Versorgung bei Herz-, Thorax- und Gefäßerkrankungen am Universitätsklinikum gestärkt
Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie sowie Aortenmedizin werden in einer Klinik gebündelt / Neue Struktur verbessert die interdisziplinäre Versorgung komplexer Patient*innen / Thoraxchirurgie bleibt verlässlich erreichbar
Das Universitätsklinikum Freiburg entwickelt seine chirurgischen Strukturen weiter, um Patient*innen mit schweren oder komplexen Erkrankungen noch verlässlicher zu versorgen. Die bisherige Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie und die Klinik für Thoraxchirurgie wurden dafür zum 1. Juli 2026 zur gemeinsamen Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie und Aortenmedizin zusammengeführt. Ärztlicher Direktor der neuen Klinik ist Prof. Dr. Martin Czerny, der zuvor die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie leitete und seit dem 1. Oktober 2025 kommissarisch auch die Klinik für Thoraxchirurgie geführt hatte.
„Für Patient*innen und ihre Angehörigen ist eine Erkrankung des Herzens oder der Lunge oft mit vielen Fragen und Unsicherheiten verbunden“, sagt Czerny. „Mit der gemeinsamen Klinik schaffen wir eine Struktur, in der eng verbundene chirurgische Fachgebiete noch intensiver zusammenarbeiten. Davon profitieren insbesondere Patient*innen mit komplexen Krankheitsbildern, bei denen Herz, Thorax, Gefäße und Hauptschlagader betroffen sind. Zugleich wird die etablierte thoraxchirurgische Versorgung in Freiburg weiter ausgebaut.“
Mit der neuen Struktur bündelt das Universitätsklinikum Freiburg die fachlichen Kompetenzen in Herzchirurgie, Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie und Aortenmedizin noch enger – von der spezialisierten Diagnostik über die operative Therapie bis zur intensivmedizinischen und weiterführenden Behandlung.
Kontinuität in der Thoraxchirurgie
Für den Bereich der Thoraxchirurgie bedeutet die neue Klinikstruktur Kontinuität. Das bestehende thoraxchirurgische Leistungsspektrum wird erhalten und künftig noch weiter ausgebaut. Auch die aktuellen Zuweisungswege, Prozesse und Ansprechpersonen bleiben erhalten. Die thoraxchirurgische Ambulanz steht weiterhin als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung. Sämtliche bisherigen Leistungen einschließlich der bronchologischen Diagnostik und Therapie bleiben erhalten. Die bisherigen Leistungen der pneumologischen Funktionsdiagnostik werden künftig in unverminderter Qualität angeboten und gemeinsam mit der Klinik für Pneumologie interdisziplinär weiterentwickelt.
Neu berufen wurde Privatdozent Dr. Till Plönes als Sektionsleiter Thoraxchirurgie. „Die Thoraxchirurgie bleibt für Patient*innen, Zuweisende und Kooperationspartner*innen verlässlich erreichbar“, sagt Plönes. „Wir führen das bestehende Spektrum fort und wollen die Versorgung in der neuen Struktur fachlich weiterentwickeln. Besonders wichtig ist uns, dass Patient*innen auch in komplexen Situationen gut begleitet werden und ihre Behandlung klar abgestimmt ist.“
Das thoraxchirurgische Profil am Universitätsklinikum Freiburg umfasst weiterhin insbesondere die komplexe onkologische Thoraxchirurgie einschließlich Eingriffen bei Lungen-, Mediastinal-, Pleura- und Brustwandtumoren, minimalinvasive Verfahren einschließlich videoassistierter thorakoskopischer Chirurgie und roboterassistierter Thoraxchirurgie, Eingriffe an Trachea und zentralen Atemwegen sowie Metastasenchirurgie, Pleura- und infektionschirurgische Eingriffe. Hinzu kommen funktionelle thoraxchirurgische Verfahren wie Lungenvolumenreduktion und Zwerchfellraffung, die Versorgung thorakaler Traumata, die Korrektur thorakaler Deformitäten sowie die Lungentransplantation.
Für Zuweisungen, Zweitmeinungen und interdisziplinäre Fallabstimmungen stehen die etablierten Kontaktwege weiterhin zur Verfügung. Komplexe Verläufe, Bildgebung und Therapieoptionen können telefonisch, per Videofallkonferenz oder im direkten fachlichen Austausch besprochen werden.
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