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Klinik für Pneumologie

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Forschungsschwerpunkt diffuse parenchymatöse Lungenerkrankungen

Klinik für Pneumologie

Sarkoidose

Bei der Sarkoidose handelt es sich um eine Systemerkrankung, die sich in über 90% der Fälle an der Lunge manifestiert. Häufig finden sich auch Lymphknoten-, Augen- und Hautveränderungen. Im betroffenen Gewebe sieht man mikroskopisch eine sogenannte granulomatöse Entzündung, diese besteht aus knötchenförmigen Zellansammlungen.

Ursache

Bis heute bleibt die Ursache der Sarkoidose ungeklärt. Ein Infekt kann der Auslöser sein, dazu muss eine besondere, wahrscheinlich genetisch bedingte Empfänglichkeit bestehen. So kann die Erkrankung familiär gehäuft auftreten und in verschiedenen ethnischen Gruppen unterschiedlich ausgeprägt sein und unterschiedlich häufig vorkommen. In Deutschland ist es, unter den seltenen, eine recht häufige Erkrankung, die überwiegend jüngere Menschen befällt.

Sarkoidoseformen

Nach dem Verlauf können 2 verschiedene Formen unterschieden werden:

  • Akute Sarkoidose (Löfgren-Syndrom): geht einher mit Fieber, Gelenksschwellungen, Hautausschlag (Erythema nodosum), Gewichtsabnahme.
  • Chronische Sarkoidose: schleichender Beginn mit relativ wenig Symptomen, zunehmende Atemnot bei Belastung, Husten, Leistungsminderung.

Diagnose

Die Diagnose einer Sarkoidose wird aufgrund klinisch-radiologischer Befunde und durch eine per Lungenspiegelung entnommene Gewebeprobe gestellt.

Verlauf und Prognose

Die Sarkoidose zeichnet sich durch eine hohe Spontanheilungsrate aus (60-70 % der Patienten), d.h. beim überwiegenden Teil der Patienten heilt die Erkrankung ohne Therapie „von alleine“ aus. Bei einigen Patienten kann sich die Erkrankung jedoch festsetzen. Eine Lungenschädigung erkennt man am Besten in der Lungenfunktion und am Fahrradbelastungstest. Diese beiden Untersuchungen werden immer bei Kontrollvorstellungen durchgeführt und anhand dieser die Therapie festgelegt.

Therapie

Ziel der medikamentösen Therapie ist es, einen nicht mehr rückgängig zu machenden Funktionsverlust der betroffenen Organe zu verhindern. Zum Einsatz kommen in erster Linie Kortikosteroide (Kortison), aber auch andere entzündungshemmende Medikamente werden verwendet. Die Entwicklung neuer Therapiestrategien ist Gegenstand intensiver Forschung dieser Abteilung. Eine aktuelle Übersicht klinischer Studien finden Sie auf dieser Seite.