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Wir überwinden Grenzen

Schonende Behandlung bei schweren Schluckbeschwerden

Gastroenterologie

(05.12.2017)  Ausgeprägte Schluckbeschwerden können auf eine chronische Speiseröhrenerkrankung hindeuten. Experten des Universitätsklinikums Freiburg können Betroffenen mit einem neuen minimal-invasiven Verfahren jetzt noch besser helfen.  

Ausgeprägte Schluckbeschwerden, häufiges Verschlucken und Gewichtsverlust: Hinter diesen Beschwerden kann eine Achalasie stecken. Diese chronische Speiseröhrenerkrankung kommt durch eine Dauerkontraktion des Schließmuskels vor dem Magen zustande. Betroffenen kann am Universitätsklinikum Freiburg jetzt mit einem neuen, schonenden Verfahren geholfen werden. Experten um Professor Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II (Schwerpunkt: Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie und Infektiologie) führen das neue Verfahren erfolgreich durch. Es heißt perorale endoskopische Myotomie, kurz POEM.

Wesentlich schonender als bisher können Patienten behandelt werden, die an Schluckbeschwerden aufgrund einer Achalasie leiden. © magicmine / fotolia.de

Ein innovatives Verfahren mit hoher Erfolgsquote  

„Das Verfahren ist deutlich weniger invasiv bei vergleichbarer Erfolgsquote bezogen auf die bisherige Standardoperation“, sagt Privatdozent Dr. Arthur Schmidt. Er ist Leiter der Interdisziplinären Gastrointestinalen Endoskopie (IGE) an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg. Professor Dr. Andreas Fischer, Chirurgischer Leiter des IGE, führt das Verfahren mit ihm gemeinsam durch.           

Viele Vorzüge für Patienten  

Vorteile für Patientinnen und Patienten sind unter anderem, dass bei der neuen Methode weniger Komplikationen auftreten und die Beschwerden häufig schon nach einem einzigen Eingriff behoben sind. Dadurch müssen Betroffene weniger Zeit im Krankenhaus verbringen. Der Eingriff findet bisher nur an wenigen Kliniken deutschlandweit Anwendung.    

Das Verfahren auf einen Blick

Bei dem neuen Verfahren durchtrennen die Experten den Speiseröhrenschließmuskel unter Anwendung eines flexiblen Endoskops, das durch den Mund eingeführt wird. Dies ist mithilfe eines speziellen, in Japan entwickelten Präparationsverfahrens möglich. Anders als bei der bisher üblichen operativen Durchtrennung des Speiseröhrenschließmuskels bleibt die Bauchhöhle hier unberührt. Andere etablierte nicht-invasive Behandlungsverfahren müssen oft mehrfach wiederholt werden. Dies ist bei der neuen Methode in den meisten Fällen nicht notwendig.  

Weitere Informationen
Website der Interdisziplinäre Gastrointestinale Endoskopie 

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