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SOPs

Auswirkung und Nutzen der Einrichtung einer zentralen Koordinationstelle für SOPs auf die Qualität und die Quantität der SOPs der CCC´s in Deutschland

Förderer: Deutsche Krebshilfe (DKH)

Laufzeit: 01.08.2015 - 31.07.2018

Hintergrund:

Die Arbeitsgruppe Standard Operating Procedures (AG SOP) ist Bestandteil des Netzwerks Onkologische Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe und hat die Aufgabe, die SOP-Aktivitäten der Spitzenzentren miteinander zu verknüpfen und zu harmonisieren. SOPs sind aus Sicht des Klinikers an die lokalen Gegebenheiten angepasste Leitlinien. Die AG SOP steht im Austausch mit dem Leitlinienprogramm Onkologie (OL), der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Deutschen Krebshilfe e.V. (DKH). Leitlinien der nationalen und internationalen Fachgesellschaften geben den Rahmen der onkologischen Therapie vor. Der rasche Innovationstransfer neuer Forschungserkenntnisse in die nationalen Leitlinien ist, bedingt durch die methodisch Schwerfälligkeit des Konsensus­prozesses, eingeschränkt. In den onkologischen Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe wird der therapeutische und diagnostische Prozess durchgehend in Form von SOPs konkretisiert und in vergleichsweise kurzen Zyklen aktualisiert. Sind für seltene Erkrankungen keine Leitlinien vorhanden, kann diese Lücke gegebenenfalls durch die AG-SOP geschlossen werden. Mit der Einrichtung einer Koordinationsstelle soll eine Methodik zur Erstellung von SOPs erarbeitet, einheitliche Qualitätskriterien festgelegt und gemeinsame SOPs erstellt werden. Die Koordinationsstelle ist hierbei die zentrale Anlaufstelle sowohl für Anfragen zu SOPs von extern als auch aus dem Netzwerk. Zudem soll von der Koordinationsstelle eine Übersichtsliste aller bestehenden SOPs zusammengefasst, regelmäßig aktualisiert und auf der Homepage der DKH veröffentlicht werden.

Projektziel:

Durch die Einrichtung einer Koordinationsstelle SOPs der CCCs soll die Qualität die Quantität und die Struktur der SOPs verbessert und weiterentwickelt werden.

Projektablauf und Methoden:

Von der AG-SOP wurde 2012 vor der Einrichtung einer Koordinationsstelle SOPs der Istzustand der vorhandenen SOPs der CCCs erhoben. Ebenfalls wurde eine Befragung mit einem selbstentwickelten Fragebogen hinsichtlich der Anzahl der vorhanden SOPs und deren Erstellung, Überarbeitung und Verteilung in den CCCs durchgeführt. Diese Erstbefragung ist die Bezugsgröße für die weiteren Befragungen, die nach Einrichtung der Koordinationsstelle durchgeführt werden (Vorher-Nachher-Vergleich).

Um die Qualität der SOPs zu überprüfen wurde ein „Handbuch zur Erstellung von SOPs“ von der AG-SOP verfasst, welches für die Qualitätsprüfung herangezogen werden kann.

Nach Einrichtung der Koordinationsstelle wird die Erstbefragung jährlich durchgeführt, ergänzt durch Fragen zur Koordinationsstelle. Die Ergebnisse der Befragungen werden jedes Jahr intern in der AG SOP kommuniziert als Beitrag zur Qualitätssicherung und als Instrument für die Priorisierung der Aktivitäten. Die einzelnen CCCs sollen hierdurch auch Aufschluss über interne Schwachpunkte und Stärken erhalten. Die Übersichtslisten der vorhandenen SOPs werden veröffentlicht und jährlich aktualisiert. Die Ergebnisse des Vorher-Nachher-Vergleiches sollen im Sinne einer Nutzenbewertung aufgearbeitet und publiziert werden. Die Evaluation der Studie erfolgt nach Abschluss der dritten Befragung der CCCs.

Projektleitung

Dr. Martina Bischoff
Fachärztin für Allgemeinmedizin

Kontakt

Ksenija Fahrländer

Hugstetter Str. 49
79106 Freiburg
Tel.: +49 (0) 761 270 74470
Fax: +49 (0) 761 270 73310
E-Mail: Kontakt