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Wir überwinden Grenzen

Durch Grippe-Impfung sich und andere schützen

Infektiologie

(20.12.2017) An einer echten Grippe zu erkranken, kann vor allem für ältere Menschen und Risikopatienten lebensgefährlich sein. Mit einer Impfung kann man sich selbst und andere vor der Infektion und Komplikationen schützen.

Plötzliches hohes Fieber, Bronchitis, Kopf- und Gliederschmerzen  sind typische Beschwerden einer „echten“ Grippe durch Influenzaviren. „Jeder, der sich gegen Grippe impfen lassen kann, sollte das auch tun“, appelliert Professor Dr. Hartmut Hengel, Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Freiburg und bisheriges Mitglied der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut. Denn anders als ein grippaler Infekt ist die Grippe eine schwere Erkrankung, die vor allem bei geschwächten Menschen lebensbedrohlich sein kann.

„Diese Menschen profitieren davon, wenn sich viele andere impfen lassen. So sinkt die Virusausbreitung und damit das Risiko einer Ansteckung. Aus diesem Grund ist das Impfen ein Akt der Solidarität“, sagt der Virologe.

Eine Impfung kann vor Grippe schützen. So wird auch die Ansteckungsgefahr für Menschen gesenkt, die sich nicht impfen lassen können. © DPix Center - Fotolia

Für wen ist die Impfung besonders wichtig?

Krankenhauspersonal, Menschen ab 60 Jahren sowie bestimmte Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen. Dazu zählen Schwangere, Menschen mit Abwehrschwäche, Herz- und Atemwegserkrankungen oder Diabetes. Bei kleinen Kindern und Risikopatienten kann die Infektion sogar tödlich enden. „Die Impfung kann die Ansteckungsgefahr deutlich reduzieren. Kommt es trotzdem zu einer Infektion, ist der Krankheitsverlauf meist wesentlich schwächer“, sagt Professor Hengel.

Damit der Impfstoff gegen die aktuellen Virustypen möglichst gut schützt, wird er jährlich angepasst. Darum muss eine Grippe-Impfung regelmäßig aufgefrischt werden. Die jährlichen  Impfungen haben aber auch einen Langzeit-Effekt. „Regelmäßige Auffrischungen schützen dauerhaft noch besser als unregelmäßiges oder einmaliges Impfen“, sagt der Freiburger Virologe. „Aber es ist nie zu spät, damit anzufangen.“  

Händewaschen unterbindet den wichtigsten Ansteckungsweg

Um Infektionen vorzubeugen, hilft es außerdem, sich regelmäßig die Hände zu waschen und gerade während Erkältungszeiten auf Händeschütteln zu verzichten. Denn übertragen wird das Influenza-Virus durch Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen oder wenn Viren von der Schleimhaut bzw. Sekreten der Nase und der Augen  über die Hände weitergegeben werden.

Bei Symptomen zum Arzt oder zuhause bleiben?

Kinder, Schwangere und Patienten mit Grunderkrankungen sollten bei Verdacht auf Grippe immer einen Arzt aufsuchen. Bei anderen Patienten ist zunächst Bettruhe und körperliche Schonung wichtig. „Hält das hohe Fieber mehr als einen Tag an, treten Ohrenschmerzen auf oder ist das Allgemeinbefinden stark eingeschränkt, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden“, rät Professor Hengel.

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