Universitätsklinikum Freiburg stärkt Radiologie-Ausbildung in der Ukraine
Internationales Projekt qualifiziert ukrainische Radiologie-Fachkräfte / Hands-on-Workshop Ende Juli in Warschau / Train-the-Trainer-Ansatz soll Wissen langfristig in der Ukraine verankern
Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Freiburg hat die medizinisch-fachliche Weiterbildung in einem internationalen Projekt für ukrainische Fachkräfte aus der Radiologie übernommen. Vom 27. bis 31. Juli 2026 fand dazu eine Fortbildung in Warschau statt. Sie ist Teil des Projekts „Aufbau von Kompetenzen für medizinisch-technische Radiologieassistent*innen in der Ukraine“, das die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Kooperation mit Siemens Healthineers im Rahmen des develoPPP-Programms umsetzt. Mit develoPPP fördert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) strategische Partnerschaften, in denen öffentliche und private Akteure gemeinsam langfristige und wirksame Lösungen umsetzen. Ziel dieses Projekts ist es, langfristige Bildungsstrukturen zu schaffen und damit eine sichere und qualitativ hochwertige radiologische Diagnostik für die Patient*innen in der Ukraine zu fördern.
„Für uns ist es wichtig, nachhaltige Aus- und Weiterbildungsstrukturen in der Ukraine zu unterstützen“, sagt Prof. Dr. Christopher Schlett, Leiter der fachlichen Umsetzung des Projekts am Universitätsklinikum Freiburg und stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg. „Die enge Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern schafft die Grundlage dafür, Wissen dauerhaft vor Ort zu verankern und zugleich wichtige Strukturen im ukrainischen Gesundheitswesen weiterzuentwickeln.“
Nachhaltige Qualifizierung für die radiologische Versorgung
Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau eines Aus- und Weiterbildungskonzepts für die radiologische Versorgung in der Ukraine, das sich an dem konkreten Bedarf der ukrainischen Gesundheitseinrichtungen orientiert. Dafür wurden 20 ausgewählte Fachkräfte aus Kliniken in verschiedenen Regionen des Landes im Rahmen eines Train-the-Trainer-Programms geschult.
Neben medizinisch-technischen und radiologischen Inhalten vermittelt das Programm auch didaktische Kompetenzen. Die Teilnehmenden sollen das erworbene Wissen anschließend in ihren eigenen Einrichtungen an Kolleg*innen weitergeben. Durch diesen Multiplikatoreneffekt entsteht ein skalierbarer Wissenstransfer, der über die unmittelbar geschulte Gruppe hinausreicht und den Aufbau eines landesweiten Netzwerks qualifizierter Fachkräfte unterstützt.
„Entscheidend ist, dass die Qualifizierung nicht mit dem Workshop endet“, sagt Schlett. „Die Teilnehmenden sollen die Inhalte in ihre Kliniken tragen, dort weitere Fachkräfte schulen und das Programm an die jeweiligen lokalen Bedingungen anpassen. So wird aus einer einzelnen Fortbildung ein nachhaltiger Kompetenzentwicklungsprozess.“
Bild1: Praxisnahes Lernen am Bildschirm: Ukrainische Radiologie-Fachkräfte trainieren beim Hands-on-Workshop in Warschau den Umgang mit medizinischer Bildgebung und radiologischer Diagnostik.
Bild2: Gemeinsam für eine bessere radiologische Versorgung in der Ukraine: Die Teilnehmenden des internationalen Train-the-Trainer-Programms beim Workshop in Warschau mit Prof. Dr. Christopher Schlett (1. v.l.)
Bildquelle: Universitätsklinikum Freiburg
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