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Institut für Medizinische Biometrie
und Statistik (IMBI)

INTEGRAL

Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal

Kooperationsprojekt mit Gesundes Kinzigtal GmbH (Konsortialführer), PMV forschungsgruppe an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Universität Köln), Institut für Versorgungsforschung und Klinische Epidemiologie (Universität Marburg), Lehrbereich Allgemeinmedizin (Universitätsklinikum Freiburg) und Institut für Medizinische Biometrie und Statistik, Bereich Studien und Beratung (Universitätsklinikum Freiburg)

Die SEVERA übernimmt zusammen mit den anderen Beteiligten im Institut für Medizinische Biometrie und Statistik die wissenschaftliche Evaluation mit Fokus auf die statistische Datenanalyse.

Förderung im Rahmen des Innovationsfonds Versorgungsforschung (Evaluation von Selektivverträgen)

Projektlaufzeit: Juli 2017 – Juni 2020

Die Evaluation untersucht die Fragestellung, ob die Versorgungsqualität während der Konsolidierungsphase der Integrierten Versorgung Gesundes Kinzigtal IVGK (2011-2015/16) in der Interventionsregion im Vergleich zur herkömmlichen Versorgung gehalten oder verbessert werden konnte. Zudem werden negative Entwicklungen (z.B. durch das Einspar-Contracting) analysiert. Das Vorgehen besteht aus a) der strukturierten Entwicklung von Indikatoren zur Qualitätsmessung, b) der routinedatenbasierte Analyse der Veränderungen in der Versorgungsqualität durch Schätzung entsprechender Trends in der Interventionsregion und Einschätzung der Spezifität der Trends durch Vergleich mit strukturähnlichen Kontrollregionen sowie c) der Durchführung eines Transfer-Workshops.

Zu a): Die Indikatorenentwicklung erfordert einen Mixed-Methods-Ansatz aus Literatur und Indikatorendatenbankrecherche, Analyse der IV-Programme und Hinweisen aus Fokusgruppen. Die Indikatoren werden strukturiert entwickelt und beschrieben sowie nach internationalen Kriterien im Delphi-Verfahren bewertet. Hierzu prüft eine multidisziplinäre Expertengruppe die zur Auswertung vorgeschlagenen Qualitätsindikatoren auf Relevanz und Machbarkeit. Die Expertengruppe besteht aus Akteuren der IVGK, Patientenvertretern und externen Indikatorenspezialisten. Es werden spezifische Prozess- und Ergebnis-Qualitätsindikatoren sowie unspezifische Indikatoren entwickelt, die Hinweise auf unerwünschte Folgen der IVGK geben. Ihnen gemeinsam ist, dass sie mittels Routinedaten operationalisierbar sein müssen.

Zu b): Es erfolgt eine Evaluation mittels Routinedaten und Indikatoren: Datenbasis: Sektorenübergreifende, pseudonymisierte GKV-Routinedaten der AOK Baden-Württemberg (Datenbereitstellung durch das WIdO) für die Jahre 2005-2015/16. Mittels der GKV-Routinedaten werden Indikatoren der Versorgungsqualität sowie Mengenindikatoren abgebildet und zeitliche Veränderungen für die Interventionsgruppe und die Kontrollgruppe(n) quantifiziert, verglichen und hinsichtlich einer für die Interventionsregion spezifischen Veränderung bewertet.

Zu c): Zum Projektabschluss wird ein Workshop mit den relevanten Stakeholdern und Fokusgruppenmitgliedern durchgeführt, um die Ergebnisse auf breiter Basis zu diskutieren. Dabei soll eine Bewertung der IVKG erreicht und ein Transfer der Methodik und Ergebnisse in Gang gesetzt werden. Insbesondere zielen wir darauf, Indikatoren und Analysemethoden bereitzustellen, die geeignet sind, populationsbezogene Versorgungsmodelle in Bezug auf die Versorgungsqualität zu evaluieren, sowie das Verfahren u.a. in Best-Practice-Modellen einzusetzen.

Projektleitung im IMBI

Dr. Erika Graf

Projektleitung in der SEVERA

Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker

Projektmitarbeitende

Dominikus Stelzer