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Institut für Medizinische Biometrie
und Statistik (IMBI)

DemStepCare

Hausarztbasierte Demenzversorgung mit koordinierter Kooperation und risikostratifiziertem Einsatz spezialisierter Pflegekräfte (DemStepCare)

Kooperationspartner: Institut für Medizinische Biometrie und Statistik (IMBI, Universitätsklinikum Freiburg), Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie (Universitätsmedizin Mainz), LWL-Klinikum Gütersloh, Apotheke der Universitätsmedizin Mainz, BKK Landesverband Mitte, DAK Gesundheit, Fachhochschule der Diakonie gGmbH, Landeskrankenhaus Rhein-Mosel Akademie, Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, MEDI Südwest GmbH sowie Techniker Krankenkasse.

Die Hauptevaluation mit zentraler Datenzusammenführung sowie den Fokus auf die summative Evaluation übernehmen das IMBI und die SEVERA.

Förderung im Rahmen des Innovationsfonds Versorgungsforschung (Neue Versorgungsformen)

Projektlaufzeit: April 2019 bis März 2022

DemStepCare stellt ein hausarztbasiertes Versorgungskonzept dar mit dem Ziel, eine sowohl leitliniengerechte als auch patientenzentrierte Versorgung von PatientInnen mit dementiellen Erkrankungen und deren pflegenden Angehörigen zu ermöglichen. Darüber hinaus soll die Arzneimitteltherapiesicherheit erhöht werden.

Zur Erreichung dieser Ziele wird die Vernetzung der ÄrztInnen mit regionalen Unterstützungsmöglichkeiten erhöht, es erfolgt ein Versorgungsrisiko-adaptierter Einsatz von pflegerischem Case Management und es wird eine Pflegeexperten-basierte, multiprofessionelle Krisenambulanz etabliert.

In die Studie werden 120 HausärztInnen einbezogen. Sowohl die Interventions- als auch die Kontrollgruppe besteht aus 800 PatientInnen. Darüber hinaus wird aus aggregierten gematchten Routinedaten der am Projekt beteiligten Krankenkassen eine weitere Kontrollgruppe gebildet.

Das Projekt basiert auf einem clusterrandomisierten, kontrollierten Design: Alle am Projekt beteiligten ÄrztInnen und medizinische Fachangestellte (MFAs) erhalten eine Fortbildung zum neuen Versorgungsnetz und regionalen Unterstützungsmöglichkeiten, außerdem werden fortlaufende Qualitätszirkel eingerichtet. Die ÄrztInnen und MFAs der Interventionsgruppe erhalten eine Schulung zu leitliniengerechter Demenzversorgung. Alle PatientInnen erhalten eine Risikostratifizierung bzgl. der Versorgungsstabilität. In der Interventionsgruppe erfolgt eine pharmazeutische Medikationsanalyse bei allen PatientInnen, ein pflegerisches Case Management für PatientInnen mit erhöhtem Versorgungsrisiko sowie eine Behandlung durch die aufsuchende 24-h-Krisenambulanz im Falle von Versorgungskrisen.

Die DemStepCare-Intervention wird implementiert und wissenschaftlich evaluiert. Mit der neuen Versorgungsform soll eine Vermeidung stationärer Aufnahmen, eine Verbesserung der Lebensqualität der PatientInnen sowie eine Reduktion der Belastung pflegender Angehöriger erreicht werden.

Projektleitung in der SEVERA

Prof. Dr. Erik Farin Glattacker

Projektmitarbeitende in der SEVERA