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Freiburg, 17.07.2026

Freiburger Stammzelldatei startet Projekt „Engagierte Schule“

St. Ursula Gymnasium Freiburg als erste Projektschule / 91 neue Registrierungen / Typisierung lässt sich in den Schulalltag integrieren


Die Freiburger Stammzelldatei am Universitätsklinikum Freiburg startet das Kooperationsprojekt „Engagierte Schule“. Das Projekt richtet sich an Schulen in Freiburg und Südbaden. Es informiert Schüler*innen über Blutkrebs, Stammzellspenden und Typisierung. Ziel ist es, junge Menschen als potenzielle Stammzellspender*innen zu gewinnen und damit die Chancen von Patient*innen mit Blutkrebs auf eine passende Spende zu erhöhen. Das St. Ursula Gymnasium Freiburg hat als erste Schule der Stadt das Kooperationsprojekt umgesetzt und damit ein starkes Zeichen im Kampf gegen Blutkrebs gesetzt.

„Jede Registrierung kann für Patient*innen mit Blutkrebs entscheidend sein. Junge Menschen sind als Spender*innen besonders wichtig, weil sie medizinisch oft sehr gut geeignet sind. Mit dem Projekt ‚Engagierte Schule‘ möchten wir Wissen vermitteln, Unsicherheiten abbauen und Schulen eine einfache Möglichkeit geben, gesellschaftliches Engagement konkret umzusetzen“, sagt Dr. Julia Braun, Leiterin der Freiburger Stammzelldatei am Universitätsklinikum Freiburg.

Einfach umsetzbar im Schulalltag

Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Freiburger Stammzelldatei erfolgt eng abgestimmt und unkompliziert. Das Angebot umfasst Unterrichtsmaterialien für Fächer wie Biologie, Ethik oder Religion, einen altersgerechten Vortrag über Blutkrebs, Stammzellspende und Registrierung sowie die Organisation der Typisierung vor Ort. Schulen können die Bausteine einzeln nutzen oder miteinander verbinden. Die Planung erfolgt gemeinsam mit der Schule und wird an Stundenplan, Räume und schulische Abläufe angepasst. So können Schüler*innen gut informiert entscheiden, ob sie sich registrieren lassen möchten. Auch Eltern können über Informationsmaterialien oder einen digitalen Elternabend mit einbezogen werden. Für Schulen bedeutet das: Geringer organisatorischer Aufwand bei großer gesellschaftlicher Wirkung. 

St. Ursula Gymnasium setzt Projekt als erste Schule um

Als erste Schule in Freiburg hat das St. Ursula Gymnasium Freiburg das Projekt umgesetzt. Bei der Typisierungsaktion am 18. Mai ließen sich 62 Schülerinnen der Oberstufe registrieren. Weitere 29 Eltern und Lehrkräfte nutzten beim Elternsprechtag die Möglichkeit zur Typisierung. Insgesamt kamen so 91 neue Registrierungen zusammen. Auch die SMV-Schülerinnen engagierten sich aktiv bei der Organisation und Durchführung der Typisierungsaktion. Bereits im Vorfeld wurden die Schülerinnen der Oberstufe sowie ihre Eltern umfassend informiert. Ein Vortrag erklärte den Ablauf von der Registrierung bis zur Stammzellspende, bot Raum für Fragen und half, Unsicherheiten abzubauen. 

„Wir möchten unseren Schülerinnen nicht nur Wissen vermitteln, sondern sie zu verantwortungsbewussten jungen Menschen erziehen. Die Teilnahme am Projekt ‚Engagierte Schule‘ ist für uns der Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit. Ich hoffe sehr, dass weitere Schulen in Freiburg und ganz Südbaden diesem Beispiel folgen und ebenfalls solche Aktionen durchführen“, sagt Martin Sumbert, Schulleiter des St. Ursula Gymnasiums Freiburg.

„Mit der Typisierungsaktion zeigt das St. Ursula Gymnasium Freiburg, wie soziales Engagement im Schulalltag konkret aussehen kann. Dieses Engagement würdigen wir Anfang des nächsten Schuljahres mit dem Siegel Engagierte Schule“, sagt Braun.

Über die Freiburger Stammzelldatei

Die Freiburger Stammzelldatei am Universitätsklinikum Freiburg engagiert sich seit über 25 Jahren für Menschen mit Blutkrebs und anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Derzeit sind rund 65.000 registrierte Spender*innen erfasst. Die Stammzelldatei organisiert regelmäßig Typisierungsaktionen in Südbaden und begleitet Spender*innen persönlich vor, während und nach einer möglichen Spende. Über das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) stehen die registrierten Spender*innen weltweit zur Verfügung.


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