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Freiburg, 31.10.2016

Gut betreut in schwierigen Zeiten

„Tigerherz… wenn Eltern Krebs haben“ am Tumorzentrum Freiburg – CCCF feiert am 7. November den Weltgedenktag für Kinder krebskranker Eltern


Wenn Vater oder Mutter an Krebs erkranken, ist das für Kinder oft eine existenzielle Bedrohung. Plötzlich ist alles anders: Auf die Familie kommen schwierige Situationen zu, jeder nimmt Rücksicht auf den anderen und oft weiß keiner, wie man sich jetzt am besten verhält. Darf man noch Quatsch machen und lachen? Wie redet man über Krebs, Chemotherapie oder das Sterben? Und wo weint man, wenn Mama oder Papa gerade selbst ständig traurig ist? Um auf die besonderen Bedürfnisse dieser Kinder aufmerksam zu machen, ist seit einigen Jahren der 7. November als Weltgedenktag für Kinder reserviert, in deren Familie ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. In Freiburg können betroffene Familien Kontakt zu „Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben“ aufnehmen.  

Bei „Tigerherz … wenn Eltern Krebs haben“, einem Versorgungsangebot der Psychosozialen Krebsberatung des Tumorzentrums Freiburg – CCCF am Universitätsklinikum Freiburg, bekommen Kinder und Jugendliche einen Raum für ihre Trauer, Wut und Ohnmacht. Aber sie dürfen auch Spaß haben und werden gestärkt. Bezahlen müssen die Familien für die „Tigerherz“-Stunden nichts; die Stellen der beiden Therapeuten und sämtliche Angebote werden aus Spenden finanziert. Kommen darf jedes Kind, so lange es möchte.  

Der Psychologische Dienst des Tumorzentrums Freiburg hat das Angebot für Kinder und Jugendliche Anfang 2007 ins Leben gerufen. Heute ist es Teil der Psychosozialen Krebsberatung Freiburg. Die Angebote umfassen die Arbeit mit den Kindern, einzeln oder in Gruppen, kreatives Werken mit verschiedenen Materialien und Freizeitaktivitäten in der Gruppe. Die Therapeuten versuchen herauszufinden, was jedes Kind in seiner augenblicklichen Situation braucht, und gehen dann gezielt darauf ein. Manche Kinder kommen nur ein paar Wochen, andere über einen längeren Zeitraum – auch dann, wenn der kranke Elternteil gestorben ist. Außerdem ist Zeit für Gespräche mit den Eltern. Neben den Angeboten in gemischten Kleingruppen hat auch der „Zauberzirkel“ viele Fans, in dem die Kinder bühnenreife Zaubertricks lernen. Der Zauberzirkel findet in Kooperation mit KOBRA statt, einem Projekt aus der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Freiburg, das sich krebskranken Kindern und ihren Familien widmet.  

Seit 2007 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Tigerherz“ mehr als 300 Familien mit weit über 450 Kindern im Alter von 4 bis 18 Jahren betreut. Tigerherz ist auch Ansprechpartner für Kollegen aus anderen Fachgebieten: Mit Workshops und Vorträgen werden Pädagogen und Pflegepersonal fortgebildet, so dass sie besser auf die Bedürfnisse von Kindern krebskranker Eltern eingehen können.  

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.uniklinik-freiburg.de/cccf/patienten/tigerherz.html

Kontakt:
Riccarda Kräuter-Schächtele
Projektleitung
Tumorzentrum Freiburg – CCCF
Universitätsklinikum Freiburg
Telefon: 0761 270-73900
riccarda.kraeuter-schaechtele@uniklinik-freiburg.de


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