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Freiburg, 06.07.2026

Robotisches Operieren zur Marktzeit: Informieren und Ausprobieren

Info-Veranstaltung am 18. Juli 2026 im Konzerthaus Freiburg / Kurzvorträge, OP-Roboter selbst steuern und Präsentation eines neuartigen besonders schonenden Systems / Gespräche mit Expert*innen / Jubiläum: 5.000ste robotische Operation durchgeführt


Ob bei Prostatakrebs, komplexen Eingriffen im Bauch oder bei gynäkologischen Operationen – Das robotisch-assistierte Operieren ist in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Um Menschen, denen möglicherweise ein solcher Eingriff bevorsteht, mit den Möglichkeiten und Vorzügen dieser Technik vertraut zu machen, bietet das Universitätsklinikum Freiburg als eines der größten universitären Zentren für robotisches Operieren in Deutschland eine besondere Gelegenheit: Am Samstag, 18. Juli 2026 haben Interessierte von 11 Uhr bis 13 Uhr die Gelegenheit, im Konzerthaus Freiburg, Konrad-Adenauer-Platz 1, einen hochmodernen OP-Roboter aus nächster Nähe zu sehen und sogar selbst zu steuern. Außerdem finden ab 11.30 Uhr Kurzvorträge zu Prostata-, Leber- und Brustkrebs statt. 

Ein Schwerpunkt wird die Vorstellung eines neuartigen Systems sein, bei dem nur eine kleine Hautöffnung erforderlich ist. Gleichzeitig gibt es die Möglichkeit für persönliche Gespräche mit Expert*innen aus den Bereichen Urologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Frauenheilkunde. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig.

„Wir wollen den Menschen mit unserer Aktion die Möglichkeit bieten, sich ganz einfach über das Thema Robotisches Operieren zu informieren, zum Beispiel vor oder nach ihrem Stadtbummel“, sagt Prof. Dr. Christian Gratzke, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Freiburg. Angelehnt ist die Aktion an das Format „Orgelmusik zur Marktzeit“ im Freiburger Münster.

Jubiläum im Juni: 5.000ste robotisch assistierte Operation am Universitätsklinikum 

Das Universitätsklinikum Freiburg ist eines der größten universitären Zentren für robotisches Operieren in Deutschland. Erst im Mai wurde die 5.000ste robotisch assistierte Operation durchgeführt. „Unsere Stärke ist, dass wir viele medizinische Fachbereiche haben, die das robotische Operieren in den letzten Jahren intensiv genutzt und weiterentwickelt haben“, sagt Gratzke, der auch Sprecher des Zentrums robotisches Operieren am Universitätsklinikum Freiburg ist. 

Große Erfahrung bringt Vorteile für die Patient*innen

„Die Systeme sind sehr präzise, aber hochkomplex. Ich freue mich, dass wir sie am Universitätsklinikum mit sehr viel Erfahrung und guten Ergebnissen einsetzen können“, so Gratzke. Von der hohen Qualität unserer Arbeit profitieren die Patient*innen direkt. Der Blutverlust während der Operation ist gering und die Genesung verläuft in den allermeisten Fällen schnell und komplikationsarm.

Neuestes System ermöglicht Eingriff über eine kleine Hautöffnung

Die Da-Vinci-Operationssysteme verfügen über ein steuerbares Videosystem, das hochauflösende 3D-Aufnahmen mit bis zu zehnfacher Vergrößerung liefert. Seit Anfang 2025 setzt das Universitätsklinikum Freiburg erstmals in Baden-Württemberg und als eines von bundesweit wenigen Zentren ein neues System ein. Beim sogenannten Single-Port-System sind alle Instrumente in einem etwa zwei Zentimeter schmalen Schlauch verpackt. Das ermöglicht einen Zugang über nur eine Öffnung der Haut und hochpräzise Operationen auf kleinstem Raum. Außerdem werden je nach Bedarf weiterhin mehrarmige Operationssysteme eingesetzt. 

Die robotischen Systeme ermöglichen den Chirurg*innen besonders exakte Schnitte, die mit der menschlichen Hand kaum durchführbar sind. Gesteuert werden Kamera und Operationsarme von Chirurg*innen auf einer speziell dafür entwickelten Bedienkonsole, mit der die Bewegungen des Fingers auf die Roboterarme übertragen werden. 


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