Zu den Inhalten springen

Naturheilkunde am IUK

Laufende Projekte

Projekt „AiF Kapuzinerkresse“

Projektbeschreibung:  

Im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) wird das Projekt „AiF Kapuzinerkresse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Ziel des Projektes ist es,  in enger Kooperation mit einem führenden Hersteller biologischer Arzneimittel ein marktfähiges Arzneimittel auf Basis der in der Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) enthaltenen, volatilen Isothiocyanate (ITC) zu entwickeln. Hierfür muss vorerst ein spezielles Labor-Analyse-System entwickelt und etabliert werden, das eine kontrollierte quantitative ITC Freisetzung aus dem Pflanzenstoff ermöglicht. Die Untersuchungen umfassen weiterhin den Nachweis der antibakteriellen Wirkung des neuen Phytoantibiotikums  unter besonderer Berücksichtigung mehrfachresistenter Keime sowie dessen Pharmakokinetik  und Bioverfügbarkeit im menschlichen Organismus.

Projektleitung: Frank U

Ansprechpartner: Biehler K

Projektbeginn: 01.01.2017

Projektende: 31.12.2018 


Das anti-mikrobielle Wirkprinzip pflanzlicher Isothiozyanate

Projektbeschreibung:

Um die Wirkungsweise eines Antibiotikum aufzuklären, muss bekannt sein, wie genau die Substanz die lebenswichtigen Prozesse eines Bakteriums stört. Um den Wirkmechanismus zu entschlüsseln ist es hilfreich, die Proteinausstattung von Bakterien, die mit einer antibiotischen Substanz behandelt wurden, zu vergleichen. Antibiotika greifen in bestimmte Prozesse in der Zelle ein, sie hemmen zum Beispiel wichtige Proteine für den Aufbau der Zellmembran. Dieser Störung versuchen die Bakterien entgegenzuwirken, indem sie z.B. mehr membranaufbauende Proteine herstellen. Findet man nach der Antibiotikabehandlung also vermehrt Proteine, die Bestandteile für die Zellmembran herstellen, ist das ein Indiz dafür, dass die getestete Substanz in genau diesen Prozess eingreift. Enterobakterien, die der Resistenzgruppe der 3-/4-MRGN (gem RKI Definition) angehören, erweisen sich in-vitro gegenüber Isothiozyanaten /(ITC) aus Pulvern von Meerrettichwurzel (MW) und Kapuzinerkresse (KK) als signifikant weniger empfindlich als solche, die kein derartiges Resistenzmuster aufweisen (Mampel et al. 2014) Aufgrund dieser Entdeckung besteht ein verstärktes Interesse an der Aufklärung des antimikrobiellen Wirkprinzips von ITC gegenüber humanpathogenen Erregern.

Projektleitung: Frank U

Ansprechpartner: Biehler K

Projektbeginn: 01.10.2014

Projektende: 30.09.2017 

Finanzierung: Repha GmbH


 

Beendete Projekte

In-vitro activity of ceftaroline against Methicillin-resistant Staphyococcus aureus (MRSA) from German intensive care patients

Projektbeschreibung:

Ceftaroline, a new cephalosporin with expanded activity against methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) in addition to broad spectrum bactericidal activity against other gram- positive and gram-negative pathogens. Therefore ceftaroline is a promising agent for antibiotic treatment of complicated skin and soft tissue infections. The purpose of the study is to investigate the in-vitro activity of ceftaroline against methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) strains isolated from patients hospitalized in intensive care units (ICUs) in Germany.

Projektleitung: Frank U

Ansprechpartner: Dr. K. Biehler

Projektbeginn: 01.01.2014

Projektende: 30.06.2014 

Finanzierung: AstraZeneca GmbH


 

Untersuchungen zur anti-bakteriellen Wirkung von Angocin (r) Anti-Infekt N auf UPEC und Antibiotika-resistente Enterobakterien

Projektbeschreibung:

Grundlage für das Forschungsprojekt sind die in Kooperation zwischen dem Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene und der Firma Repha bereits durchgeführten Untersuchungen zur antibakteriellen Wirkung von Angocin®Anti-Infekt N. Diese Untersuchungen belegten für das Präparat eindrucksvoll eine breite antibakterielle Wirkung sowohl im grampositiven, als auch im gramnegativen Bereich.

Projektleitung: Mersch-Sundermann V

Ansprechpartner: Frank U

Projektbeginn: 01.10.2012

Projektende: 30.09.2013  

Mitarbeiter:Biehler K, Engels I

Finanzierung: Repha GmbH


 

DNA-Microarray Untersuchungen zum immunmod. Wirkung von Echinacin aud AGPs auf Monozyten

Projektbeschreibung:

Echinacin® wird aus dem Presssaft des Roten Sonnenhuts (Echinacea purpurea) hergestellt. Die Heilkraft dieser Pflanze ist in der traditionellen Medizin nordamerikanischer Indianerstämme zur Behandlung von Entzündungen, Wunden, Verbrennungen, Fieber und Infektionen des Respirationstrakts bereits seit langem bekannt. Die beanspruchten Indikationen des Phytotherapeutikums sind die unterstützende Therapie bei rezidivierenden Infektionen des Respirationstrakts und der Harnwege. In der Literatur wird die Wirksamkeit verschiedener Echinacea-Präparate unterschiedlich bewertet: Es gibt mehrere randomisierte, Placebo-kontrollierte Doppelblindstudien, die eine signifikante Wirkung von Echinacea purpurea (Echinacin®) bei akuten Erkältungskrankheiten (Hoheisel et al., 1997; Schulten, 2001) und eine Verkürzung der Erkrankungsdauer (Schulten, 2001) beschreiben. Andererseits gab es in letzter Zeit Publikationen, die eine Wirkung von Echinacea-Präparaten zur Prophylaxe und Therapie von Infektionen des oberen Respirationstrakts in Frage stellten (Caruso & Gwaltney, 2005; Turner et al., 2005). Bei der Bewertung dieser Veröffentlichungen ist jedoch zu beachten, dass teilweise pauschal über verschiedene Echinacea-Präparationen geurteilt wurde bzw. nicht Echinacea purpurea, sondern andere Echinacea-Spezies verwendet worden waren. Als Wirkmechanismen von Echinacin® sind u.a. eine Stimulierung der Phagozytose sowie spezifischer Immunmechanismen (Stimulierung der T- und B-Zellfunktion und eine gesteigerte Zytokinexpression) beschrieben worden.

Projektleitung: Mersch-Sundermann V

Stellvertretung: Biehler K

Ansprechpartner: Frank U

Projektbeginn: 01.11.2011

Projektende: 31.05.2012 

Finanzierung:

  • Madaus GmbH
  • Universitätsklinikum Heidelberg, Klinikum

Einfluss von TUIM(R) auf die Interaktion von E.coli und humanen Uroepithelzellen

Projektbeschreibung:

Der Konsum von Früchten kann hilfreich sein, chronischen Erkrankungen vorzubeugen, da die darin enthaltenen Polyphenole den oxidativen Stress reduzieren und die Immunität stärken. Die speziell in Cranberrys enthaltenen Proanthocyanidine wurden zu ihrer antibakteriellen Wirkung von verschiedenen Arbeitsgruppen in der jüngsten Vergangenheit untersucht (Wiener Medizinische Wochenschrift 2007; 157/13-14: 325-330). Diese polyphenolen Substanzen können vor allen Dingen Infektionen im Harnwegstrakt verhindern helfen, in dem sie die fibrinogene Anheftung und Coaggregation pathogener Bakterien, wie Escherichia coli inhibieren. Randomisierte, plazebo-kontrollierte klinische Studien belegen bereits, dass Cranberry-Saft als Infektprophylaktikum eingesetzt werden kann. Die anti-adhäsiven Eigenschaften dieser Früchte scheinen dosisabhängig zu sein, und die Nutzung der anti-adhäsiven Wirkung von Cranberrys ist ein innovativer und natürlicher Ansatz im Umgang mit bakteriellen Harnwegsinfektionen. Das zu untersuchende Präparat TUIM® urofemin enthält einen hochwertigen, natürlichen Cranberry-Extrakt. Cranberrys sind ein wertvolles Nahrungsmittel. Sie sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, die wichtiger Bestandteil unserer täglichen Ernährung sind und im menschlichen Körper eine Vielzahl von Schutzfunktionen ausüben. Zusätzlich zum Cranberry-Extrakt enhält TUIM® urofemin Vitamin C, Zink und Selen. Diese drei Inhaltsstoffe, die idealerweise immer Bestandteil der täglichen Ernährung sind, tragen gemeinsam dazu bei, das Immunsystem in seiner Funktion zu unterstützen. Ein gut funktionierendes Immunsystem ist wichtig, um allgegenwärtige Bakterien abwehren zu können.

Direkte antimikrobielle Wirkungen

Es ist weitgehend unbekannt, ob das Cranberry-Extrakt antimikrobielle Wirkungen auf humanpathogene Infektionserreger zeigt. Es ist daher von großem Interesse, zu überprüfen, ob direkte antimikrobielle Wirkungen bei dem Extrakt (i.e. dem Präparat TUIM® urofemin) zu beobachten sind. Hierzu bieten sich zwei Verfahren an: Die Bestimmung der Minimalen Hemmkonzentration (MHK) mittels Agardilution und Mikrodilution.

Projektleitung: Frank U

Stellvertretung: Biehler K

Ansprechpartner: Frank U

Projektbeginn: 2010

Projektende: 2012  

Finanzierung: Dr. Wilmar Schwabe GmbH & Co KG


 

DNA-Microarray-Untersuchungen zur immunmodulierenden Wirkung von Angocin® Anti-Infekt N auf Monozyten

Projektbeschreibung:

Die Wirkung von Senfölen auf die Expression von Genen der humanen monozytären Zelllinie THP-1 soll untersucht werden. Dadurch kann geklärt werden, inwieweit Senföle eine immunstimulierden Wirkung haben. Wegen der Heterogenität pflanzlicher Produkte wird zuerst mit den Reinsubstanzen gearbeitet, also mit Allyl-ITC, 2-Phenylethyl-ITC und Benzyl-ITC. Da Senföle in höheren Konzentrationen und längeren Expositionszeiten toxisch wirken, werden in einer gesonderten Versuchsreihe die optimalen Bedingungen ermittelt. Läßt sich eine immunmodulatorische Wirkung der Senföle feststellen, dann soll getestet werden, ob auch das Nativpräparat diese Wirkung hervorruft.

Projektleitung: Frank U

Stellvertretung: Biehler K

Ansprechpartner: Frank U

Projektbeginn: 01.09.2010

Projektende: 31.05.2011

Finanzierung: Repha GmbH, Biologische Heilmittel


 

Wissenschaftliche Leitung:

Leiter der Arbeitsgruppe:

Prof. Dr. med. Uwe Frank

Mikrobiologe und Hygieniker, Infektiologe (DGI)

Telefon: +49 (0) 6221 56-4589

Telefon: +49 (0) 6221 56-36296

Telefon: +49 (0) 162 2807798

Uwe.Frank@med.uni-heidelberg.de

Stellvertretender Leiter:

Dr. rer. nat. Klaus Biehler

Diplom-Biologe

Telefon: +49 (0) 761 270-82880

Telefax: +49 (0) 761 270-82030

klaus.biehler@uniklinik-freiburg.de