Zu den Inhalten springen
Freiburg, 29.10.2026

Schlaganfall: Risiken erkennen, Leben schützen

Zum Weltschlaganfalltag am 29. Oktober informieren Expert*innen des Universitätsklinikums Freiburg über Warnzeichen, Behandlung und Möglichkeiten der Vorbeugung


Plötzliche Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen: Ein Schlaganfall kann das Leben innerhalb weniger Sekunden verändern. Rund 270.000 Menschen sind in Deutschland jedes Jahr betroffen. Ein Schlaganfall zählt zu den häufigsten Ursachen für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter. Dabei lassen sich viele Schlaganfälle durch einen gesunden Lebensstil und die Behandlung von Risikofaktoren verhindern. Zum Weltschlaganfalltag am 29. Oktober erklären Expert*innen des Universitätsklinikums Freiburg, wie sich das Risiko senken lässt.

„Ein Schlaganfall kann Menschen jeden Alters treffen. Entscheidend ist, die Warnzeichen zu erkennen und sofort zu handeln. Je schneller die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, bleibende Schäden zu vermeiden. Bei plötzlichen Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen gilt: sofort die 112 wählen, auch wenn die Beschwerden wieder verschwinden“, sagt PD Dr. Andrea Dreßing, Oberärztin der Klinik für Neurologie und Neurophysiologie und Ärztliche Leitung der Stroke Unit am Universitätsklinikum Freiburg. „Viele Schlaganfälle lassen sich verhindern, indem Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Vorhofflimmern frühzeitig erkannt und konsequent behandelt werden. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf das Rauchen können das Schlaganfallrisiko zusätzlich deutlich senken“, betont Dreßing.

Spezialisierte Versorgung auf der Stroke Unit

Auf der zertifizierten Schlaganfallstation, der sogenannten Stroke Unit, des Universitätsklinikums Freiburg werden Patient*innen von einem spezialisierten Team aus Ärzt*innen, Pflegefachpersonen und Therapeut*innen versorgt. Auf 16 Monitorbetten können wichtige Körperfunktionen kontinuierlich überwacht werden. Gleichzeitig werden die Ursachen des Schlaganfalls untersucht und frühzeitig Rehabilitationsmaßnahmen eingeleitet. 

Bluthochdruck als wichtiger Risikofaktor

Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren für Schlaganfälle gehören neben Rauchen, Diabetes und Bewegungsmangel insbesondere dauerhaft erhöhte Blutdruckwerte. Denn wenn das Blut ständig mit zu hohem Druck durch die Gefäße fließt, werden deren Wände geschädigt. Dadurch können Blutgefäße im Gehirn leichter verstopfen oder reißen und einen Schlaganfall auslösen. Da Bluthochdruck häufig über Jahre keine Beschwerden verursacht, sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

„Bluthochdruck ist gut behandelbar, wenn er rechtzeitig erkannt und individuell therapiert wird“, sagt Dr. Elias Noory, Leiter des Hypertonie-Zentrums der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitätsklinikums Freiburg. „Besonders wichtig ist eine spezialisierte Abklärung, wenn der Blutdruck trotz Medikamenten dauerhaft erhöht bleibt.“

Das zertifizierte Hypertonie-Zentrum des Universitätsklinikums Freiburg ist auf die umfassende Diagnostik und Behandlung von schwer einstellbarem Bluthochdruck spezialisiert. Insbesondere bei Patient*innen, deren Blutdruck trotz mehrerer Medikamente dauerhaft erhöht bleibt, untersuchen die Expert*innen mögliche Ursachen und entwickeln ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept. Neben der medikamentösen Therapie stehen für ausgewählte Patient*innen auch spezielle Katheterverfahren zur Verfügung. Bei der sogenannten Renalen Denervation werden gezielt Nerven an den Nierenarterien behandelt, die an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt sind. Das ebenfalls von Noory geleitete Zentrum für Renale Denervation des Universitätsklinikums Freiburg ist seit 2023 von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert. Ziel ist es, die Blutdruckwerte langfristig zu verbessern und das Risiko für Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu verringern.

 


Zurück

Universitätsklinikum Freiburg

Zentrale Information
Telefon: 0761 270-0
info@uniklinik-freiburg.de

 

Für Presseanfragen:
Unternehmenskommunikation

Breisacher Straße 153
79110 Freiburg
Telefon: 0761 270-84830
kommunikation@uniklinik-freiburg.de