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Klinik für Neuropädiatrie und Muskelerkrankungen

Pädiatrische Epilepsieforschung

Bei Patienten mit Epilepsie ist es nicht immer möglich festzustellen, in welchem Hirnareal epileptische Anfälle entstehen. Auch eine prognostische Einschätzung des Epilepsieverlaufs kann schwierig sein.

Ziel der Arbeitsgruppe „Pädiatrische Epilepsieforschung“ ist es, die diagnostischen Möglichkeiten von Patienten mit Epilepsie zu verbessern. Hierfür werden epileptische EEG-Muster analysiert. Dabei versucht man, Hirnstrukturen zu  identifizieren, die für die Entstehung von epileptischen Anfällen verantwortlich sind. Zusätzlich werden verschiedene EEG-Muster daraufhin untersucht, ob sie als prognostische Biomarker für den weiteren Epilepsieverlauf der Patienten verwendet werden können.

Ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Analyse von Hochfrequenz-Oszillationen (HFO) im intrakraniellen EEG. Diese Oszillationen liegen zwischen 80-500Hz und treten vor allem über epileptischen  Hirnarealen auf. Unsere Arbeitsgruppe hat es sich als Ziel gesetzt, HFO also klinische Biomarker für epileptogene Areale und die Krankheitsaktivität der einzelnen Patienten zu etablieren. Daten für diese Analysen werden im Epilepsiezentrum des Neurozentrums erhoben und stammen von Patienten mit therapierefraktären Epilepsien. In solchen Fällen werden intrakranielle Elektroden, Oberflächenelektroden und Kombinationen von beidem platziert, um EEGs über mehrere Tage aufzuzeichnen. Außerdem werden EEGs in einem Rattenmodell zur chronischen Epilepsie aufgezeichnet und ausgewertet.
Ein zweiter Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die Analyse von simultanen EEG und funktionellen MRT-Untersuchungen. Die Kombination der hohen räumlichen Auflösung des MRTs und der hohen zeitlichen Auflösung des EEGs erlaubt bei dieser Methode eine Darstellung der durch epileptische Spikes ausgelösten metabolischen Veränderungen im gesamten Gehirn, vor allem auch in den tieferliegenden Hirnstrukturen.

Seit kurzen ist es in Freiburg möglich mit einer neuen MRT Sequenz funktionelle MRTs mit einer zeitlichen Auflösung von 100ms durchzuführen. Diese Methode nennt sich MREG (Magnetresonanz-Enzephalographie). Sie wurde von unserer Arbeitsgruppe zum ersten Mal in Kombination mit dem EEG durchgeführt. Durch die hohe zeitliche Auflösung ist eine deutlich verbesserte Darstellung epileptogener Netzwerke möglich.

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