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Klinik für Pneumologie

Klinische Schwerpunkte

Klinik für Pneumologie

Weaning
Entwöhung von der Beatmung

In Zusammenarbeit mit der mit Klinik für Innere Medizin III besteht ein interdisziplinäres Weaning-Konzept. Hierbei werden bereits Patientinnen und Patienten auf den internistischen Intensivstationen Heilmeyer 1 und Heilmeyer 2 pneumologisch mitbetreut, so dass der Prozess der Beatmungsentwöhnung bereits auf den Intensivstationen begonnen wird.

Die Klinik für Pneumologie verfügt auf der Bettenstation Brehmer über IMC-Betten, auf welchen unter Weiterführung einer kontinuierlichen Überwachung Beatmungsentwöhnung nach Langzeitbeatmung fortgesetzt werden kann. Der IMC-Standard ermöglicht ermöglicht zum einen eine weitere engmaschige apparative Überwachung der Patienten und zum anderen einen genügend hohen Personalschlüssel, um eine adäquate pflegerische und ärztliche Betreuung zu ermöglichen. Jedes dieser Betten verfügt über eine Monitoranlage, die die Messung von Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz ermöglicht, so dass alle Patienten jederzeit überwacht sind.

 

 

Ausstattung

  • Jeder Weaning-Platz ist mit einem Monitor versehen, der die Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und Sauerstoffsättigung jederzeit gewährleistet. Bei Bedarf kann zudem eine Kapnometrieeinheit angeschlossen werden, die den CO2-Partialdruck misst.
  • Die Monitoreinheit ist mit einer zentralen Überwachung sowie mit mobilen Empfangsgeräten verbunden, so dass Alarme jederzeit zentral und direkt von dem zuständigen Fachpersonal wahrgenommen werden können.
  • Es stehen unterschiedliche Beatmungsgeräte zur Verfügung, welche zum Teil den Anforderungen von Intensiv-Respiratoren genügen. Darüberhinaus stehen auch Beatmungsgeräte zur Verfügung, die für die Heimbeatmung zugelassen sind. Diese ermöglichen eine bessere Mobilität der Patienten.
  • Für jedes Zimmer stehen spezielle Betten zur Verfügung, die verschiedene Lagerungen bis hin zur Mobilisation des Patienten in den Sitz und ggf. sogar Stand ermöglichen.
  • Zudem stehen verschiedene weitere Mobilisationshilfen zur Verfügung, um Patientinnen und Patienten bestmöglich mobilisieren zu können, auch wenn die körpereigene Kraft noch fehlt.  

Leistungsspektrum

Um die schwer kranken Patientinnen und Patienten schnellstmöglich von der Beatmung entwöhnen zu können und ihnen eine Rückkehr in ein normales Leben ermöglichen zu können, arbeiten wir interdisziplinär in einem Team zusammen.

  • Das Pflegepersonal auf der Station verfügt über langjährige Erfahrung in der Betreuung von beatmeten Patienten und unterstützt die Patienten auf dem Weg zum selbständigen Atmen.
  • Unsere Atmungstherapeuten sind intensivmedizinisch erfahrene Pflegekräfte, welche sich in einer zusätzlichen Qualifikation mit den Besonderheiten der Beatmungstherapie vertraut gemacht haben. Sie unterstützen das ärztliche und pflegerische Team bei der Arbeit.
  • An sechs Tagen in der Woche ist eine physiotherapeutische Betreuung der Patientinnen und Patienten durch die Abteilung für Physiotherapie. Hierbei wird individuell für die Patienten eine Therapie angeboten, welche von einer reinen passiven Bewegung bis hin zur Mobilisation in Stand und Gang reichen kann.
  • In Zusammenarbeit mit der Logopädie der Klinik für HNO bieten wir zudem ein spezielles Schlucktraining an.

 

Die Integration der Weaning-Plätze in die Bettenstation der Pneumologie hat den Vorteil, dass auch nach erfolgreicher Entwöhnung von der Beatmung die Patientinnen und Patienten weiterhin auf der Station bleiben können. Hierdurch kann eine kontinuierliche Weiterbetreuung auf nach Beendigung des Weanings gewährleistet werden.

Oberarzt

Dr. Björn Frye

Telefon:      +49 (0)761 270-37310
Telefax:      +49 (0)761 270-73580
E-Mail:        bjoern.christian.frye@uniklinik-freiburg.de

Oberarzt

Dr. Thomas Köhler, MPVD, MPH

Telefon:     +49 (0)761 270-37200
Telefax:     +49 (0)761 270-73580
E-Mail:       thomas.koehler@uniklinik-freiburg.de 

Gerne übernehmen wir Patientinnen und Patienten aus anderen Krankenhäusern, bei denen sich die Beatmungsentwöhnung schwierig gestaltet.

Hierfür stehen Ihnen die Oberärzte Dr. B. Frye und Dr. T. Köhler als Ansprechpartner zur Verfügung (siehe auch oben).

 

 

Übernahme-Anfrage

Alternativ können Sie uns auch den nebenstehenden Übernahmebogen ausgefüllt zukommen lassen, am besten per Fax (+49 (0)761-27037040). Wir melden uns dann zeitnah bei Ihnen zurück.

Download

Ihre Angehörige / Ihr Angehöriger liegt als Weaning-Patient auf unserer Station und Sie sind besorgt und haben viele Fragen, die wir Ihnen zum Teil hier zu beantworten versuchen. Aber natürlich können Sie sich auch immer an das Personal auf Station mit Ihren Fragen wenden.

Was bedeutet weaning?

Weaning bezeichnet die Entwöhnung , in diesem Fall von der Beatmung. Aufgrund einer schweren Erkrankung musste Ihre Angehörige / Ihr Angehöriger intubiert und beatmet werden. Jetzt sind viele medizinische Probleme kontrolliert, jedoch ist es bisher nicht gelungen, sie / ihn von der Beatmung zu entwöhnen. 

Hierfür kann es mehrere Gründe geben, z.B.:

  • Die Lunge war bereits vorher erkrankt, manchmal ohne dass sich die Betroffene / der Betroffene dessen bewusst war. Durch die zurückliegende Zeit und die Erkrankungen ist die Lunge noch geschwächt und braucht länger, um sich zu erholen.
  • Die Zeit auf der Intensivstation hat die Nerven und Muskulatur geschwächt, so dass diese langsam erst wieder trainiert werden muss.

 

In jedem Fall sollten Sie es als etwas Positives sehen, dass Ihre Angehörige / Ihr Angehöriger von der Intensivstation verlegt werden konnte.

Wie lange dauert der Aufenthalt?

Diese Frage lässt sich nur schwer beantworten. Manchmal gelingt es uns, innerhalb weniger Tage die Beatmungsunterstützung zu reduzieren, in anderen Fällen dauert es länger.

Wir werden Sie jedoch regelmäßig über die Fortschritte informieren. Seien Sie jedoch mit Ihrer Angehörigen / Ihrem Angehörigen nicht zu ungeduldig.

Gibt es Besuchszeiten?

Wir haben auf der Station keine festen Besuchszeiten. Jedoch ist es für Ihre Angehörige / Ihren Angehörigen wichtig, dass ein Tag-Nacht-Rhythmus existiert, so dass wir darum bitten, von Besuchen am späten Abend abzusehen.

Prinzipiell ist es im Stationsalltag so, dass v.a. am Vormittag die Patientinnen und Patienten viel beschäftigt sind (Körperpflege, Visite, Untersuchungen etc.), so dass sich die Nachmittage als gute Besuchszeitpunkte bewährt haben.

Sollten Sie einen langen Anfahrtsweg haben und zeitlich sehr limitiert sein, können Sie gerne auf der Station anrufen, um sich zu erkundigen, ob bestimmte Besuchszeiträume passend sind.   

Wie kann ich helfen?

Für Ihre Angehörige / Ihren Angehörigen ist es wichtig, nach der langen Zeit auf der Intensivstation wieder in ein normaleres Leben zurückzukehren. Hierzu zählen z.B.:

  • Sie als Angehörige: Vertraute Personen um sich zu wissen, bekannte Stimmen zu hören oder von der Familie, von der Nachbarschaft und von Freunden erzählt zu bekommen, kann dabei helfen.
  • Fotos von nahen Angehörigen, Haustieren oder Lieblingsgegenständen gestalten die Zimmeratmosphäre persönlicher.
  • Pflegemittel, die zu Hause verwendet werden, z.B. Shampoo, Duschgel, Körperlotion oder ähnliches, kann z.B. zur Körperpflege mitverwendet werden und so einen bekannten Geruch verbreiten.
  • Lieblingsmusik, ein Hörbuch oder vorgelesene Texte schaffen eine Abwechselung zu der täglichen Routine.

 

Bei all Ihren Sorgen und Bemühungen versuchen Sie aber, Ihre Angehörige / Ihren Angehörigen nicht zu viel zuzumuten. Auch Ruhephasen gehören zu dem Prozess der Gesundung. Insbesondere seien Sie vorsichtig bzw. fragen uns vorher, wenn es um folgende Aspekte geht:

  • Mobilisation: Ihre Angehörige / Ihr Angehöriger ist unter Umständen an wichtige Infusionen, Sauerstoff oder die Beatmungsmaschine angeschlossen, bei der selbständigen Mobilisation können sich diese lösen.
  • Verabreichung von Nahrungsmitteln: Häufig bei Patienten nach einer Langzeitbeatmung sind Schluckstörungen, welche zu einem versehentlichen Verschlucken von Nahrung oder Flüssigkeiten führen können. Deswegen sprechen Sie uns bitte an, bevor Sie Ihrer Angehörigen / Ihrem Angehörigen Nahrungsmittel verabreichen.

Klinik für Pneumologie

Killianstraße 5
79106 Freiburg

Kontaktmöglichkeiten

Privatpatienten:
Frau C. Marschner
Telefon: +49 (0)761 270-37060
Telefax: +49 (0)761 270-37040
direktion-pneumologie@uniklinik-freiburg.de

Ambulante Patienten:
Frau A. Baumgart
Frau G. Armbruster
Telefon: +49 (0)761 270-37090
Telefax: +49 (0)761 270-73580
ambulanzen-pneumologie@uniklinik-freiburg.de

Stationäre Patienten:
Frau G. Lorenscheit
Telefon: +49 (0)761 270-74100
Telefax: +49 (0)761 270-37930
station-pneumologie@uniklinik-freiburg.de 

Patienten für das Schlaflabor:
Frau Andrea Barhofer-Wunderle
Frau Margerita Martens
Telefon:      0761 270-37110
Telefax:      0761-270-74090       
schlaflabor-pneumologie@uniklinik-freiburg.de