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Das starke Herz im Alter

Kardiologie und Angiologie

(28.04.2026) Wie moderne Kardiologie und einfache Alltagsgewohnheiten die Herzgesundheit bis ins hohe Alter unterstützen.

Ein gesundes Herz ist keine Frage des Alters. Auch wenn sich Herz und Gefäße im Laufe des Lebens verändern, lässt sich viel dafür tun, die eigene Herzleistung lange zu erhalten. „Viele Menschen nehmen körperliche Einschränkungen im Alter als gegeben hin“, sagt Prof. Dr. Dirk Westermann, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie des Universitäts-Herzzentrums Freiburg · Bad Krozingen. „Dabei sehen wir täglich, dass sich mit der richtigen Diagnostik, Therapie und Lebensweise sehr viel für die Herzgesundheit erreichen lässt.“

Ein starkes Herz im Alter entsteht durch Vorsorge, individuelle Therapie und aktive Mitarbeit der Patient*innen. ©iStock/PrathanChorruangsak

  • Warum das Herz im Alter besondere Aufmerksamkeit braucht

Mit zunehmendem Lebensalter können Blutgefäße steifer werden, der Blutdruck steigen oder Herzrhythmusstörungen auftreten. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig Krankheit. Entscheidend ist, Veränderungen früh zu erkennen und individuell zu behandeln. „Herzerkrankungen entwickeln sich oft schleichend. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, gibt uns die Chance, früh gegenzusteuern – oft lange bevor Beschwerden auftreten“, betont Westermann.

  • Was Patient*innen selbst für ihr Herz tun können

1. In Bewegung bleiben – angepasst an die eigenen Möglichkeiten
Regelmäßige körperliche Aktivität stärkt den Herzmuskel, senkt den Blutdruck und verbessert die Durchblutung. Schon tägliche Spaziergänge, leichtes Radfahren oder gezieltes Training unter Anleitung können einen großen Effekt haben. „Es geht nicht um Leistungssport“, so Westermann. „Wichtig ist Regelmäßigkeit – und dass die Bewegung Freude macht.“

2. Auf Warnsignale achten
Atemnot bei Belastung, ungewöhnliche Müdigkeit, Brustschmerzen oder Herzstolpern sollten ärztlich abgeklärt werden – auch dann, wenn sie nur gelegentlich auftreten. „Viele Patient*innen kommen sehr spät, weil sie Symptome dem Alter zuschreiben. Das ist ein Risiko, das sich vermeiden lässt“, sagt Westermann.

3. Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin kontrollieren
Diese Werte gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Regelmäßige Kontrollen und eine konsequente Behandlung schützen das Herz langfristig.

4. Medikamente richtig einnehmen
Gerade im Alter ist eine gut abgestimmte Medikation entscheidend. Änderungen oder das Absetzen von Medikamenten sollten immer ärztlich begleitet werden. „Eine individuell angepasste Therapie kann nicht nur Leben verlängern, sondern vor allem Lebensqualität erhalten“, so Westermann.

5. Lebensstil ist Teil der Therapie 

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, der Verzicht auf Rauchen und ein bewusster Umgang mit Stress wirken direkt auf die Herzgesundheit.

  • Moderne Herzmedizin am Universitätsklinikum Freiburg

Am Universitätsklinikum Freiburg kommen moderne Diagnoseverfahren, leitliniengerechte Therapien und interdisziplinäre Konzepte zum Einsatz – insbesondere bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Gefäßerkrankungen. Ziel ist es, Patient*innen nicht nur medizinisch zu versorgen, sondern sie langfristig zu begleiten.

„Ein starkes Herz im Alter entsteht durch Zusammenarbeit“, fasst Westermann zusammen. „Zwischen Patient*innenhausärztlicher Versorgung und spezialisierten Teams. Unser Anspruch ist es, Menschen dabei zu unterstützen, aktiv und selbstbestimmt zu bleiben – auch mit einer Herzerkrankung."

Herz-Check im Alltag – darauf sollten Sie achten

  • Bleiben Sie in Bewegung
    Regelmäßige Spaziergänge, Treppensteigen oder leichtes Training stärken den Herzmuskel. Wichtig ist die Regelmäßigkeit – nicht die Intensität.
  • Hören Sie auf Ihr Herz
    Atemnot, Druck auf der Brust, ungewöhnliche Erschöpfung oder Herzstolpern sollten ärztlich abgeklärt werden – auch wenn sie nur gelegentlich auftreten.
  • Kennen Sie Ihre Werte
    Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin sind entscheidend für die Herzgesundheit. Regelmäßige Kontrollen helfen, Risiken früh zu erkennen.
  • Nehmen Sie Medikamente konsequent ein
    Eine individuell abgestimmte Therapie schützt das Herz langfristig. Änderungen sollten immer gemeinsam mit Ärzt*innen erfolgen.
  • Denken Sie Prävention mit
    Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Rauchverzicht und ein bewusster Umgang mit Stress entlasten das Herz nachhaltig.

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