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Institut für Medizinische Biometrie
und Statistik (IMBI)

SEAL

Strukturierte Früh-Erkennung einer Asymptomatischen Leberzirrhose in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Kooperationsprojekt mit der Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin Mainz (Konsortialführer), Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum des Saarlandes, Deutscher Hausärzte-Verband Landesverband Rheinland-Pfalz e.V., Saarländischer Hausärzte-Verband e.V., Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen e.V. (BNG), Abteilung für Allgemeinmedizin und Geriatrie, Universitätsmedizin Mainz, Zentrum Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum des Saarlandes, Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien, Universitätsmedizin Mainz sowie AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.

Die SEVERA übernimmt zusammen mit anderen Beteiligten im Institut für Medizinische Biometrie und Statistik (Prof. Harald Binder) sowie weiteren Instituten die Funktion des Evaluators. Das von der SEVERA übernommene Arbeitspaket ist die Analyse der Belastungen von Teilnehmern, u.a. durch falsch-positive Ergebnisse des Screenings.

Förderung im Rahmen des Innovationsfonds Versorgungsforschung (Neue Versorgungsformen)

Projektlaufzeit: April 2017 – März 2020

Ziel der vorgeschlagenen neuen Versorgungsform ist die Verbesserung der Frühdiagnose von Patienten mit asymptomatischer und bisher nicht diagnostizierter Leberzirrhose oder einer weit fortgeschrittenen Leberfibrose (Präzirrhose-Stadium F3). Mit Hilfe eines Diagnose-Algorithmus werden Patienten mit erhöhtem Risiko für eine Leberzirrhose oder fortgeschrittene Leberfibrose zu einem frühen asymptomatischen Zeitpunkt identifiziert und durch eine strukturierte Zusammenarbeit von Hausärzten, Fachärzten und Leber-Zentren in einer geschlossenen Versorgungskette ohne Verzögerung diagnostiziert und therapiert.

Es erfolgt ein Vergleich von Leberzirrhose-Diagnoseraten im Rahmen des GKV-Basis-Check-Up unterAnwendung des o.g. Screening- und Diagnose-Algorithmus an ca. 20.800 Teilnehmern mit einer gematchten Vergleichsgruppe aus GKV-Sekundärdaten. Sekundäre Endpunkte sind Teilnahmeraten als Prozessparameter, die Prävalenz auffälliger Leberwerte sowie der Leberzirrhose, die Anzahl an Screenings und GKV-Kosten je Leberzirrhose-Diagnose, das Ausmaß der Ressourcen-Inanspruchnahme und die subjektive Belastung (erhoben über leitfadengestützte Interviews) bei falsch-positiv getesteten Versicherten sowie eine Kosten-Nutzen-Rechnung (frühe vs. späte Diagnose).

Projektleitung in der SEVERA

Prof. Dr. Erik Farin-Glattacker

Projektmitarbeitende in der SEVERA

Urs Fichtner