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Haarausfall wirksam und dauerhaft behandeln

Dermatologie

(13.07.2018)  Haarausfall trifft Männer wie Frauen. Ist der Haarverlust schon weit fortgeschritten, kann eine Haartransplantation langfristig Besserung schaffen. Auch immer mehr Prominente setzen darauf.

Jürgen Klopp, Christian Lindner, Elton John: Die Liste prominenter Männer ist lang, die öffentlich zu ihrer Haartransplantation stehen. Doch gerade auch für Frauen kann Haarausfall psychisch sehr belastend sein. Sind die Haare erst einmal ausgefallen, kann eine Haartransplantation den Betroffenen helfen. Dr. Danuta Sobczak von der Erich-Lexer-Klinik, einer 100-prozentigen Tochter des Universitätsklinikums Freiburg, hat viele Jahre Erfahrung bei diesem Eingriff.

Etwa jede zehnte Frau über 30 Jahren und jede dritte Frau über 70 Jahren ist von Haarausfall betroffen. Dabei gibt es Behandlungsmöglichkeiten. © nuzza11/fotolia

Männliches Sexualhormon ist meist der Auslöser – bei Männern und Frauen  

In rund 95 Prozent der Fälle steckt hinter Haarausfall eine veranlagungsbedingt erhöhte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegen das männliche Sexualhormon Testosteron. Diese sogenannte androgenetische Alopezie beginnt in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.  Bereits mit 30 Jahren leiden etwa 12 Prozent der Frauen unter Haarausfall, mit 70 Jahren sind es rund 30 bis 40 Prozent.  

Rechtzeitig den Haarausfall stoppen  

Ist der Haarausfall noch nicht weit fortgeschritten, lässt sich bei Frauen das Haarwachstum häufig mit der Einnahme der Antibabypille oder einer Haarlösung anregen. Männer können außerdem mit einem Wirkstoff in Tablettenform gegenwirken. Abgestorbene Haarwurzeln lassen sich allerdings nicht reaktivieren.  

Dann hilft nur eine Haartransplantation, etwa vom Hinterkopf zum Stirnbereich. „Das transplantierte Haar verhält sich wie normales Haar: Es ist strapazierfähig, hat die gleiche Wachstumrichtung wie die vorhandenen Haaren und ergraut mit dem Alter ganz natürlich. Auch Färben und Dauerwelle sind möglich“, erklärt Dr. Sobczak.  

„Entscheidend ist die persönliche und Individuelle Voruntersuchung und Beratung der Patienten durch den behandelnden Haarchirurgen. Nur so können die Voraussetzungen für eine Haartransplantation geprüft sowie die Möglichkeiten realistisch eingeschätzt werden“, betont die Dermatologin.  

Haare mikrochirurgisch verpflanzen  

„Die Haarchirurgie ist als wirksame Behandlung des Haarausfalls bei Männern und Frauen anerkannt und in den Behandlungsleitlinien empfohlen“, sagt Dr. Sobczak, die mehrere Jahre die Haarsprechstunde an der Klinik für Dermatologie und Venerologie des Universitätsklinikums Freiburg geleitet hat.  

An der Erich-Lexer-Klinik werden Haarverpflanzungen mikrochirurgisch durchgeführt. Unter lokaler Betäubung werden am Hinterkopf kleine Gruppen oder Streifen an Haarwurzel entnommen, unter Vergrößerung vereinzelt und in kleinste passgerechte Kanäle transplantiert.

2,5 bis 4 Stunden dauert der Eingriff. Die entscheidenden Arbeitsschritte werden vom Arzt persönlich durchgeführt, dabei assistiert geschultes Personal. „So lassen sich dauerhafte und natürliche Ergebnisse erzielen“, sagt die Dermatologin.

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