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Das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)

 

Im April 2020 wurde das Netzwerk Universitätsmedizin (NUM)  als Teil des Krisenmanagements gegen die COVID-19-Pandemie gegründet, um die klinische COVID-19-Forschung der gesamten Universitätsmedizin in Deutschland zu koordinieren.

Die Grundidee des NUM ist es, die Zusammenarbeit der klinisch Forschenden überall dort zu fördern, wo gemeinsames Handeln und abgestimmtes Vorgehen Synergien, Schnelligkeit oder andere Vorteile bringt. Perspektivisch wird das NUM weitere Erkrankungen erforschen und möglichst viele Partner aus der medizinischen Wissenschaft, dem Gesundheitswesen und der Gesellschaft einbinden.

Im NUM geht es insbesondere um kliniknahe Forschung, deren Ergebnisse unmittelbar die Versorgung der Patient*innen unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf der gemeinsamen Erhebung und Nutzung komplexer medizinischer Forschungsdaten. Dafür hat das Netzwerk Forschungsinfrastrukturen aufgebaut, mit denen es dazu beiträgt, das deutsche Gesundheitssystem auf zukünftige Pandemien und Krisen besser vorzubereiten.

Die Fördermittel für die Netzwerkaktivitäten stammen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Diese wurden bisher für zwei Förderphasen zugesichert. Das BMBF hat für den Zeitraum nach Ablauf der zweiten Förderphase eine Verstetigung des NUM im Rahmen einer institutionalisierten Förderung in Aussicht gestellt. Eine Entscheidung über die künftige Förderung des NUM soll im Laufe des Jahres 2024 getroffen werden.


In der ersten Förderphase (01.04.2020 bis 31.12.2021), die vom BMBF mit 150 Mio. Euro unterstützt wurde, arbeiteten Wissenschaftler*innen im Netzwerk in 13 bundesweit klinikumsübergreifenden Forschungsprojekten zusammen. Darunter zehn unter Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg. Im Verbundprojekt CEOsys zum „Aufbau eines Covid-19 Evidenz-Oekosystems zur Verbesserung von Wissensmanagement und Translation“ war das Universitätsklinikum Freiburg in koordinierender Funktion beteiligt (Ansprechperson: Prof. Dr. Joerg Meerpohl, Institut für Evidenz in der Medizin).

Nähere Informationen zu den abgeschlossenen Verbundprojekten der ersten Förderphase mit Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg finden Sie hier.


Aktuell läuft die zweite Förderphase (01.01.2022 bis 30.06.2025), die vom BMBF mit 240 Mio. Euro gefördert wird. Es wurden bisher insgesamt 22 Infrastruktur- und Forschungsprojekte bewilligt (Stand: Januar 2024). Vier weitere Forschungsprojekte sollen zeitnah starten.

Aufbauend auf Ergebnissen und Strukturen der ersten Förderphase werden sieben Infrastrukturprojekte zur Nutzung durch die anderen Forschungsprojekte im NUM 2.0 weitergeführt. Das Universitätsklinikum Freiburg ist an fünf dieser Infrastrukturprojekte beteiligt und übernahm - bis zur Pensionierung von Prof. Dr. Hajo Grundmann im Mai 2023 - im Verbundprojekt GenSurv mit Fokus auf die Bereitstellung und Nutzung von Sequenzierungsdaten zur molekularen Erregerüberwachung eine koordinierende Funktion (Ansprechperson: Dr. Sandra Reuter, Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene).

Neben den Infrastrukturprojekten werden in der zweiten Förderphase zudem 12 Forschungsprojekte gefördert. Das Universitätsklinikum ist an elf dieser Forschungsprojekte beteiligt. Im Ende 2023 abgeschlossenen Verbundprojekt MolTraX, das die Ermöglichung der effektiven Nutzung der genomischen Surveillance durch lokale Gesundheitsbehörden und die Integration der entwickelten Ergebnisse in die GenSurv-Infrastruktur hat, übernahm das Universitätsklinikum Freiburg - bis zur Pensionierung von Prof. Dr. Hajo Grundmann im Mai 2023 -  eine koordinierende Funktion (Ansprechperson: Dr. Sandra Reuter, Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene).

Im März 2022 wurden auf Initiative des BMBF zusätzlich dreiAd-hoc“-Forschungsprojekte angestoßen, die der besseren Pandemiesteuerung im Herbst 2022 dienen sollten: „CODEX+ Monitor“ zur Überwachung der Krankenhausauslastung und zur Frage, ob Krankenhausaufenthalte wegen oder mit SARS-CoV-2-Infektion erfolgen, „IMMUNEBRIDGE“ zur Ermittlung der SARS-CoV-2-Immunität in der Bevölkerung und NU(M)KRAINE zur Erfassung und Verbesserung des Impfstatus ukrainischer Kriegsflüchtlinge. Das Universitätsklinikum Freiburg war an keinem der Ende 2022 abgeschlossenen Ad-hoc-Forschungsprojekte beteiligt.


 

Aktuelle Verbundprojekte der zweiten NUM-Förderphase mit Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg


Innerhalb des NUM gibt es sogenannte Fach- und Organspezifische Arbeitsgruppen (FOSA), die dem inner- und interdisziplinären Austausch der verschiedenen medizinischen Fach- und Organrichtungen innerhalb des NUM dienen. Die Sprecher*innen der aktuell (Stand: Januar 2024) 35°FOSA bilden einen Fachbeirat, der regelmäßig tagt und auf interdisziplinärer Ebene die Weiterentwicklung des NUM unterstützt. Nähere Informationen zu den bereits bestehenden FOSA, ihren Ziele und ihren Forschungsschwerpunkte finden Sie auf der NUM-Website.


Das NUM wird aktuell durch eine Nationale Task Force (NTF) gesteuert, der u.a. das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Förderer sowie das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angehören. Eine NUM-Koordinierungsstelle an der Charité – Universitätsmedizin Berlin übernimmt derzeit die zentrale Organisation des Netzwerks und unterstützt gleichzeitig die NTF. Alle 36 am NUM beteiligten Universitätsmedizinstandorte haben eine Lokale Stabsstelle (LokS) eingerichtet, die an den jeweiligen Standorten die administrative Umsetzung der NUM-Projekte koordiniert. Weitere Informationen zur derzeitigen Organisation des NUM finden Sie hier.

Das Netzwerk arbeitet eng mit anderen Stakeholdern, Expert:innen-Netzwerken, Fachkreisen und Initiativen im Bereich der klinischen Forschung und Pandemievorsorge zusammen. Dazu gehören bspw. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die Medizininformatik-Initiative (MII) und die Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG).

Zentrale NUM-Ansprechpersonen am Standort Freiburg

Lokale Stabsstelle (LokS) im NUM am Standort Freiburg

Sabrina Schmutz (Dipl.-Volkswirtin) ist Referentin in der LokS Freiburg und zentrale Ansprechpartnerin für alle administrativen Fragen im NUM für den Standort Freiburg. 

Kontakdaten LokS Freiburg:

Breisacher Straße 153
79110 Freiburg

num-loks@uniklinik-freiburg.de

0761 270-72374

NUM-Standortsprecher

Prof. Dr. Hartmut Hengel (Ärztlicher Direktor des Instituts für Virologie) und Prof. Dr. Siegbert Rieg (Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten, Klinik für Innere Medizin II) sind die beiden vom Fakultäts- und Klinikumsvorstand ernannten Sprecher des NUM-Standorts. Als NUM-Standortsprecher begleiten sie die Freiburger NUM-Aktivitäten strategisch-fachlich und beraten den Fakultäts- und Klinikumsvorstand in NUM-relevanten Angelegenheiten. Sie stehen zudem in engem Austausch mit der LokS Freiburg.

Registrierung NUM-Newsletter

Der offizielle NUM-Newsletter informiert über Neuigkeiten aus dem NUM und gibt Einblicke in die Infrastruktur- und Forschungsprojekte des Netzwerks. Er wird alle drei Monate von der Koordinierungsstelle verschickt und richtet sich an die NUM-Community sowie alle weiteren am NUM Interessierten. Bei Interesse können Sie sich hier für den NUM-Newsletter registrieren.

Falls Sie darüber hinaus regelmäßig über die NUM-Aktivitäten am Standort Freiburg informiert werden möchten, können Sie sich zusätzlich für den Freiburger NUM-Newsletter registrieren. Er wird alle ein bis zwei Monate von der Lokalen Stabsstelle verschickt und richtet sich an alle NUM-Beteiligten und NUM-Interessierten am Standort Freiburg. Zur Registrierung schicken Sie bitte eine E-Mail an das LokS-Postfach: num-loks@uniklinik-freiburg.de.

 

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