr. Huber.  

 

Für alle, die in Zukunft noch mehr Zwiebeln essen möchten, gibt es hier ein Rezept für einen Zwiebelsalat:  

Zutaten:

3 große Zwiebeln, rot

3 EL Zucker

9 EL Wasser

3 kleine Äpfel, geschält, klein geschnitten oder geraspelt

3 EL Mayonnaise

100 ml süße Sahne

5 kleine Gewürzgurken, klein geschnitten  

 

Zubereitung:

Die Zwiebeln hacken. In einer Schüssel mit Deckel mit drei Esslöffel Zucker bestreuen und mit dem Wasser begießen, gut umrühren. In den Kühlschrank stellen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen (es reicht, wenn man etwas auf die Oberfläche der Zwiebelmasse drückt und an der Ecke abgießt), die Mayonnaise und die Sahne, sowie die klein geschnittenen Äpfel und Gürkchen dazugeben, umrühren und dann entweder gleich genießen oder noch etwas ziehen lassen. Der Salat ist sehr gut vorzubereiten und schmeckt kühl gelagert auch nach zwei Tagen noch sehr frisch. Dazu passt frisches Brot.

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