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Starke Psyche - starkes Herz

Psychokardiologie

(8.1.2026) Geht es dem Herzen schlecht, leidet auch die Psyche – und umgekehrt. Doch Ärzt*innen und Patient*innen können gemeinsam gegensteuern und dadurch sogar die Heilungschancen des Herzens steigern.

Es steht für das Leben wie kein zweites Organ: das Herz. Doch nimmt es Schaden, macht oft die Sorge ums Herz noch weiter krank. „Etwa jeder dritte Herzpatient sollte aufgrund begleitender Beschwerden psychosomatisch betreut werden“, sagt PD Dr. Derek Spieler, der den psychosomatischen Konsil- und Liaison-Dienst des Universitätsklinikums Freiburg leitet. Die insgesamt 19 Mitarbeiter*innen des Dienstes sind für stationäre Patient*innen mit besonderer psychischer Belastung und deren Angehörige da. 

Die Mitarbeiter*innen des Liaison-Teams versuchen im Gespräch mit den Patient*innen Ängste abzubauen, sei es vor der Krankheit oder vor der veränderten Lebenssituation. ©Britt Schilling/Universitätsklinikum Freiburg

Wenn die Angst das Herz erdrückt

Für die Patient*innen in der Herz- und Gefäßchirurgie wurde ein eigener Liaison-Dienst eingerichtet. Hier stehen zwei Psychologinnen beispielsweise dem älteren Patienten zur Seite, der aus Angst vor einer bevorstehenden Herzoperation zusammengebrochen ist. In der Kardiologie und Angiologie unterstützen währenddessen die Kolleg*innen vom allgemeinen Konsil- und Liaison-Dienst eine junge Leistungssportlerin, die mit schweren Herzrhythmusstörungen eingeliefert wurde und um ihre Karriere bangt. 

Zuhören und Beraten am Krankenbett

„Psychische Beschwerden wie Depressionen wirken sich ungünstig auf das Herz aus. Umgekehrt können Herzerkrankungen zu Angststörungen oder Depressionen führen“, betont Spieler. „Wir sind regelmäßig auf den kardiologischen Stationen und klären mit den behandelnden Ärzt*innen, welche Patient*innen zeitnah psychologische Unterstützung brauchen“, erklärt Psychologin Tamara Sotelo, die dem psychosomatischen Konsil- und Liaison-Dienst angehört. Die Liaison-Mitarbeiter*innen hören zu, beraten über konkrete, auch poststationäre Hilfsangebote oder erklären unterschiedliche Entspannungstechniken.

Gespräche über die neue Lebenssituation

„Ganz oft geht es im Gespräch darum, übermäßige Ängste vor der Krankheit oder der veränderten Lebenssituation abzubauen“, ergänzt Psychologin Silke Eisfeld, die für das psychosomatische Liaison-Team in der Herz- und Gefäßchirurgie tätig ist.

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