Zu den Inhalten springen

Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Hämatopoetische Stammzelltransplantation

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation hat sich zu einem festen Bestandteil in der Behandlung bösartiger Bluterkrankungen entwickelt. Insbesondere im pädiatrischen Bereich gibt es aber auch eine Reihe von zwar nicht bösartigen, aber dennoch lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie z. B. angeborene Anämien oder Immundefekte, die mit einer Stammzelltransplantation geheilt werden können. An der Freiburger Universitäts-Kinderklinik konnte die Stammzelltransplantation 1994 nach Bezug des Hauses Feldberg eingeführt werden. Im ersten Jahr und in den Folgejahren wurden hauptsächlich autologe Transplantationen durchgeführt. Bei der autologen Transplantation erhält der Patient nach einer Hochdosischemotherapie seine eigenen, ihm zuvor entnommenen, Stammzellen zurück. Diese Form der Behandlung wird in der Kinderonkologie bei einigen Tumoren, wie z.B. bei den fortgeschrittenen Stadien des Neuroblastoms oder des Ewing-Sarkoms, eingesetzt. Bei Leukämien müssen hingegen gesunde Stammzellen von einem passenden Geschwister oder einem freiwilligen Fremdspender übertragen werden. Diese allogene Transplantation birgt mehr Risiken, die für den Patienten im Einzelfall lebensbedrohlich oder gar tödlich sein können.

Das Konzept der Freiburger Kinderonkologie sieht eine flexible Nutzung aller Zimmer auf der onkologischen Station je nach aktuellem Bedarf vor. Mit der Eröffnung des Anbaus an Haus Feldberg im Jahr 2005 sind 3 neue Patientenzimmer fertig gestellt worden, die ebenfalls für die Stammzelltransplantationen benutzt werden können. Insgesamt stehen damit jetzt 5 mit einer Schleuse und einem Luftfilter ausgestattete Transplantationszimmer zur Verfügung.

Bis Ende 2004 sind am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin 152 Kinder und Jugendliche allogen, d.h. von einem Geschwister oder Fremdspender, transplantiert worden. Bei ca. einem Viertel der Patienten lag eine angeborenen Bluterkrankung oder ein Immundefekt vor, die Mehrzahl der Patienten aber war an einer Form von Leukämie erkrankt. Da ein Erfahrungsschwerpunkt unser Klinik bei den myelodysplastischen Syndromen (MDS) und der juvenilen myelomonozytären Leukämie (JMML) liegt, werden uns Kinder mit diesen Krankheiten oft auch von überregional zur Behandlung zugewiesen. Im Rahmen der Studienarbeit konnten wir in den letzten Jahren bei diesen Leukämieformen große Fortschritte erzielen. Bei der JMML ist eine Heilung überhaupt nur mit einer Stammzelltransplantation möglich. Die Heilungschance mit Transplantation lag vor 15 Jahren bei ca. 30 %, heute ist sie doppelt so hoch. Ähnliche Fortschritte zeigten sich auch bei der Behandlung des MDS.

Oberärztin

Dr. Brigitte Strahm

E-Mail: brigitte.strahm@uniklinik-freiburg.de
Tel.: 0761 / 270 - 46 280
Fax: - 45 180

Funktionsoberarzt

Dr. Thomas Vraetz

E-Mail: thomas.vraetz@uniklinik-freiburg.de
Tel.: 0761 / 270 - 45 490
Fax: - 45 540

SZT-Koordination

Ruth Fehrenbach-Blug

Tel.: 0761 / 270 - 46 210
Fax: - 46 230