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Wir überwinden Grenzen

"Tigerherz...wenn Eltern Krebs haben"

Psychosoziale Unterstützung

(30.11.2018) Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt, ist das für die ganze Familie sehr belastend. Das Angebot „Tigerherz…wenn Eltern Krebs haben“ der Psychosozialen Krebsberatung am Universitätsklinikum Freiburg unterstützt die Familien und widmet sich dabei insbesondere den Bedürfnissen der Kinder. Der Sozial- und Erlebnispädagoge Jörg Stern arbeitet mit den Kindern.

Herr Stern, was bedeutet es für Kinder, wenn ein Elternteil die Diagnose Krebs bekommt?
Jörg Stern:
Das ist für die Kinder eine existenzielle Bedrohung. Denn bis dahin gelten die Eltern meist als unverwundbar. Manche reagieren mit Wut, Schlafproblemen oder Rückzug. Jede Reaktion ist erstmal in Ordnung. Sie zeigt, dass sich das Kind mit dem Thema auseinandersetzt.

Der Erlebnis- und Sozialpädagoge Jörg Stern begleitet Kinder und Jugendliche bei "Tigerherz". © Britt Schilling / Universitätsklinikum Freiburg

Wie helfen Sie den Kindern und Jugendlichen?
Wir bieten Spiele, Sport oder kreative Beschäftigung in unserem Tigerherz-Atelier an. Dadurch finden viele einen Zugang zu ihren Gefühlen und können die belastende Situation besser be- und verarbeiten. Ein Gespräch mit den Kindern entwickelt sich dann ganz nebenbei. Gleichzeitig dürfen sie hier aber auch Lachen, Toben und Spaß haben. Natürlich begleiten wir die Kinder und Jugendlichen auch über den Tod des Elternteils hinaus, je nachdem, was ihnen gut tut.

Sie bieten viele Tagesaktionen und ein Ferienprogramm an. Was machen Sie genau?
Wir machen mal einen Ausflug ins Schwimmbad, mal einen Forschertag und viele andere Dinge. In der Sommerfreizeit fahren wir gemeinsam für vier Tage auf eine Hütte im Schwarzwald. Die Kinder und Jugendlichen kommen bei all dem auf andere Gedanken und lernen Gleichaltrige kennen, die in einer ähnlichen Situation sind oder waren. Die verstehen die eigenen Ängste und Sorgen besser, was sehr entlastend sein kann. Aus solchen Begegnungen entstehen auch langfristige Freundschaften.

Früher hieß es, man solle Kinder aus dem Krankheitsprozess raushalten. Ist das sinnvoll?
Nein, Kinder und Jugendliche haben unglaublich sensible Antennen und spüren schnell, dass etwas nicht stimmt. Oft haben sie dann das Gefühl, selbst etwas falsch gemacht zu haben. Meist spüren die Eltern auch, dass es gut wäre, die Kinder einzubeziehen, trauen aber ihrem Gefühl nicht. Da können wir als Fachpersonen unterstützen. Das Gespräch übernehmen können wir aber nicht, denn das würden die Kinder als Vertrauensbruch der Eltern wahrnehmen.

Wie kann dieses Gespräch gelingen?
Wir raten, die Dinge beim Namen zu nennen. Das geht schon ab einem Alter von zwei bis drei Jahren. Benutzen Sie das Wort „Krebs“, erklären Sie, was das ist und was Ärzte tun können. Ermutigen Sie Ihre Kinder, Fragen zu stellen und Gefühle zu zeigen. Alle Gefühle dürfen sein: Angst, Traurigkeit, Wut, aber auch Freude und Hoffnung. Verbergen Sie nicht Ihre eigenen Gefühle. Kinder signalisieren sehr gut, wann es ihnen zu kompliziert oder zu belastend wird. Das muss man dann selbstverständlich akzeptieren.

Spendenkonto „Tigerherz... wenn Eltern Krebs haben“
Universitätsklinikum Freiburg
Deutsche Bank Freiburg
IBAN DE22 6807 0030 0030 1481 00
Verwendungszweck (bitte angeben): 1020 0027 02 Tigerherz

Weitere Informationen:
Website von "Tigerherz...wenn Eltern Krebs haben"

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