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Wir überwinden Grenzen

Pflegedienst

am Universitätsklinikum Freiburg

Nathalie Holzwarth arbeitet seit Oktober auf der neurochirurgischen Intensivstation. Die Gesundheits- und Krankenpflegerin betreut schwerkranke Patienten. Viel Verantwortung für die 21-Jährige, die sie aber nicht allein tragen muss. Ein gutes Team steht immer hinter ihr.

„Also: Bewerbt Euch!“

Mein erster Tag auf der neurochirurgischen Intensivstation am Uniklinikum

Es war sehr viel auf einmal. Gleich am ersten Tag haben wir einen Zugang bekommen. Alleingelassen war ich nicht, Thilo, mit seinen zehn Jahren Berufserfahrung, hat mich in den ersten vier Wochen begleitet. Oder eigentlich am Anfang eher ich ihn. Und dann stand mir noch drei Wochen lang meine Kollegin Christina zur Seite. Von beiden habe ich in meiner Einarbeitungszeit viel gelernt.

Ich wollte nach meiner Ausbildung unbedingt auf eine Intensivstation
.

Da habe ich einfach mehr medizinische Tätigkeiten und mehr Verantwortung. Wir betreuen Patienten mit Erkrankungen des Gehirns, der Nerven oder der Wirbelsäule: Gehirnblutungen unterschiedlicher Ursache, Schädel Hirntraumata, Hirntumore oder Wirbelsäulenveränderungen. Auf einer Normalstation sind die Patienten weniger auf Unterstützung angewiesen. Auf unserer Intensivstation dreht sich mein Tag nur um meine zwei, selten auch mal um drei Patienten. Wenn ich nach Hause gehe, weiß ich, was ich für sie getan habe. Ich sehe, wie sich der Zustand meiner Patienten verbessert, kenne deren Krankengeschichte ganz genau. Das ist schon ein gutes Gefühl.

Sieben Wochen dauerte meine Einarbeitungszeit.

Ich bin Berufsanfängerin, berufserfahrene Pflegekräfte werden vier Wochen eingearbeitet. Erst einmal bin ich nur mitgegangen. Thilo hat sich um mich gekümmert, er hat mir alles erklärt, sich Zeit für meine Fragen genommen. Stück für Stück habe ich kleine und immer größere Tätigkeiten selber übernommen und Thilo hat mir über die Schulter geschaut. Dann konnte ich selbstständig zwei Patienten versorgen, Thilo war immer mit im Raum. Er hat sich die Zeit genommen mit mir die Fälle zu besprechen, zu erklären, warum was getan werden muss. Thilo hat mich auch zu fiktiven Patientenfällen befragt. Ich erinnere mich an einen fiktiven Patienten mit Hirndruck und eine Woche später hatten wir tatsächlich so einen Patienten. Diese erste Einarbeitungsphase war wirklich wichtig, quasi die Grundlage. Natürlich war ich während meiner Ausbildung auch schon auf einer Intensivstation tätig. Aber eine neurochirurgische Intensivstation hat Besonderheiten, in die sich wohl jeder neue Mitarbeiter erst einfinden muss. Die zweite Phase meiner Einarbeitungsdienste dann eher zur „Stabilisierung“. Ich habe zwei Patienten übernommen und meine Kollegin Christina, die bereits seit sechs Jahren auf der Intensivstation ist, stand mir bei Fragen immer zur Seite. Es gab auch noch einen speziellen Mentorentag, an dem wir uns ganz intensiv mit unseren Fragen und Aufgaben beschäftigt haben. Nun ist meine Einarbeitungszeit zu Ende. Ich bin gut vorbereitet und es ist immer eine Kollegin oder ein Kollege in der Nähe. Meine Kollegen auf der Station sind größtenteils Intensivpfleger, das heißt, sie haben eine spezielle Fachweiterbildung absolviert und verfügen über viel Wissen rund um die Intensivpflege. Außerdem kennen sie die wissenschaftlichen Hintergründe beispielsweise einer Beatmung. Bedingung für die Weiterbildung ist eine zweijährige Berufserfahrung. Ich denke schon, dass ich diese dann auch absolvieren will.

Gleich zu Beginn hat mich die Pflegedienstleitung gefragt, wie ich mir meine Zukunft vorstelle.

Sie hat mir erklärt, welche Möglichkeiten ich am Uniklinikum habe. Mit meinem Abitur kann ich beispielsweise an der Uni Pflegewissenschaften studieren. Ich kannte Pflegemanagement und Pflegepädagogik, aber die wissenschaftliche Ausrichtung war mir neu. Und dann gibt es noch die Fachweiterbildung Intensivpflege.

Was ich mir für meine Station wünsche?

Es wäre schon gut, wenn wir noch etwas personelle Unterstützung bekommen.
Also: Bewerbt Euch!

Universitätsklinikum Freiburg

Hugstetter Straße 55
79106 Freiburg