Vertrauliche Hilfe nach Gewalt
(11.02.2026) Am Universitätsklinikum Freiburg finden Menschen, die Gewalt erlebt haben, eine geschützte und professionelle Anlaufstelle. In der Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene (USG) können Verletzungen nach körperlicher Gewalt vertraulich, gerichtsfest und kostenfrei dokumentiert werden – auch dann, wenn sich Betroffene noch nicht sicher sind, ob sie Anzeige erstatten möchten.

Das Universitätsklinikum Freiburg schafft einen sicheren Rahmen, um Beweise zu sichern und Betroffenen Handlungsspielraum für weitere Schritte zu geben. © Adobe Stock
Wie notwendig dieses Angebot ist, zeigt eine aktuelle Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts und des Bundesfrauenministeriums: Besonders häufig betroffen sind Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund sowie Menschen der queeren Community. Ein großer Teil der Gewalterfahrungen wird nicht bei der Polizei gemeldet – aus Scham, aus Angst vor möglichen Konsequenzen oder aus Unsicherheit darüber, was der nächste Schritt sein kann.
Fast die Hälfte der Menschen erlebt im Laufe ihres Lebens psychische Gewalt in einer Partnerschaft. Jede sechste Person berichtet von körperlicher Gewalt durch den/die Partner*in. Frauen sind insgesamt häufiger und oftmals schwerer betroffen; sie berichten überdurchschnittlich oft von Verletzungen und starker Angst. Viele Betroffene fühlen sich mit ihren Erfahrungen allein und nehmen keine Hilfe in Anspruch.
Die Untersuchungsstelle für Gewaltbetroffene (USG) am Universitätsklinikum Freiburg ermöglicht es, sichtbare Verletzungen rechtssicher dokumentieren zu lassen. Das Angebot kann auch ohne polizeiliche Anzeige genutzt werden.
Termine können telefonisch unter 0761 270-81889 vereinbart werden.
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