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Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung

Forschungsbereiche

Aktueller Hinweis

Das Institut (AQMS) wurde umstrukturiert und umbenannt: Wir sind jetzt die Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA). Damit wird auch namentlich der aktuelle Arbeits- und Forschungsschwerpunkt der Sektion aufgegriffen. Die Sektion wird von Erik Farin-Glattacker geleitet, der bisher der stellvertretende Leiter der AQMS war. Alle Mitarbeiter/innen und alle Projekte der AQMS werden von der Sektion übernommen, so dass diese Umwandlung keinerlei Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern hat.


Die Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA) ist eine Forschungs­einrichtung, die innovative und praxisnahe Ansätze der versorgungsnahen Forschung mit den Schwerpunkten chronische Krankheiten, Patientenorientierung, Qualitätssicherung sowie Sozialmedizin und Leitlinien entwickelt und umsetzt.

Die Sektion gliedert sich in drei Forschungsbereiche:

Forschungsbereich 1
(„Versorgungsforschung und chronische Krankheiten“, Leitung: Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker)

befasst sich mit Fragestellungen der Versorgungs­forschung, die sich in besonderem Maße bei chronischen Krankheiten stellen. Chronische Erkrankungen bestimmen immer mehr den Gesundheitszustand der Bevölkerung moderner Industrieländer und gewinnen an individueller, sozial­politischer sowie gesundheitsökonomischer Bedeutung. Im Forschungsbereich werden verschiedene aktuelle Themen der Versorgungsforschung bei chronischen Erkrankungen diesem Bereich untersucht, so z.B. die Bedeutung der Gesundheits­kompetenz des Patienten, die Patient-Behandler-Kommunikation, Forschung zur Teilhabe von chronisch Kranken am gesellschaftlichen Leben, Pflegeforschung und chronische Erkrankungen, E-Health-Ansätze im Bereich chronischer Erkrankungen sowie Evaluations- und Qualitätssicherungs­maßnahmen in der medizinischen Rehabilitation. Ein Schwerpunkt des Forschungsbereichs ist die Entwicklung und Anwendung moderner Methoden der Versorgungsforschung. In diesem Rahmen werden Instrumente zur Erfassung patientenberichteter Ergebnisse („patient-reported outcomes“, PROs) entwickelt und auch akutmedizinische Einrichtungen bei der Anwendung von PROs beraten und unterstützt.

Forschungsbereich 2
(„Versorgungsforschung und Patientenorientierung“, Leitung: Dr. Manuela Glattacker)

befasst sich mit aktuellen Themen der Versorgungsforschung, die einen besonderen thematischen Schwerpunkt auf die Patientenorientierung legen. Patientenorientierung umfasst im Rahmen eines integrativen Modells 15 verschiedene, in Wechselbeziehung zueinander stehende Dimensionen1 wie z.B. Patient als Individuum (z.B. individuelle Präferenzen, Bedürfnisse und Überzeugungen), Patientenbeteiligung, Patienteninformation, Patient-Behandler-Beziehung oder Patient-Behandler-Kommunikation. Die Projekte dieses Forschungsbereich beschäftigen sich vor diesem Hintergrund z.B. mit der Frage, welche Krankheits- und Behandlungskonzepte Patienten mit unterschiedlichen chronischen Erkrankungen haben und wie diese patientenseitigen Vorstellungen die Outcomes einer Behandlung beeinflussen, wie eine bedarfsgerechte Patienteninformation in der Rehabilitation gestaltet werden kann, wie die Selbstregulation von Patienten mit chronischen Krankheiten unter Nutzung ihrer subjektiven Vorstellungen gefördert werden kann oder wie Rehabilitanden an der Vereinbarung individueller Rehabilitationsziele beteiligt werden können.

1 Scholl, I, Zill, J, Härter, M, Dirmaier, J (2014) An integrative model of patient-centeredness - a systematic review and concept analysis PLOS ONE. doi: 10.1371/journal.pone.0107828.

Forschungsbereich 3
(„Sozialmedizin und Leitlinien“, Leitung: Prof. Dr. Oskar Mittag)

befasst sich (1) mit sozialmedizinischen Fragestellungen wie soziale Sicherung und berufliche Wiedereingliederung von Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung erwerbsgemindert sind (europäische Vergleichsstudie), Zugang zu Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation, Definition und Assessment von Rehabedarf, (2) mit der Entwicklung von Behandlungskonzepten und Praxis­empfehlungen für psychologischen Interventionen in der Rehabilitation von Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus Typ 2, onkologische Erkrankungen, Schlaganfall) oder Problemlagen (z. B. komorbide Suchtprobleme) sowie (3) mit Problemen der Evidenzbasierung (Cochrane Review zur Prävention von Depression bei körperlichen Erkrankungen).

Die in den drei Forschungsbereichen behandelten Themen bilden die Arbeits­gebiete der Sektion.


Hinweis

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, wird auf unserer Homepage das generische Maskulinum („der Mitarbeiter“ etc.) gebraucht. Natürlich sind immer Männer und Frauen gemeint.

Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung

Engelbergerstraße 21
79106 Freiburg
Sekretariat: Gisela Beindorf
Tel.: +49 (0) 761 270 74470
Fax: +49 (0) 761 270 73310
E-Mail: Sekretariat