Innovative Mitarbeiter-Projekte prämiert
Der Kaufmännische Direktor Reinhold Keil hat den Qualitätspreis 2012 des Universitätsklinikums Freiburg übergeben
Alle zwei Jahre lobt der Klinikumsvorstand des Universitätsklinikums Freiburg einen Qualitätspreis aus. Damit prämiert er Projekte, die nachweisbare und nachhaltige Verbesserungen für Patienten, Mitarbeiter und andere für das Klinikum wichtige Kundengruppen erzielen. Der Qualitätspreis ist mit einem Gesamtvolumen von 10.000 Euro dotiert und „soll eine Signalwirkung haben“, sagt der Kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums Freiburg Reinhold Keil, der letzte Woche den Preis an die Sieger überreichte. „Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Universitätsklinikums sind angesprochen, bestehende Strukturen und Abläufe besser zu gestalten – nicht nur für die Patienten, sondern auch für sich selbst.“
Der erste Platz ging an das Projekt „Mitarbeiterbeteiligung im Neurozentrum“. Unter dem Motto „Jeder hat eine Stimme“ sollen Mitarbeiter des Pflegedienstes an Entscheidungsprozessen mitwirken, die die Pflege betreffen. Ziel ist es Pflegepraxis weiterzuentwickeln, kompetente Mitarbeiter zu gewinnen und an das Klinikum zu binden sowie die Mitarbeiterzufriedenheit zu fördern. „Die Jury war begeistert von der Idee und der praktischen Umsetzung dieser Form der Mitarbeiterbeteiligung“, so Reinhold Keil. „Dieses Projekt sollte Vorbild für alle Abteilungen im Klinikum sein.“
Den zweiten Platz machte Dr. Nabeel Farhan, Arzt in der Abteilung Allgemeine Neurochirurgie. Sein Projekt befasst sich mit der „Integration ausländischer Ärzte“ an deutschen Kliniken. Diese Ärzte verfügen zwar über gute fachliche Kenntnisse, können aber die Abläufe in den Krankenhäusern schwer nachvollziehen und ihre Deutschkenntnisse sind oft nicht ausreichend. Das Projektteam hat innovative Konzepte entwickelt, um die berufliche Integration ausländischer Ärzte zu fördern. Sie steigern deren Leistung und reduzieren die Arbeitsbelastung des übrigen ärztlichen Personals. Außerdem verbessert das Projekt die Zusammenarbeit der Berufsgruppen und erhöht die Patientensicherheit.
Das Projekt „Praxisanleitertage“ im Neurozentrum erhielt den dritten Platz. Auszubildende und Praxisanleiter hatten sich eine qualitativ hochwertige und innerhalb des Neurozentrums vergleichbare Ausbildung gewünscht sowie ein kooperatives Vorgehen und tarifliche Vorgaben. Die Projektgruppe entwickelte ein Konzept, das regelmäßig Lernangebote im Bereich der praktischen Ausbildung bietet. Dabei steht die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischem Handeln im Zentrum. Das Neurozentrum hat das Konzept in den Regelbetrieb übernommen.
Den vierten Platz belegte das Projekt „Pflegende schulen Medizinstudenten“. Darin bilden Pflegende der Hals-, Nasen-, Ohren-Klinik Medizinstudenten zu einem für beide Gesundheitsberufe relevanten Thema fort. So soll das Wissen der Medizinstudenten zum Thema „Trachealkanülenwechsel“ erweitert werden. Seit Projektstart im Wintersemester 2009/2010 wurden 960 Medizinstudenten im Rahmen eines Blockpraktikums in Theorie und Praxis geschult. Das Projekt trägt zum sicheren Umgang mit Trachealkanülen bei und unterstützt eine optimale Versorgung tracheotomierter Patienten.
Die „Freiburger Airwaytasche“ (FAT) schließt die Runde der Sieger ab. Immer wieder treten in der Anästhesiologischen Klinik Notfallsituationen auf, in denen Mediziner eine endotracheale Intubation anwenden müssen. Dabei legen sie einen Tubus in die Luftröhre hinein, um die Sauerstoffzufuhr zu sichern. Es kommt vor, dass eine herkömmliche Intubation mit einem Laryngoskop nicht möglich ist. Um bei einer solchen Notfallversorgung gut ausgerüstet zu sein und die Kollegen bei endotrachealen Intubationen auf Intensivstationen zu unterstützen, entwickelte das Projektteam die FAT. Sie enthält die notwendige Ausrüstung zur Sicherung der Atemwege, wenn bei Patienten ein schwieriger Atemweg vorliegt. So kann jederzeit und überall eine umfangreiche und professionelle Versorgung sichergestellt werden.
„Der von uns ausgelobte Qualitätspreis fördert die Mitarbeiterzufriedenheit und auch ein effizientes Arbeiten“, so der Kaufmännische Direktor. „Somit sind nicht nur die erfolgreichen Bewerber die Sieger, sondern auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn jedes Projekt, jede Verbesserung ist ein Gewinn für unser Universitätsklinikum“.
Bild 1: Michael Gnädig (rechts) nimmt stellvertretend für das Projektteam „Mitarbeiterbeteiligung im Neurozentrum“ den Scheck über 4.000 Euro von Reinhold Keil (links) entgegen.
Bild 2: Die fünf glücklichen Gewinner und die Jury nach der Preisverleihung.
Bildrechte: © Universitätsklinikum Freiburg
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