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8 Sofort-Tipps bei ausgeschlagenen Zähnen

Zahnheilkunde

(13.04.2018)  Jeder zweite Jugendliche verletzt sich an den Zähnen. Was zu tun ist, wenn ein Zahn ausgeschlagen oder abgebrochen ist, erklärt ein Experte des Universitätsklinikums Freiburg. Denn richtig versorgt, können die Zähne oft gerettet werden.

Ein Sturz mit dem Fahrrad, ein unaufmerksamer Moment beim Sport oder eine Rangelei: Jeder zweite Jugendliche verletzt sich mindestens einmal an den Zähnen, Jungen dreimal so oft wie Mädchen. „Für Kinder und Eltern ist es erst einmal ein Schock, wenn der Zahn ausgeschlagen ist.  Aber in den meisten Fällen können wir die Zähne retten“, sagt Professor Dr. Dr. Marc Metzger, Leitender Oberarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Universitätsklinikums Freiburg.

Wurde ein Zahn verletzt oder sogar ausgeschlagen, sollte möglichst schnell ein Zahnarzt aufgesucht werden. © minerva studio/fotolia

Schnelles und überlegtes Handeln ist nötig

Ist ein Zahn aus- oder abgebrochen, gilt: Je schneller beim Zahnarzt, desto höher die Heilungschancen. Voraussetzung dafür ist, dass Wunde und Zähne nach dem Unfall richtig versorgt werden.

Folgende Verhaltenstipps helfen im Notfall:

  1. Zuerst sollte man den Verletzten beruhigen und klären, ob weitere Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung vorliegen.
  2. Blutet die Wunde stark, sollte die Blutung durch leichtes Beißen auf steriles Verbandsmaterial, ein Stofftaschentuch oder Handtuch gestillt werden. Auch eine Kühlkompresse kann helfen.
  3. Möglichst schnell den ausgeschlagenen oder abgebrochenen Zahn suchen.
  4. Wichtig: Den Zahn nicht an der Zahnwurzel anfassen, damit diese nicht geschädigt wird. Verunreinigungen wie z.B. Sand nicht entfernen.
  5. Spätestens nach 15 Minuten sollte der Zahn feucht gelagert werden. Eine Zahnrettungsbox ist dafür optimal. Diese sind in Apotheken, vielen Schulen, Turnhallen und Schwimmbädern vorhanden. Das Flüssigmedium versorgt die faserbildenden Zellen an der Zahnwurzel, so dass die Chancen für ein Wiederanwachsen des Zahns höher sind.
  6. Ist keine Rettungsbox vorhanden, kann der Zahn in kühle H-Milch oder zur Not in Speichel gelegt und in einer Frischhaltefolie eingewickelt werden.
  7. Auf keinen Fall sollte man den Zahn in Wasser einlegen, in ein Papiertaschentuch einwickeln oder trocken transportieren.
  8. Dann heißt es, möglichst schnell zum Zahnarzt oder zur Zahnklinik.

Was der Zahnarzt tut

Zunächst reinigt der Zahnarzt die Wunde unter lokaler Betäubung. Mit Hilfe eines Röntgenbildes prüft er, ob sich noch Zahnreste an der Bruchstelle befinden. „Dann setzen wir den Zahn vorsichtig ein und fixieren ihn mit einer Drahtschiene an den Nachbarzähnen.

Wächst der Zahn wieder an, können wir die Schiene in der Regel nach ca. zwei Wochen entfernen“, sagt Professor Metzger. Wächst der Zahnnerv nicht richtig an, zeigt sich das durch fehlendes Empfinden. In diesem Fall kann eine Wurzelbehandlung helfen. „Aber in den meisten Fällen können wir den Zahn auch ohne Wurzelbehandlung retten“, sagt Professor Metzger.

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