Preise & Auszeichnungen

DFG fördert Studie zu Bauchlagerung bei ECMO
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert ab sofort für drei Jahre eine bundesweite Studie zur Behandlung von Patient*innen mit schwerem Lungenversagen mit 1,7 Millionen Euro. Unter Leitung von PD Dr. Alexander Supady, Oberarzt an der Interdisziplinären Internistischen Intensivmedizin (IMIT) des Universitätskliniokums Freiburg, wird in 20 Zentren untersucht, ob eine frühe Bauchlagerung während einer ECMO-Therapie die Überlebenschancen verbessert. Schweres Lungenversagen kann etwa infolge schwerer Influenza- oder COVID-19-Infektionen auftreten. Bei der ECMO übernimmt eine Maschine außerhalb des Körpers vorübergehend den Gasaustausch der Lunge. Mehr…

DINK-Innovationspreis für digitales Triage-System
Das Integrierte Notfallzentrum des Universitätsklinikums Freiburg hat am 5. März beim Deutschen Interdisziplinären Notfallmedizin Kongress (DINK) den Innovationspreis in der Notfallmedizin erhalten. Ausgezeichnet wurde das digitale System „TriageClient“, das im Integrierten Notfallzentrum Symptome und Vitalparameter auswertet und Patient*innen schneller der passenden Versorgung zuordnet. Die Ersteinschätzung dauert nun rund drei statt zehn Minuten und kann so Wartezeiten reduzieren sowie Abläufe in der Notfallversorgung entlasten. Mehr…

Freiburger Startup-Idee bei Science4Life ausgezeichnet
Die Startup-Idee BiObservR von Dr. Sandra Ammann, Projektmanagerin Forschung & Entwicklung am Institut für Transfusionsmedizin und Gentherapie des Universitätsklinikums Freiburg, und ihrem Team wurde Anfang März in Eppstein/Hessen beim bundesweiten Gründungswettbewerb Science4Life Venture Cup ausgezeichnet. In der Konzeptphase zählte das Projekt unter 91 Bewerbungen zu den fünf besten Geschäftsideen. BiObservR entwickelt eine Plattform für Risikoanalysen bei der Genomeditierung, die Off-Target-Effekte bewertet und die Entwicklung von Zell- und Gentherapien unterstützt. Das Team arbeitet nun an der Weiterentwicklung des Konzepts für die nächste Wettbewerbsrunde. (Foto: Julia Reisinger)

Landesforschungspreis für Prof. Zeiser
Der Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2026 für angewandte Forschung geht an Prof. Dr. Robert Zeiser von der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg. Das gab das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg Ende Februar bekannt. Ausgezeichnet werden Zeisers Arbeiten zur Immunregulation bei Krebserkrankungen sowie zur Verbesserung der allogenen Stammzelltransplantation, die bei bestimmten Krebserkrankungen die letzte Behandlungsmöglichkeit darstellt. Die Arbeiten Zeisers haben weltweit Einfluss auf die Krebstherapie. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 11. Juni in Stuttgart statt. Mehr…

Publikationspreis für Freiburger Neurobiologin
Dr. Nicole Roßkothen-Kuhl, Neurobiologin und Leiterin des Neurobiologischen Forschungslabors an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, erhielt Anfang März den diesjährigen Publikationspreis der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (DGA). Die Auszeichnung wurde im Rahmen der 28. Jahrestagung der DGA in Oldenburg verliehen. Gewürdigt wurde ihre Publikation zusammen mit Prof. Dr. Jan Schnupp, Chinese University of Hong Kong, zur Relevanz zeitlicher Kodierung für das Richtungshören mit Cochlea-Implantaten. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.

Gleich zwei Preise beim Klimaretter-Award
Das Universitätsklinikum Freiburg wurde im Februar mit dem Klimaretter-Award 2026 der viamedica Stiftung in der Kategorie „Große Einrichtungen/Unternehmen“ ausgezeichnet. In der Kategorie „Einzelpersonen“ belegte Tanja Eckermann aus dem Institut für Klinische Pathologie des Universitätsklinikums Freiburg den 3. Platz. Mit dem Projekt Klimaretter-Lebensretter unterstützt die Stiftung viamedica Unternehmen und Einrichtungen dabei, ihre Beschäftigten für ressourcenschonendes Verhalten zu sensibilisieren und mit niederschwelligen Aktionen wie dem Klimaretter-Tool messbare Mengen CO2 einzusparen.

Zum Wissenschaftlichen Sekretär gewählt
Prof. Dr. Dominik Bettinger, Oberarzt und wissenschaftlicher Leiter der Sektion TIPS an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, wurde Anfang Februar im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der German Association for the Study of the Liver (GASL) in Freiburg zum Wissenschaftlichen Sekretär der Fachgesellschaft gewählt. In seiner neuen Funktion wird er die wissenschaftliche Programmgestaltung der Gesellschaft für die nächsten drei Jahre mitverantworten und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses weiter stärken.

Prof. Grosu übernimmt Präsidentschaft des DKK 2028
Beim Deutschen Krebskongress (DKK) 2026 in Berlin wurde der Staffelstab an Prof. Dr. Anca-L. Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, übergeben. Als Präsidentin des DKK 2028 möchte sie den interdisziplinären Austausch stärken und die Verbindung von Wissenschaft und Versorgung weiterentwickeln. Der DKK ist mit über 12.500 Teilnehmenden und mehr als 300 Sitzungen der größte onkologische Fachkongress im deutschsprachigen Raum.

Quantensensor für Hirntumor-Diagnostik im Operationssaal
Die Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg ist an einem Projekt beteiligt, das einen Quantensensor zur molekularen Diagnostik von Hirntumoren entwickeln soll. Ziel des einjährigen Projekts ist es, wichtige Tumormarker direkt im Operationssaal zu messen, so dass das weitere Vorgehen darauf angepasst werden kann. Neben der Uniklinik Freiburg sind die Universität Stuttgart und das Institut für Mikroelektronik Stuttgart Projektpartner. Das Projekt QuID-Neuro wird in der Initiative QuantumBW des Landes Baden-Württemberg seit Januar mit rund 320.000 Euro gefördert.

In Wissenschaftlichen Beirat berufen
Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg, wurde Ende 2025 für das Fachgebiet Innere Medizin/ Gastroenterologie/ Transplantationsmedizin in den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer berufen. Das interdisziplinäre Gremium aus Wissenschaftler*innen verschiedener medizinischer Fachgebiete berät den Vorstand der Bundesärztekammer zu medizinisch-wissenschaftlichen Fragen – insbesondere im Kontext von Gesetzgebungsverfahren und der ärztlichen Berufsausübung. In fachlich zusammengesetzten Arbeitskreisen entstehen Richtlinien und Stellungnahmen zu unterschiedlichen Themen.
