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Institut für Medizinische Biometrie
und Statistik (IMBI)

EC@T

Einstellung zur elektronischen Kommunikation in der Behandlung chronisch kranker Patienten – Attitudes towards eCommunication in treatment of chronically ill patients

Dissertationsprojekt

Projektlaufzeit: bis Dezember 2020

Hintergrund:

Mit dem Einsatz digitaler Technologien zur Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten könnte u.a. die Lücke zwischen Bedarf und limitierter Ressourcen der konventionellen face-to-face Behandlung geschlossen werden. Dennoch wurde vor COVID-19 bereits mehrfach festgestellt, dass - obwohl es zahlreiche effektive telemedizinische Anwendungen gibt - der Übergang in die Standardversorgung zu gering und/oder zu langsam ist. Welchen Sprung in der Implementierung COVID-19 verursachen wird, ist aktuell noch nicht abschätzbar. Klar ist allerdings, dass die Einführung von elektronischer Kommunikation in der Regelbehandlung zwangsläufig nur glücken kann, wenn dafür ein tiefgründiges Verstehen der Ärzte-Einstellung berücksichtigt wird.

Dieses Dissertationsprojekt geht folgender Fragestellungen nach: Welche Einstellung haben Ärzte und chronisch kranke Patienten zu elektronischer Kommunikation in der Gesundheitsbehandlung? Aus den Ergebnissen wird das zweite Ziel erreicht werden: Die Konstruktion eines Fragebogens (EC@T) zur Messung der Einstellung zur elektronischen Kommunikation in der ärztlichen Behandlung.

Aktueller Projektstand:

Die Datenerhebung beider Studien sind abgeschlossen, die Auswertung und Fragebogenkonstruktion ebenfalls. Derzeit befindet sich das Projekt in der Publikationsphase.

Erster Blick in die Ergebnisse:

Kein Teilnehmer (weder Patienten, noch Behandler) würde den persönlichen Kontakt in der Behandlung abschaffen. Viele können sich eCom als Ergänzung vorstellen. Ein kompletter Ersatz - wie er z.T. in der Corona-Zeit gelebt wird - ist nicht erwünscht. Chronisch kranken Patienten fallen etliche Situationen und Behandlungsabschnitte ein, die sie lieber elektronisch geklärt hätten. Behandler haben oft auch juristische Fragen dazu im Kopf.  Die meisten sind sich einig: Das Emotionale/Persönliche bleibt bei eCom eher auf der Strecke. Doch ebenso vielen sind auch die Vorteile davon bewusst. Die Aufdeckung der Einstellungen durch diese Untersuchung ist auch noch nach COVID-19 von Interesse, da so ein Vergleich zwischen dem Implementierungsstadium vor COVID-19 mit jenem danach erst möglich wird.

Der entwickelte Fragebogen EC@T ist ein generisches Instrument für Ärzte UND Patienten, das verständlich und akzeptiert zu sein scheint. Damit lässt sich die Einstellungen zur elektronischen Kommunikation gut erfassen und abbilden.

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