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Abschlussarbeiten

Zu folgenden Themen gibt es in der Sektion Systemische Gesundheitsforschung zur Zeit Abschlussarbeiten zu vergeben.

 

Codierung und Dokumentation in Psychiatrie und Psychosomatik

Hintergrund: Seit ihrer formalen Anerkennung als Richtlinienverfahren kann Systemische Psychotherapie in Deutschland im Rahmen der gesetzlichen Krankenversorgung abgerechnet werden. In Zuge dessen wird diesem Therapieverfahren und somit einer ressourcenorientierten Grundhaltung eine wachsende Bedeutung in der psychotherapeutischen Versorgung zuteilwerden. Dies wird zunehmend auch die stationäre Psychiatrie und Psychosomatik betreffen. Dabei wird in der Systemischen Psychotherapie eine ressourcenorientiere Grundhaltung nicht nur in psychotherapeutischen Gesprächen gelebt. Sie findet sich auch in jedweder Form der schriftlichen Falldokumentation wieder (bspw. in der Antragstellung oder der Verlaufsdokumentation). Allerdings scheint in der stationären Psychiatrie und Psychosomatik ein defizitorientierter Dokumentationsstil notwendig.
Ziel: Gemeinsam mit unserem Team soll im Rahmen der Masterarbeit untersucht werden, nach welchen Kriterien in der stationären Psychiatrie und Psychosomatik dokumentiert wird und inwieweit dort eine ressourcenorientierte Dokumentation stattfinden kann. Es ist geplant, zu diesem Zweck halbstrukturierte, qualitative Interviews zu führen.

Kontakt und Ansprechperson: Dr. Johannes Fendel (johannes.fendel@uniklinik-freiburg.de)

 

Methodenentwicklung zur Erfassung von Bewegungssynchronie

Hintergrund: Mithilfe der Software OpenPose können verschiedene Körperpunkte von Personen in (bereits vorhandenen) Videoaufnahmen automatisiert extrahiert werden. Die daraus berechnete Bewegung von zwei interagierenden Personen soll auf gemeinsame Bewegungsmuster (Bewegungssynchronie) geprüft werden, welche Zusammenhänge mit therapeutischen Variablen aufweisen. Mit diesem Mechanismus soll ein bereits bestehendes, aber undifferenziertes Vorgehen (MEA, Motion Energy Analysis) ersetzt und um relevante Informationen erweitert werden. Die Aufgabe im Rahmen der Masterarbeit wäre es, die komplexen Körperpunktdaten auf sinnvolle Weise zu vereinfachen um sie mit dem bisherigen Maß vergleichen zu können.

Kontakt und Ansprechperson: M.Sc. Psych. Christian Hoffmann (christian.hoffmann@uniklinik-freiburg.de)
 

Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Smartphone-Nutzung

Hintergrund: Mit ihren stetig wachsenden Anwendungsmöglichkeiten mehren sich auch Hinweise auf problematische Auswirkungen von Smartphones und deren übermäßiger Nutzung. Die Nutzung von Smartphones wird dann problematisch, wenn Schwierigkeiten aufkommen, das Nutzungsverhalten zu kontrollieren. Mögliche Konsequenzen beinhalten eine Vielzahl körperlicher, psychischer und sozialer Probleme, aber auch Leistungseinschränkungen in Schule oder Beruf. Eine stetig wachsende Anzahl an Studien untersucht Zusammenhänge zwischen Smartphone Nutzung und Achtsamkeit sowie das Potential achtsamkeitsbasierter Programme zur Reduktion von schädlichen Auswirkungen. Eine systematische Übersicht über den Stand der Forschung fehlt allerdings bisher.

Ziel: Die Abschlussarbeit ist als Literaturarbeit ausgeschrieben. Hierfür ist die Form eines Scoping-Reviews vorgesehen, welches je nach Forschungsstand um eine Metaanalyse erweitert werden kann.

Kontakt und Ansprechperson: Dr. Johannes Fendel (johannes.fendel@uniklinik-freiburg.de)

 

Ergebnismessung in der Systemischen Familientherapie

Hintergrund: In der Systemischen Therapie steht das Funktionsniveau der gesamten Familie im Vordergrund. In üblichen individuumszentrierten Symptommaßen wird die Orientierung auf das Familiensystem nicht ausreichend berücksichtigt. Durch die Anerkennung als Richtlinienverfahren in Deutschland werden Outcomemaße benötigt, die systemische Veränderungen gut abbilden. International existiert mit dem SCORE-Fragebogen (www.aft.org.uk/page/score) ein solches Maß. Im Rahmen der Abschlussarbeit soll die deutsche Übersetzung des SCORE-Fragebogens validiert und ggf. mit unserem Team weiterentwickelt werden. Interessent*innen sollten ein Interesse an methodischen Themen mitbringen (z.B. Fragebogenentwicklung und statistischen Verfahren).

Kontakt und Ansprechperson: Dr. Oliver Evers (oliver.evers@uniklinik-freiburg.de)