Aus Dankbarkeit: Spender gibt 50.000 Euro für Hepatitis-B-Forschung
Private Unterstützung ermöglicht neue Forschungsarbeiten an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg
Er will nicht selbst im Mittelpunkt stehen: eine Privatperson unterstützt das Universitätsklinikum Freiburg erneut mit einer Spende in Höhe von 50.000 Euro, aus Dankbarkeit für die Heilung eines Angehörigen. Die Mittel fließen an die Klinik für Innere Medizin II, in der sie für die Weiterentwicklung neuer Therapieansätze gegen chronische Infektionen mit dem Hepatitis-B-Virus eingesetzt werden. Bereits 2023 hatte der Spender, der anonym bleiben möchte, die Forschung in gleicher Höhe gefördert.
„Diese Verbundenheit berührt uns sehr. Großspenden geben unserer Forschung wichtige Impulse – aber auch jede kleinere Spende hilft uns, neue Ideen für bessere Therapien weiterzuverfolgen“, sagt Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Freiburg.
Seit vielen Jahren untersucht Thimme gemeinsam mit seinem Team, warum das Hepatitis-B-Virus bei manchen Patient*innen dauerhaft im Körper verbleibt und wie sich das therapeutisch überwinden lässt.
Chronische Hepatitis B betrifft Millionen
Das Hepatitis-B-Virus ist weltweit verbreitet. Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation zufolge hatte ein großer Teil der Weltbevölkerung bereits Kontakt mit dem Erreger. In den meisten Fällen heilt die Infektion folgenlos aus. Bei mehr als 250 Millionen Menschen jedoch entwickelt sich eine chronische Leberentzündung, die über Jahre hinweg schwere Schäden verursachen kann. Leberzirrhose und Leberkrebs zählen zu den häufigsten Spätfolgen und führen jährlich zu nahezu einer Million Todesfällen.
Fokus auf innovative Therapiekonzepte
Zwar stehen heute Medikamente zur Verfügung, die die Virusvermehrung wirksam unterdrücken, doch eine vollständige Heilung gelingt damit meist nicht. Zudem können sich unter der Behandlung resistente Virusvarianten entwickeln. Ziel der Freiburger Forschung ist es daher, neue therapeutische Konzepte zu entwickeln, die langfristig wirksam sind und ein geringes Resistenzrisiko aufweisen. Die private Spende schafft dafür zusätzliche Möglichkeiten und unterstützt die Arbeit an zukünftigen Therapieoptionen.
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