Drei DEGRO-Auszeichnungen für die Freiburger Strahlenheilkunde
Preise für klinische Radioonkologie, personalisierte Strahlentherapie und Immunforschung / Auszeichnungen beim DEGRO-Jahreskongress 2026
Drei Wissenschaftler*innen der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg sind beim Jahreskongress 2026 der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) ausgezeichnet worden. Ihre Arbeiten untersuchen, wie Strahlentherapien gezielter eingesetzt und besser mit anderen Behandlungsformen verbunden werden können. Davon sollen insbesondere Patient*innen mit Tumoren im Brustraum, Prostatakrebs und schwer behandelbaren Tumorerkrankungen profitieren.
„Ich freue mich sehr, dass gleich drei Wissenschaftler*innen aus der Klinik für Strahlenheilkunde für ihre herausragende Arbeit ausgezeichnet wurden. Die Preise würdigen ihre engagierte Arbeit für eine bessere und individuellere Behandlung unserer Patient*innen“, sagt Prof. Dr. Anca-Ligia Grosu, Ärztliche Direktorin der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg.
Forschung für eine gezieltere Behandlung
PD Dr. Andreas Rimner, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg sowie Wissenschaftlicher Direktor des Tumorzentrums Freiburg – Comprehensive Cancer Center Freiburg (CCCF), erhielt den Preis für Klinische Radioonkologie 2026. Die DEGRO und die Cabillic-Engenhart-Stiftung würdigen damit seine langjährige klinische und wissenschaftliche Arbeit zur Behandlung von Tumoren im Brustraum. Dazu zählen unter anderem Lungenkrebs und Tumoren des Brustfells.
PD Dr. Simon Spohn, Geschäftsführender Oberarzt in der Klinik für Strahlenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, wurde mit dem Hermann-Holthusen-Preis ausgezeichnet. Seine Forschung nutzt funktionelle Bildgebung, um Unterschiede innerhalb eines Prostatatumors sichtbar zu machen. Diese zusätzlichen Informationen können helfen, besonders aktive Tumorbereiche gezielter zu bestrahlen. Die entwickelten Verfahren werden bereits in klinischen Behandlungen und Forschungsprojekten eingesetzt. Ziel ist eine Strahlentherapie, die genauer an die individuelle Erkrankung angepasst ist.
Dr. Xi Rao, Doktorandin in der Klinik für Strahlenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg, wurde für ihre Dissertation zum sogenannten abskopalen Effekt ausgezeichnet. Der Effekt beschreibt, dass eine örtlich begrenzte Bestrahlung über die Aktivierung des Immunsystems auch auf entfernte, nicht bestrahlte Tumoren wirken kann. Die Ergebnisse leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der immunologischen Wirkungen der Strahlentherapie und eröffnen neue Perspektiven für die Weiterentwicklung kombinierter Strahlen- und Immuntherapien.
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