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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Bereich Klinische Psychologie

Die Mitarbeiter der klinischen Psychologie sind an der Patientenversorgung (Diagnostik und Therapie), der Supervision, der Aus-, Fort- und Weiterbildung, der Lehre sowie der Forschung der Klinik wesentlich beteiligt.

Diagnostik

Klinisch-psychologische Diagnostik wird ambulant und stationär durchgeführt. Zum Einsatz kommen standardisierte psychometrische Testverfahren und standardisierte/strukturierte Interviews.

Im Vordergrund der Fragestellungen stehen testpsychologische Untersuchungen zur Überprüfung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten mit dem Schwerpunkt der Überprüfung der Intelligenz sowie den Stützfunktionen der Intelligenz, der Konzentrations-, Gedächtnis- und Merkfähigkeit. Weitere zentrale Fragestellungen betreffen hirnorganisch bedingte Leistungsbeeinträchtigungen sowie die Überprüfung neuropsychologischer Auffälligkeiten. Die Untersuchung kognitiver Veränderungen bei dementiellen Erkrankungen sowie die Abgrenzung dementieller von depressiver Störungen haben ebenso einen großen Stellenwert in der klinisch-psychologischen Diagnostik.

Ergänzend werden klinische Untersuchungsverfahren im Rahmen der psychiatrischen Diagnostik im Hinblick auf verschiedenste, im Haus behandelte Störungsgruppen herangezogen. Das beinhaltet z.B. die Diagnostik nach DSM-IV (SKID I,II, sowie den EInsatz diverser störungsspezifischer Instrumente wie HAM-D, HAM-A, BDI, J-BOCS, PSQI, FEPS und vieler anderer Fragebögen.

Die psychologischen Untersuchungsverfahren finden in allen Bereichen der Diagnostik von Patienten und auch in der Therapieverlaufsmessung Eingang. Psychologische Mitarbeiter sind in Kooperation mit den Ärzten der Klinik als psychologische Gutachter im Bereich psychiatrischer Begutachtungen bei unterschiedlichen forensisch-psychiatrischen und schlafmedizinischen Fragestellungen tätig.

Die Testothek der Klinik umfaßt, um diesen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, zur Zeit mehr als 150 Testverfahren. Eine computergestützte psychologische Diagnostik wurde etabliert.

Therapie

Im stationären Bereich nehmen klinisch-psychologische Mitarbeiter Funktionen als Einzel- und Gruppentherapeuten sowie als Paar- und Familientherapeuten wahr. Der Schwerpunkt der ausgeübten Therapien liegt dabei auf verhaltenstherapeutischen, kognitiven und interpersonellen Ansätzen. Das jeweilige Therapieangebot orientiert sich am störungsspezifischen Schwerpunkt der einzelnen Stationen.

Folgende Gruppentherapien werden angeboten:

Training zur sozialen Kompetenz und zu interpersonellen Fertigkeiten, Problemlösegruppen, Entspannungstrainings (Jacobson), kognitive Trainings, Trainings zur sozialen Wahrnehmung sowie integrierte psychologische Therapieprogramm für schizophrene Patienten nach Roder.

Seit 9 Jahren wurde ein spezifisches Behandlungsangebot für die Einzel- und Gruppenbehandlung von Borderline-Patientinnen (Borderline-Basisgruppe und Fertigkeitentraining) sowie für depressive Patienten (Training interpersoneller Fertigkeiten, Depressions- und Informationsgruppen, Informationsgruppe für Patienten und Angehörige) etabliert.

Weitere störungsspezifische Behandlungsangebote existieren im Bereich der Depressionsbehandlung mit der IPT (Interpersonelle Therapie) sowie mit C-BASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy). Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren ebenso schematherapeutische Ansätze nach Young zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen an der Klinik etabliert.

Stationäre Einzelbehandlungen werden bei Angst- und Zwangsstörungen, Eßstörungen, depressiven und schizophrenen Störungen sowie Borderline-Persönlichkeits-störungen durchgeführt. Therapeutische Sitzungen finden in der Regel 2-3 mal wöchentlich statt, wobei empirisch begründete und klinisch bewährte verhaltenstherapeutische und kognitive Verfahren sowie die interpersonelle Psychotherapie und die dialektisch behaviorale Therapie nach Linehan zur Anwendung kommen.

Die klinisch-psychologischen Mitarbeiter im stationären Bereich nehmen regelmäßig an den Teambesprechungen, der Teamsupervision, den Kurvenvisiten sowie den Oberarzt- bzw. Chefvisiten teil, in denen Therapieplanung und Erfolgskontrolle der Behandlungen besprochen werden.

Im Rahmen der Verhaltenstherapie-Ambulanz beteiligen sich die klinischen Psychologen an der ambulanten Behandlung von Patienten mit den unterschiedlichsten psychiatrischen Störungen und chronischen körperlichen Erkrankungen mit psychischer Komorbidität. Dabei werden Patienten mit Angsterkrankungen, Borderline-Störungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Zwangsstörungen, Depression und Schlafstörungen einzel- und auch gruppentherapeutisch behandelt.

Darüber hinaus werden im Rahmen des Konsildienstes und der Spezialsprechstunde für chronisch körperliche Erkrankungen und Beschwerden einzel- und gruppentherapeutische Behandlungen, insbesondere für Patienten mit Tumorerkrankungen, durchgeführt. Die diagnosespezifischen Gruppentherapien folgen dem supportiv-expressiven Gruppenkonzept nach Spiegel & Yalom.

Supervision

Supervisionsaufgaben klinischer Psychologen beziehen sich zum einen auf vom Pflegepersonal durchgeführte Gruppen (Entspannungstrainings, Konzentrationstrainings) sowie andere Maßnahmen. Im Rahmen der verhaltenstherapeutischen Psychotherapieausbildung übernehmen speziell qualifizierte und zugelassene Psychologen Supervisionsaufgaben gegenüber ärztlichen und anderen psychologischen Mitarbeitern. Zudem wird eine kontinuierliche Supervision in interpersoneller Psychotherapie, C-BASP und Schematherapie angeboten. An der Klinik tätige Hospitanten werden in ihrer Arbeit (Diagnostik, Therapie) durch die auf den jeweiligen Stationen und im Konsildienst tätigen Psychologen bzw. den Stationsarzt supervidiert.

Lehrtätigkeit

Klinisch-psychologische Mitarbeiter beteiligen sich in großem Umfang an der Aus-, Fort- und Weiterbildung unterschiedlicher Berufsgruppen und Studenten auf theoretischem und praktischem Gebiet. Ein Schwerpunkt ist die Vermittlung verhaltenstherapeutischer Kenntnisse für Ärzte, Psychologen und Pflegepersonal (u.a. Fachpflegeweiterbildung in Psychiatrie, VT-Fortbildung). Psychologische Mitarbeiter sind als Dozenten und Supervisoren im Rahmen des KBV-Ausbildungsinstituts für Verhaltenstherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik (FAVT) tätig.

Darüber hinaus werden klinikinterne und -externe Trainings im Bereich der Psychotherapie sowie der Anwendung diagnostischer Verfahren durchgeführt. Im Bereich der Psychotherapie werden regelmäßig Kurse zur interpersonellen Psychotherapie, zur dialektisch-behavioralen Therapie der Borderline-Störung, zur kognitiv-behavioralen Therapie der Zwangsstörung, zur Psychoonkologie und zur kognitiven Therapie von Insomnien angeboten.

Psychologische Mitarbeiter beteiligen sich zudem als Referenten an klinikexternen Angeboten (z.B. psychosomatische Grundversorgung niedergelassener Ärzte, Verhaltenstherapieweiterbildung für niedergelassene Fachärzte und Psychotherapeuten etc.), der Mitarbeit im Rahmen der Facharztausbildung, der Durchführung von Kursen in Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogrammen, Kongresse und Tagungen sowie dem Training von Therapeuten im Rahmen von Therapiestudien.

Ebenso werden von klinisch-psychologischen Mitarbeitern Kurse und Seminare im Rahmen der Ausbildung von Medizin- und Psychologiestudenten angeboten.

Forschung

Psychologische Mitarbeiter sind an fast allen Forschungsbereichen der Klinik mitbeteiligt. Einerseits werden von Psychologen eigene Forschungsprojekte durchgeführt und Psychologen beteiligen sich andererseits an Planung, Durchführung und Auswertung klinikinterner Projekte sowie multizentrischer Projekte.

Forschungsschwerpunkte liegen zum einen im Bereich der Psychotherapieforschung (Störungsgruppen: Zwangsstörungen, Schlafstörungen, Depression, Angst, Schizophrenie, Borderline-Störung, posttraumatische Belastungsstörung, Psychoonkologie), der Grundlagen- und Vulnerabilitätsforschung, der Schlafforschung sowie der psychologischen Methodik im Bereich der Diagnostik und Therapie.

Psychologische Mitarbeiter sind an fast allen Forschungsbereichen der Klinik mitbeteiligt. Einerseits werden von Psychologen eigene Forschungsprojekte durchgeführt und Psychologen beteiligen sich andererseits an Planung, Durchführung und Auswertung klinikinterner Projekte sowie multizentrischer Projekte.

Forschungsschwerpunkte liegen zum einen im Bereich der Psychotherapieforschung (Störungsgruppen: Zwangsstörungen, Schlafstörungen, Depression, Angst, Schizophrenie, Borderline-Störung, posttraumatische Belastungsstörung, Psychoonkologie), der Grundlagen- und Vulnerabilitätsforschung, der Schlafforschung sowie der psychologischen Methodik im Bereich der Diagnostik und Therapie.

Psychiatrisches Jahr / Hospitationen

Seit Verabschiedung des Gesetzes für Psychologische Psychotherapeuten besteht an der Klinik die Möglichkeit, das "Psychiatriejahr" (1200 Stunden) zu absolvieren.

Ebenso ist die Klinik berechtigt, die 600 Stunden Psychosomatik/Psychotherapie zu bescheinigen. Das Angebot der Hospitation haben in den letzten Jahren mehr als 30 Diplom-Psychologen/-innen wahrgenomme.

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Hauptstraße 5
79104 Freiburg

Information: 0761 270-65010


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