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Onkologie

Sich regelmäßig austauschen, Mut zusprechen und Kraft tanken: In der Selbsthilfegruppe "Jung und Krebs" treffen sich junge Menschen mit Krebs. © Jung und Krebs

(02.03.2016) Sich austauschen, Mut zusprechen, zusammen lachen oder einfach Kraft tanken: In der Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ treffen sich junge Menschen mit Krebs. Gründer Carsten Witte berichtet im Interview, was ihn bewegt hat, die Selbsthilfegruppe zu gründen.

Herr Witte, wie kam es dazu, dass Sie die Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ gegründet haben?

Als ich während meiner Chemotherapie auf einer Station der Uniklinik lag, hatte ich nur zu älteren Patienten Kontakt. Sich mit Patienten in meinem Alter auszutauschen, war leider nicht möglich. Somit bin ich auf die Idee gekommen, eine Selbsthilfegruppe speziell für junge Menschen mit Krebs zu gründen, da man im gleichen Lebensabschnitt steckt und das Leben noch vor sich hat. Das war im Dezember 2014. Gleichzeitig habe ich mit sieben weiteren Menschen auch einen Verein mit dem Namen „Jung und Krebs e.V.“ gegründet, damit wir unter anderem Veranstaltungen zu diesem Thema organisieren können.

Wie sieht der Austausch in der Selbsthilfegruppe genau aus?

Wir treffen uns für lockere Gesprächsrunden, die an verschiedenste Aktivitäten angelehnt sind, zum Beispiel gemeinsam kochen oder Essen gehen. Zusätzlich treffen wir uns aber auch, um seriöse Themen zu besprechen. Dafür nutzen wir oft die Räumlichkeiten des Selbsthilfebüros. Es geht einfach darum, sich kennenzulernen, sich mit anderen auszutauschen, die vielleicht ähnliches erlebt haben oder noch vor sich haben. Andere junge Krebspatienten können wahrscheinlich eher nachvollziehen, was man durchmacht, als Angehörige oder Freunde, die nicht an Krebs erkrankt sind.

Gibt es spezielle Themen bei den Treffen?

Ja, ich plane auch mal Leute einzuladen, die einen kleinen Vortrag über Themen wie Therapie oder Ernährung halten. Aber es werden vor allem Themen besprochen, die uns auf dem Herzen liegen. Da kommen dann Fragen auf wie: „Wie sehr hat sich unser Freundeskreis verändert“ oder „Kann ich meinen Kinderwunsch erfüllen“?

Was wünschen Sie sich in Bezug auf die Selbsthilfegruppe?

Dass sich jeder einzelne Betroffene nicht mehr alleine fühlt und nach jedem Treffen gestärkt nach Hause geht. Dass alle durch regelmäßigen Austausch voneinander profitieren und Ältere an Jüngere ihre Erfahrung weitergeben. Und dass die, die gerade besonders viel Kraft haben, sie an andere weitergeben können. Vielleicht kann man sich später auch mit anderen Vereinen vernetzen und dadurch besser bestimmte Informationen an Betroffene weitergeben.

Ist dieses Jahr ein weiteres Fest geplant wie im vergangenen Jahr die „Hommage ans Leben“?

Auf jeden Fall! Wir planen ein Fest mit dem Motto „Sommer Hommage“. Das wird ein großes Fest mit Redebeiträgen zu verschiedenen Themen, viel Musik und Tanz. Wir wollen damit junge Menschen mit Krebs wachrütteln und einfach Lebensfreude versprühen.      

Zur Person: Carsten Witte ist 29 Jahre alt, gebürtig aus Brandenburg, 2011 bekam er die Diagnose „Knochentumor am linken Arm“, im Verlauf der Nachuntersuchungen drei Lungenmetastasen. Er ist Student und Mitarbeiter des SC Freiburg sowie Sänger bei der Soulfamily Freiburg.

Kontaktinfo: Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe „Jung und Krebs“ freuen sich auf neue Leute, weitere Infos unter: www.jung-und-krebs.de

E-Mail: jungundkrebs@gmail.com

Facebook:  https://www.facebook.com/jungundkrebs/


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