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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

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Gestaltungstherapie

»Wer malt und gestaltet, zu Papier, Farben und Ton oder Stein greift, begibt sich in den kreativ-künstlerischen Raum. Die Konzentration richtet sich auf das Eigene, die äußere Welt ist in den Hintergrund getreten.
Im Rahmen der Gestaltungstherapie/Klinischen Kunsttherapie gewinnt dieses Handeln eine besondere Qualität. Im geschützten Rahmen einer therapeutischen Beziehung wird die bildhafte Gestaltung zum Ausdrucksträger der psychischen Innenwelt des Patienten. Affektives wie emotionales Erleben nehmen Form und Gestalt an, werden zu einem gestalteten und damit anschaubaren Gegenüber.
… Die Auseinandersetzung mit dem Gestalteten gewährleistet die therapeutische Beziehung …«
  DAGTP e.V. 2010


Die folgenden störungsspezifischen Gruppen werden, jeweils an 2 Terminen pro Woche, für maximal acht Teilnehmer angeboten:

4 - 6 Sitzungen (Motivationsbehandlung) für Patienten, die sich im qualifizierten Entzug befinden, mit zwei Terminen pro Woche

Thematische Schwerpunkte:

  • Annäherung an die eigenen Emotionen
  • Stabilisierung, um “Boden unter die Füße“ zu bekommen
  • Sich eigener Ressourcen bewusst werden
  • Selbstwert stärken und Selbstbild differenzieren
  • Handlungsalternativen erleben und erproben

"CBASP-Gestaltungstherapie"

Teilnahme mit Beginn der Hauptphase der CBASP-Behandlung, für ca. 10 Wochen, mit 2 Terminen pro Woche

Die CBASP-Gestaltungstherapie ist Teil des multidisziplinären, stationären CBASP- Behandlungskonzepts für chronisch depressive Patienten. In diesem CBASP-Konzept wird eine Gruppe von 5-9 chronisch depressiven Patienten auf der Station 5 in Einzel- und Gruppentherapien behandelt wird.

Die CBASP-Gestaltungstherapie bietet für diese Patienten ein Übungsfeld an, in dem mittels vorgegebener Themen zum früheren und heutigen Selbstbild und zu aktuellen Situationen an der Differenzierung von Emotionen und der Akzeptanz der eigenen Person gearbeitet wird. Einfache kreative Übungen helfen beim Auffinden individueller Ressourcen (Freude am eigenen Tun).

Thematische Schwerpunkte:

  • Aufgaben mit Bezugnahme auf typisch depressiven “Prägungen“ durch frühere oder aktuelle Bezugspersonen: über den Gestaltungsprozess und im Gruppengespräch wird die Relativierung alter Prägungen angebahnt, Alternativverhalten in der gegenwärtigen Situation wird erprobt
  • Das Selbstwertgefühl und das Gefühl von Selbstwirksamkeit werden gestärkt
  • Verfestigte, blockierende Denkmuster (“Präoperatorisches Denken“ nach Piaget) werden hinterfragt und erweitert
  • “Heilsame Beziehungserfahrungen“ in der Gruppe können ermöglicht werden, was folgendes Beispiel demonstriert: „Ich darf mich so zeigen, wie ich es empfinde und so gestalten, wie es mir gerade entspricht und werde trotzdem akzeptiert und verstanden“

"IPT-Gestaltungstherapie"

Teilnahme mit Beginn der Hauptphase der IPT-Behandlung, nach der Festlegung der Behandlungsfokusse (Rollenwechsel, Konflikte, Isolation/Einsamkeit und Trauer), für ca. 10 Wochen, mit 2 Terminen pro Woche.

Thematische Schwerpunkte:

  • Die Gestaltungstherapiegruppe, mit ihren vielfältigen Interaktions- und Materialangeboten, wird als Übungsfeld für interpersonelle Fertigkeiten genutzt
  • Spontanes Gestalten fördert die Selbstaktualisierung, um verengte Perspektiven zu erweitern und ungenutzte Möglichkeiten wahrzunehmen
  • Einen spielerischen und kreativen Zugang zu Problembereichen wird angestrebt um überfordernde Ansprüche an die eigene Person abzubauen
  • Mit bildhaften Vorstellungen werden Lösungsmöglichkeiten für konflikthafte Situationen und die entsprechenden Problembereiche entwickelt
  • Bewusstes Kennenlernen der eigenen Verhaltens- und Interpretationsmuster im Umgang mit anderen Menschen
  • Förderung von aktiver Konfliktbewältigung und Selbstverantwortung

"ACT-Gestaltungstherapie"

Die Gestaltungstherapie für Zwangs- und Angsterkrankungen ist ein Baustein des ACT-Behandlungskonzeptes (Akzeptanz-Commitmenttherapie) mit 2 Terminen pro Woche.

Thematische Schwerpunkte:

  • Erleben der Hierpräsenz durch differenzierte Wahrnehmung unterstützt durch Achtsamkeitsübungen
  • Bewusstwerden und Verändern automatischer Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster (Erkennen des „Autopilots“)
  • Wahrnehmen und Erleben der eigenen Gefühle ohne Bewertung
  • Entdecken der persönlichen Werte und Ressourcen
  • Akzeptanz und Integration unangenehmer, problematischer Gefühle und Gedanken und handlungsfähig sein
  • Das Erleben von Nähe und Distanz im gestalterischen Gruppenprozess

Dieses Angebot findet in einem themenbezogenen verbindlichen Gruppenrahmen statt. Durch das dadurch entstehende Vertrauen kann der Einzelne die Konfrontation mit seinen Ängsten und schambesetzten Gedanken eingehen. Durch das Gestalten mit Materialen wird die aktuelle Situation wahrgenommen. Die anschließende gemeinsame Reflexion eröffnet die Möglichkeit über Probehandlungen eine Veränderung vorzunehmen.

Einzeltherapie wird angeboten, falls ein Patient noch nicht in der Lage ist an einer Gruppe teilzunehmen oder in einer Gruppe zu profitieren.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Hauptstraße 5
79104 Freiburg

Information: 0761 270-65010


Aktuelle Weiterbildung

PPA-Symposium 19.09.2020 "Psychiatrie und Psychotherapie – aktuell" (Save the Date)